Kommentare
19. Oktober 2008
Alternative Schulkonzepte befruchten Regelschule!
harald.walser | 19. Okt, 18:25
Ich habe heute interessante Stunden bei der Freien-Montessori-Schule in Altach erlebt. Die Buntheit und Vielfältigkeit pädagogischer Konzepte im Privatschulwesen ist wichtig für das staatliche Schulwesen. Man hat gestern und heute beim „Basar“ SchülerInnen und LehrerInnen beim Arbeiten beobachten können, da wurde Holz bearbeitet, gebohrt, in der Metallwerkstätte wurde gelötet und in einer Schmiede Eisen bearbeitet. Ansteckend ist vor allem die Begeisterung, mit der alle bei der Sache sind. Auch Bewegungslust und Orientierungssinn werden gefördert. Das Wichtigste: Man merkt, dass Schule Lust und Freude machen kann. Ich finde es toll, was es an privaten Initiativen in unserem Land gibt. Und ich finde es noch toller, dass dadurch das Regelschulwesen befruchtet wird. Denn was wir vor allem brauchen, ist ein attraktives staatliches Schulwesen - durchaus in fruchtbarer Konkurrenz zum privaten!
Schade nur, dass die finanzielle Ausstattung der Schulen mit einer freien Trägerschaft noch immer sehr problematisch ist. Seit fast 40 Jahren gibt es in Österreich Schulen in freier Trägerschaft (nichtkonfessionelle Schulen) mit derzeit mehr als 4000 SchülerInnen. Während diese Schulen von Bildungsfachleuten allseits für ihre engagierte und innovative pädagogische Arbeit geschätzt werden, ist deren finanzielle Situation seit Anbeginn sehr schlecht. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern werden in Österreich die Schulkosten nur zu maximal 10% vom Staat refundiert, für den Großteil müssen die Eltern aufkommen. Die Unterschiede in der Behandlung von konfessionellen und alternativen Privatschulen müssen beseitigt werden: Prinzipiell sollen alle gleich behandelt werden. Wo es zusätzliche Leistungen gibt (Mittagessen etc.), ist eine zusätzliche Bezahlung angebracht. Prinzipiell sollte aber der Ausbau der Ganztagsschule nach skandinavischem Vorbild vorangetrieben werden, wo auch solche Leistungen vom Staat getragen werden. Der Bildungszugang von Kindern muss von der finanziellen Situation der Eltern entkoppelt werden.
Schade nur, dass die finanzielle Ausstattung der Schulen mit einer freien Trägerschaft noch immer sehr problematisch ist. Seit fast 40 Jahren gibt es in Österreich Schulen in freier Trägerschaft (nichtkonfessionelle Schulen) mit derzeit mehr als 4000 SchülerInnen. Während diese Schulen von Bildungsfachleuten allseits für ihre engagierte und innovative pädagogische Arbeit geschätzt werden, ist deren finanzielle Situation seit Anbeginn sehr schlecht. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern werden in Österreich die Schulkosten nur zu maximal 10% vom Staat refundiert, für den Großteil müssen die Eltern aufkommen. Die Unterschiede in der Behandlung von konfessionellen und alternativen Privatschulen müssen beseitigt werden: Prinzipiell sollen alle gleich behandelt werden. Wo es zusätzliche Leistungen gibt (Mittagessen etc.), ist eine zusätzliche Bezahlung angebracht. Prinzipiell sollte aber der Ausbau der Ganztagsschule nach skandinavischem Vorbild vorangetrieben werden, wo auch solche Leistungen vom Staat getragen werden. Der Bildungszugang von Kindern muss von der finanziellen Situation der Eltern entkoppelt werden.
Reden, Anträge und Ausschussarbeit
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