kostenloser Counter

A A A
HOME / /
FOLLOW
4. Januar 2011

AHS-Matura: unnötige Geldverschwendung!

Eines der Ziele der „standardisierten Reifeprüfung“ („Zentralmatura“) ist es, dass möglichst alle österreichischen MaturantInnen zur selben Stunde die selbe Aufgabenstellung bekommen, damit man die Ergebnisse auch wirklich vergleichen kann. Dort, wo die Bundesländer dieses Ziel torpedieren können, machen sie es. Die Kosten für diese Wichtigtuereien müssen die Steuerzahlerinnen aufbringen. Ich habe dazu eine Anfrage an die Unterrichtsministerin eingebracht: Anfrage_Reifepruefung (doc, 28 KB). Während das nämlich beim Haupttermin - jährlich nehmen daran etwa 40.000 Schülerinnen teil - funktioniert, nutzen die Länder ausgerechnet beim 2. Nebentermin im Februar eine unklare Formulierung in der Verordnung, um ihre „Wichtigkeit“ unter Beweis zu stellen: für etwa 200 SchülerInnen gibt es drei „Nebentermine“. Das bedeutet: Pro Nebentermin werden jedenfalls gebraucht
4 Aufgaben Hörverständnis Englisch B2
4 Aufgaben Leseverständnis Englisch B2
4 Aufgaben English in Use B2
und
4 Aufgaben Hörverständnis Französisch B1
4 Aufgaben Leseverständnis Französisch für 4-jährige Lerner
4 Aufgaben Leseverständnis Französisch für 6-jährige Lernen
Das ist der „Föderalismus“ á la Erwin Pröll, so eine Geldvernichtung blüht uns, wenn er und die anderen Landesfürsten das Sagen im Bildungsbereich haben. „Die Presse“ und „Der Standard“ berichten heute darüber: „Teure AHS-Matura: Grüne kritisieren Länder
Und schließlich sollte man die hohen Herren (und Damen) daran erinnern, worum es im Schulbereich überhaupt geht: „Kein Kind darf zurückbleiben!“
2. Januar 2011

Das tut weh: mit „Stan & Olli“ ins Neue Jahr!

Faymann_ProellEs ist nicht wahr, was inzwischen vielfach kolportiert wird. Trotz der offenkundigen Ähnlichkeiten unterscheidet sich die beiden Duos gewaltig: Die Herren oben haben den Menschen Freude bereitet, die Herren unten ... aber lassen wir das.
Es gibt nämlich sehr wohl auch große Gemeinsamkeiten: Ein wesentliches Stilmittel bei Laurel & Hardys Filmen ist das Scheitern an eigentlich lösbaren Aufgaben. Das trifft natürlich eindeutig auch auf das Pärchen unten zu. Und wenn wir schon dabei sind: Laurel & Hardys Aktivitäten enden wegen ihrer chaotischen Herangehensweise an die Aufgaben meist in einem Desaster. Auch das erinnert natürlich frappant an die gelebte Politik von Pröll jun. oder Werner F.! Leider ist es das unten zu sehende Pärchen, das Österreich durchs gerade begonnene Jahr führt. Da wird es wohl wenig Spaß und Freude geben ;((
Eines ist sicher: Wir werden Faymann, Pröll & Co. auch weiterhin daran erinnern, woran sie sich in Bezug auf unser Bildungssystem zu orientieren haben: „Kein Kind darf zurückbleiben!“
30. Dezember 2010

