Kommentare
4. November 2008
Zweisprachigkeit in der Schule als Gebot der Stunde!
harald.walser | 4. Nov, 00:14
Ja, es kann gelingen: Die Schule kann einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der bestehenden Integrationsprobleme leisten. Wenn man ihr die Möglichkeit dazu gibt!
Und es kommt leider schon wieder ein "wenn": Wenn wir in Österreich endlich die weit verbreitete "Mir-san-mir-Mentalität" ablegen und den Blick ins Ausland wagen, werden wir erstaunt zur Kenntnis nehmen können, dass es ganz tolle Modelle zur Lösung heimischer Probleme gibt.
SchülerInnen ohne Kenntnis der Unterrichtssprache? Die Süddeutsche Zeitung berichtet über den Umgang mit Bildung und Integration und insbesondere dem Problem mangelnder Sprachkenntnisse in Kanada. Die Zauberworte heißen Sprachunterricht und Einzelbetreuung. Beschrieben werden vorbildliche Bildungsangebote in Toronto - allerdings gelöingt das auch dort nur unter größter Anstrengung.
Unsere Landtagsabgeordnete Karin Fritz hat übrigens einen Antrag eingebracht, der genau in diese Richtung geht. In den Vorarlberger Kindergärten hat derzeit rund ein Viertel der Kinder in eine andere Muttersprache als Deutsch, in manchen Kindergärten überwiegen die Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache. Es ist durchaus keine Seltenheit, dass in einem Kindergarten Kinder mit einer Reihe unterschiedlicher Muttersprachen betreut werden. Weil die KindergartenpädagogInnen in der Regel nicht die Muttersprachen der Kinder sprechen, fordert Karin Fritz zurecht einen Qualifizierungslehrgang für Kindergarten-AssistentInnen mit nicht-deutscher Muttersprache. Denn eines ist klar: Um Mehrsprachigkeit in unserem Land zu fördern, ist es notwendig, dass PädagogInnen im Schulsystem vermehrt Zuwanderersprachen sprechen und aus Zuwandererkulturen stammen. Immerhin gibt es ja eine von allen Parteien getragene Initiative des Vorarlberger Landtags mit dem Ziel, Mehrsprachigkeit zu fördern.
Auf Bundesebene ist zu bezweifeln, dass Rot und Schwarz in den derzeitigen Regierungsverghandlungen auch nur ansatzweise in diese Richtung oder an ein System wie in Kanada denken. Aber hoffen darf man ja!
Und es kommt leider schon wieder ein "wenn": Wenn wir in Österreich endlich die weit verbreitete "Mir-san-mir-Mentalität" ablegen und den Blick ins Ausland wagen, werden wir erstaunt zur Kenntnis nehmen können, dass es ganz tolle Modelle zur Lösung heimischer Probleme gibt.
SchülerInnen ohne Kenntnis der Unterrichtssprache? Die Süddeutsche Zeitung berichtet über den Umgang mit Bildung und Integration und insbesondere dem Problem mangelnder Sprachkenntnisse in Kanada. Die Zauberworte heißen Sprachunterricht und Einzelbetreuung. Beschrieben werden vorbildliche Bildungsangebote in Toronto - allerdings gelöingt das auch dort nur unter größter Anstrengung.
Unsere Landtagsabgeordnete Karin Fritz hat übrigens einen Antrag eingebracht, der genau in diese Richtung geht. In den Vorarlberger Kindergärten hat derzeit rund ein Viertel der Kinder in eine andere Muttersprache als Deutsch, in manchen Kindergärten überwiegen die Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache. Es ist durchaus keine Seltenheit, dass in einem Kindergarten Kinder mit einer Reihe unterschiedlicher Muttersprachen betreut werden. Weil die KindergartenpädagogInnen in der Regel nicht die Muttersprachen der Kinder sprechen, fordert Karin Fritz zurecht einen Qualifizierungslehrgang für Kindergarten-AssistentInnen mit nicht-deutscher Muttersprache. Denn eines ist klar: Um Mehrsprachigkeit in unserem Land zu fördern, ist es notwendig, dass PädagogInnen im Schulsystem vermehrt Zuwanderersprachen sprechen und aus Zuwandererkulturen stammen. Immerhin gibt es ja eine von allen Parteien getragene Initiative des Vorarlberger Landtags mit dem Ziel, Mehrsprachigkeit zu fördern.
Auf Bundesebene ist zu bezweifeln, dass Rot und Schwarz in den derzeitigen Regierungsverghandlungen auch nur ansatzweise in diese Richtung oder an ein System wie in Kanada denken. Aber hoffen darf man ja!
Reden, Anträge und Ausschussarbeit
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