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7. Dezember 2008
Österreichs Kinder haben sich die beste Ausbildung verdient!
harald.walser | 7. Dez, 00:13
Laut der Tageszeitung „Österreich“ schneiden Österreichs Zehnjährige in der TIMSS-Studie (5000 getestete VolksschülerInnen im Jahr 2007) in den Gegenständen Mathematik und Naturwissenschaften deutlich schwächer ab als beim letzten Vergleichstest 1995. Unter 36 an der Studie teilnehmenden Ländern klassierten sich die österreichischen Zehnjährigen im Gegenstand Mathematik an der 17. Stelle. 1995 hatte Österreich unter 16 Nationen noch den sechsten Platz belegt. Berücksichtigt man ausschließlich die Teilnehmerländer 1995, rutscht Österreich von Platz sechs auf zehn. In den Naturwissenschaften lag Österreich 1995 noch auf dem hervorragenden dritten Platz, jetzt unter den damaligen Teilnehmerstaaten auf Platz 9, unter den jetzigen 36 Nationen liegen unsere SchülerInnen auf Platz 15. Deutschland (1995 noch nicht dabei) liegt in beiden Bereichen jeweils vor Österreich auf Platz zwölf.
In allen drei großen Bildungsstudien (PISA, PIRLS und TIMMS) fällt Österreich seit Jahren immer weiter zurück. Trotzdem gibt es nur sehr halbherzige Reformschritte wie das Regierungsprogramm zeigt. Die Ursache für Österreichs Rückfall sind vielfältig, ein Hauptgrund liegt sicher in der Halbtagsschule. Laut dem deutschen Gehirnforscher Manfred Spitzer haben Kinder am Vormittag und am Nachmittag je eineinhalb Stunden volle Aufnahmefähigkeit. Durch die Halbtagsschule verzichtet Österreich auf die Hälfte der vollen Aufnahmefähigkeit. „Die alternative sinnvolle Nachmittagsgestaltung ist wichtiger denn je“, sagt Spitzer (in Focus-Schule 01/2004). Wenn Kinder am Nachmittag eine sinnvolle Beschäftigung haben, wird der Medienkonsum gesenkt. Zu viel Fernsehen und Computer schadet bekanntlich dem Lernen. Dagegen ist Bewegung einer der stärksten Stimulatoren für die Gehirnentwicklung bei Kindern. Diese seit langem bekannten Erkenntnisse werden in Österreich fast systematisch ignoriert.
Der verpflichtende Halbtagskindergarten, den die Regierung als Minimalkonsens anstrebt, bringt uns pädagogisch nicht weiter. Notwendig sind Ganztagskindergärten und Ganztagsschulen, um die volle Aufmerksamkeit der Kinder pädagogisch nutzen zu können.
In allen drei großen Bildungsstudien (PISA, PIRLS und TIMMS) fällt Österreich seit Jahren immer weiter zurück. Trotzdem gibt es nur sehr halbherzige Reformschritte wie das Regierungsprogramm zeigt. Die Ursache für Österreichs Rückfall sind vielfältig, ein Hauptgrund liegt sicher in der Halbtagsschule. Laut dem deutschen Gehirnforscher Manfred Spitzer haben Kinder am Vormittag und am Nachmittag je eineinhalb Stunden volle Aufnahmefähigkeit. Durch die Halbtagsschule verzichtet Österreich auf die Hälfte der vollen Aufnahmefähigkeit. „Die alternative sinnvolle Nachmittagsgestaltung ist wichtiger denn je“, sagt Spitzer (in Focus-Schule 01/2004). Wenn Kinder am Nachmittag eine sinnvolle Beschäftigung haben, wird der Medienkonsum gesenkt. Zu viel Fernsehen und Computer schadet bekanntlich dem Lernen. Dagegen ist Bewegung einer der stärksten Stimulatoren für die Gehirnentwicklung bei Kindern. Diese seit langem bekannten Erkenntnisse werden in Österreich fast systematisch ignoriert.
Der verpflichtende Halbtagskindergarten, den die Regierung als Minimalkonsens anstrebt, bringt uns pädagogisch nicht weiter. Notwendig sind Ganztagskindergärten und Ganztagsschulen, um die volle Aufmerksamkeit der Kinder pädagogisch nutzen zu können.
Reden, Anträge und Ausschussarbeit
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