Wiener Philharmoniker - „Es klang wunderbar. Ganz judenrein!“

Zu Neujahr wird Österreichs Ansehen als Kulturnation wieder in der ganze Welt gestärkt. Wie jedes Jahr. Verantwortlich dafür sind die Wiener Philharmoniker mit ihrem Neujahrskonzert. Nicht das Konzert, sehr wohl aber die Philharmoniker als Institution kann und muss man kritisch hinterfragen. Denn gerade die Geschichte der Philharmoniker ist eine des Verschweigens, Verdrängens und Vergessens - speziell was ihre unrühmliche Rolle in der NS-Zeit betrifft. In der „Presse“ habe ich heute in einem Kommentar Stellung dazu bezogen: „Es klang wunderbar. Ganz judenrein!“
Das Verdrängen der unliebsamen Geschichte ist kein Naturgesetz. Es gibt auch positive Beispiele: Die Berliner Philharmoniker beispielsweise haben ebenso wie unsere Staatsoper für eine saubere Aufarbeitung der eigenen Geschichte gesorgt. Das Archiv des „Staatsorchesters“ ist hingegen noch immer nicht öffentlich zugänglich. Die Akten gehören ins Staatsarchiv!
Auch daran sollte man daher bei aller Freude über das Neujahrskonzert 2011 denken: Österreichs philharmonischer Herrenklub hat den Stellenwert des Umgangs mit der eigenen Vergangenheit noch immer nicht kapiert!
Und bei all diesen Problemen der „Kulturnation Österreich“ muss wie immer an die Probleme unseres Bildungssystems erinnert werden. Es gilt unser Wahlspruch: „Kein Kind darf zurückbleiben!“
27. Dezember 2010

LehrerInnen als „eierlegende Wollmilchsau“?

Immer mehr Aufgaben werden von Staat und Gesellschaft an die Schule delegiert, eine logische Entwicklung in einer hochentwickelten Gesellschaft. Nicht wenige erkennen darin aber den „Untergang des Abendlandes“. Sie wollen die Entwicklung stoppen, indem sie nicht reagieren. So in etwa schaut die Position der ÖVP aus - und sie lässt die Lehrkräfte mit den zusätzlichen Aufgaben allein.
Unter den gegebenen Bedingungen aber sind diese Aufgaben nicht zu bewältigen. Es braucht bauliche Investitionen in die Schule, es braucht eine Neudefinition der Rolle von Lehrkräften, es braucht eine neue Ausbildung, ein neues Dienst- und Besoldungsrecht. Das ist natürlich eine politische „Herkulesaufgabe“ - deshalb müssen wir endlich damit anfangen.
Unter dem Titel „Lehrkräfte als `Wunderwuzzis´?“ habe ich heute in der „Presse“ einen Gastkommentar zu einem der Aspekte - der Ausbildung - verfasst.
Und bei allen anderen Problemen, unser Bildungssystem hat sich daran zu orientieren: „Kein Kind darf zurückbleiben!“
23. Dezember 2010

Rankweiler „Sternbräu“ bei Grüner Weihnachtsfeier!

BierpapstZum Wohl! Mit Terezija Stoisits, unserer engagierten Volksanwältin, und dem renommierten „Bierpapst“ Conrad Seidl habe ich bei der Weihnachtsfeier des Grünen Parlamentsklubs mit einem Ländle-Bier angestoßen. Bei dieser Feier gab es heuer nämlich einen „Vorarlberg Schwerpunkt“. „Bierpapst“ Seidl präsentierte ausgewählte Biere aus ganz Europa. Eindeutiger Höhepunkt und Abschluss der Verkostung war aber ein vom Rankweiler Sternbräu-Wirt Gunther Wetzel - er ist Mitglied der Grünen Wirtschaft Vorarlberg - zur Verfügung gestelltes dunkles „Sternbräu“, das auf große Begeisterung stieß. Detail am Rande: Das Fass wurde von einem prominenten Vorarlberger Staatsanwalt im Zug nach Wien transportiert!
Und auch im Neuen Jahr kämpfen wir dafür: „Kein Kind darf zurückbleiben!“
22. Dezember 2010

Peinliches Schokogate im Nationalrat!

