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9. November 2008
Schule - wie erinnert man an den Holocaust?
harald.walser | 9. Nov, 23:59
Der Termin für die Veranstaltung war richtig gewählt: Heute vor genau 70 Jahren begann im Deutschen Reich die Reichspogromnacht - besonders brutal waren diese verharmlosend als Reichskristallnacht bezeichneten Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung in der „Ostmark“.
Wie kann man so ein Thema SchülerInnen „richtig“ vermitteln, wie unterrichtet man überhaupt das Thema Holocaust „richtig“? Gibt es in diesem Zusammenhang „richtig“ und „falsch“? Diese Fragen und dieses Thema waren und sind für mich als Lehrer immer noch eine der größten pädagogischen Herausforderungen. Heute Abend präsentierten Werner Dreier, Markus Barnay und Albert Lichtblau eine mögliche Antwort darauf. Im Jüdischen Museum Hohenems wurde die DVD „Das Vermächtnis“ präsentiert. Diese DVD sollte für GeschichtelehrerInnen eigentlich Pflicht sein (wenn man mit Pflicht etwas erreichen könnte). Sie enthält Interviews mit Überlebenden, welche von Steven Spielbergs „USC Shoah Foundation Institute“ in Los Angeles gesammelt wurden. Für den Unterricht wurden 13 Interviews ausgewählt und für den Schulunterricht aufbereitet.
Zwei Interviewpartnerinnen waren heute Abend in Hohenems live zu hören. Es war ein beeindruckender und nachdenklich stimmender Abend: Zwei Schwestern aus Wien, Elisabeth Scheiderbauer (Jg. 1936) und Helga Feldner-Busztin (Jg. 1929), erzählten, wie sie die NS-Zeit überlebt haben. 1943 wurden sie mit ihrer Mutter in das KZ Theresienstadt deportiert, ihr Vater Paul Pollak kam 1944 in das KZ Auschwitz. Alle vier überlebten. So beeindruckende, unkomplizierte, bescheidene und gleichzeitig selbstbewusste ZeitzeugInnen wie diese beiden Schwestern gibt es nicht mehr viele. Umso wichtiger ist es, auch für die kommende Generationen entsprechende Unterrichtsmittel bereitzustellen.
Auf der Homepage von erinnern.at können diese Interviews mit Frau Scheiderbauer und Frau Feldner-Busztin angeschaut werden. Über den pädagogisch sinnvollen Umgang mit dieser DVD gibt es in ganz Österreich Seminare, sie kann zudem problemlos bestellt werden: nähere Informationen über die Seminare und die DVD auf der Homepage von erinnern.at.
Wie kann man so ein Thema SchülerInnen „richtig“ vermitteln, wie unterrichtet man überhaupt das Thema Holocaust „richtig“? Gibt es in diesem Zusammenhang „richtig“ und „falsch“? Diese Fragen und dieses Thema waren und sind für mich als Lehrer immer noch eine der größten pädagogischen Herausforderungen. Heute Abend präsentierten Werner Dreier, Markus Barnay und Albert Lichtblau eine mögliche Antwort darauf. Im Jüdischen Museum Hohenems wurde die DVD „Das Vermächtnis“ präsentiert. Diese DVD sollte für GeschichtelehrerInnen eigentlich Pflicht sein (wenn man mit Pflicht etwas erreichen könnte). Sie enthält Interviews mit Überlebenden, welche von Steven Spielbergs „USC Shoah Foundation Institute“ in Los Angeles gesammelt wurden. Für den Unterricht wurden 13 Interviews ausgewählt und für den Schulunterricht aufbereitet.
Zwei Interviewpartnerinnen waren heute Abend in Hohenems live zu hören. Es war ein beeindruckender und nachdenklich stimmender Abend: Zwei Schwestern aus Wien, Elisabeth Scheiderbauer (Jg. 1936) und Helga Feldner-Busztin (Jg. 1929), erzählten, wie sie die NS-Zeit überlebt haben. 1943 wurden sie mit ihrer Mutter in das KZ Theresienstadt deportiert, ihr Vater Paul Pollak kam 1944 in das KZ Auschwitz. Alle vier überlebten. So beeindruckende, unkomplizierte, bescheidene und gleichzeitig selbstbewusste ZeitzeugInnen wie diese beiden Schwestern gibt es nicht mehr viele. Umso wichtiger ist es, auch für die kommende Generationen entsprechende Unterrichtsmittel bereitzustellen.
Auf der Homepage von erinnern.at können diese Interviews mit Frau Scheiderbauer und Frau Feldner-Busztin angeschaut werden. Über den pädagogisch sinnvollen Umgang mit dieser DVD gibt es in ganz Österreich Seminare, sie kann zudem problemlos bestellt werden: nähere Informationen über die Seminare und die DVD auf der Homepage von erinnern.at.
Reden, Anträge und Ausschussarbeit
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