Hie und da sind Zweifel angebracht: Geht es noch peinlicher? Ein bislang eher sehr unauffälliger ÖVP-Abgeordneter glaubte fest daran, eine gute Idee zu haben: Ein leeres Paket sollte die Gaben der Opposition symbolisieren, als Symbol für die Gaben der Regierung fielen ihm Zuckerln ein. Keine Wahlzuckerln, sondern Schoko. Ob die von Kürzungen massiv betroffenen Familien das lustig finden? Die Lehrerinnen und Lehrer? Die StudentInnen? Man fasst es nicht, was da an Dummheiten abgeht.
Besonders gefällt mir die kurz zu sehende Reaktion von Eva Glawischnig, dem ist nun wirklich nichts hinzuzufügen. Außer: Auch der ÖVP-Klubobmann drückt recht unmissverständlich aus, was er von der Aktion seinens Parteikollegen hält.

20. Dezember 2010

SPÖVP-Abgeordnete stimmen gegen das eigene Budget!

Chicken_FPOeSoeben gab es eine Abstimmungspanne: Der überwiegende Teil der Abgeordneten von SPÖVP hat GEGEN einen Paragrafen des eigenen Budgets gestimmt (siehe Bild)! Es handelt sich um den § 95 (Heeresforstverwaltung). Es ist nicht die einzige Panne am heutigen Tag. Etwas mehr Konzentration, meine Damen und Herren!
Denn das wird noch eine lange Nacht im Parlament. Die Laune der Abgeordneten von Rot und Schwarz ist angesichts der von uns verlangten 23 namentliche Abstimmungen am Nullpunkt. Macht nichts: Unsere Stimmung war angesichts des Verfassungsbruches durch die nicht rechtzeitige Vorlage des Budgets am Nullpunkt. Was zählt nun mehr: Verfassungsbruch durch die Regierung oder eine Nacht im Parlament?
Und worum geht es inhaltlich? Wir verlangen, dass die drei schlimmsten Giftzähne im rot-schwarzen Budget gezogen werden:
1. Echte, zusätzliche mind. 160 Mio. Euro für die Schulen und Universitäten im Jahr 2011!
2. Ersatzlose Rücknahme der Senkung der Bezugsdauer der Familienbeihilfe von 26 auf 24 Jahre
3. Rücknahme des erschwerten Zugangs zu Pflegestufe 1 und 2
Wir kämpfen im Parlament gegen das sozial ungerechte SPÖVP-Budget. Nach der fast 13-stündigen „Marathonrede für Gerechtigkeit und Erneuerung“ von werner Kogler im Budgetausschuss ist das heute der zweite Teil unserer Protestmaßnahmen. Das Budget ist bildungsfeindlich, frauenfeindlich, belastet Familien, Haushalte mit niedrigen Einkommen und Studierende, lässt große Vermögen und Reiche weitgehend ungeschoren, hat kaum ökologische Lenkungswirkung und raubt der Jugend ihrer Zukunftschancen. Da kann man nicht tatenlos zuschauen.
Was tut übrigens die Partei des kleinen Mannesie (die kleine Frau war ja nie im Fokus der FPÖ)? Vom ursprünglich angekündigten Widerstand gegen das Budget ist nichts mehr übrig. Die FPÖ verzichtet auf Protestmaßnahmen im Parlament. Außer Hass und Hetze haben die lauen nichts zu bieten.
18. Dezember 2010

Buchtipps für Weihnachten

Eines der deprimierendsten Ergebnisse der Pisa-Studie: Nur 50 Prozent der 15-Jährigen bei uns haben Freude am Lesen! Wen wundert das, wenn ein Landeshauptmann wie der selbsternannte Bildungsexperte Erwin Pröll stolz darauf ist, nur ein einziges Buch gelesen zu haben. Es handelt sich dabei übrigens um Karl Mays „Der Schatz im Silbersee“. Und nicht ganz untypisch ist, dass das in der eigenen Partei auch noch gut ankommt. Sein ehemaliger Landesparteisekretär Ernst Strasser: „Das mögen die Leut', damit wirkt der Landeshauptmann wenigstens net so obergscheit.“ Nein, „obergescheit“ wirkt er wirklich nicht!
Vielleicht wären aber doch ein paar Buchtipps für Weihnachten ganz gut.
Als Sachbuch würde ich „Der engagierte Lehrer und seine Feinde: Zur Lage an Österreichs Schulen“ von Nikolaus Glattauer empfehlen, denn die wahren Helden in unserem Schulsystem sind die LehrerInnen, die sich nicht unterkriegen lassen. Die engagiert ihren Weg gehen. Sie auch noch zu prügeln, wie das Pröll jun. und sen. in den letzten Wochen gemacht haben, ist eine Zumutung!
Kann man Kindern vom Holocaust erzählen? Man kann! Monika Helfer/Michael Köhlmeier: „Rosie und der Urgroßvater“. Helfer und Köhlmeier leben in Hohenems, der einzigen Gemeinde in Vorarlberg, in der bis zur NS-Zeit eine jüdische Gemeinde existierte. Sie wurde von den Nazis ausgelöscht. Das Buch erzählt von einem „kleinen Ort in Österreich“, in dem über viele Generationen die jüdischen Vorfahren der Protagonisten wohnten.
Und natürlich darf zu Weihnachten ein Krimi nicht fehlen. Don Winslows „Tage der Toten“ ist allerdings nichts für die feinen und subtilen Differenzierungen, aber es geht halt auch um einen amerikanischen Drogenfahnder und den mexikanischen Drogenkrieg beziehungsweise die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia. Friedliche Feiertage ;))
Und schließlich noch das Motto für unser Bildungssystem: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

Am meisten gelesen...

1 30624 05.11.08 Der Traum hat sich erfüllt! harald.walser 2 30050 11.05.11 Will Strache Brenner-Grenze verschieben? harald.walser 3 22265 01.05.08 Harald Walser - Lebenslauf harald.walser 4 19878 01.05.08 Meine Grundsätze harald.walser 5 15617 11.10.08 Jörg Haider ist tot! harald.walser 6 15470 01.05.08 Bilder harald.walser 7 14394 01.05.08 Kontaktdaten harald.walser 8 12532 01.05.08 Wahlplakate harald.walser 9 11417 27.11.08 (Teil-)Zentralmatura - ein Fortschritt? harald.walser 10 11356 03.11.08 Who's Nailin' Paylin? harald.walser 11 11095 11.03.11 Seminar: „Ideologie und Wirklichkeit des Nationalsozialismus“ harald.walser 12 10991 15.01.09 Cyberangriff gegen den Aufruhrversand harald.walser 13 10934 26.03.14 TTIP: No, thanks! harald.walser 14 10891 16.12.11 „Wehrt euch - occupy Austria!“ harald.walser 15 10878 14.01.13 Bundesheer laut General „megasinnlos“ harald.walser 16 10813 21.10.08 Warum Martin Graf nicht wählbar ist! harald.walser 17 10740 19.01.09 Zeichen der Hoffnung! harald.walser 18 10614 01.02.11 Karl Heinz Grasser - zu schön, zu jung, zu intelligent! harald.walser 19 10492 08.05.09 Fernando Torres nach Altach? harald.walser 20 10439 23.09.10 Ludwig XIV. als Vorbild für Josef Pröll? harald.walser 21 10391 16.11.09 Faymann und Strache als religiöse Fundis harald.walser 22 10252 02.04.11 „Ein Denkmal für Deserteure“ harald.walser 23 10195 12.10.08 Jörg Haider - und unser Umgang mit dem Tod harald.walser 24 10063 23.01.10 „Reinrassig & Echt“ - blauer Stumpfsinn! harald.walser 25 9945 22.02.11 Was ist mit der Dissertation von Johannes Hahn? harald.walser

development