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Aufklärer (Gast) - 10. Jan, 02:18
Bizarre Tätowierungen und vage Spuren
Mehr als drei Wochen sind seit dem Anschlag auf den Leiter der Polizeidirektion Passau, Alois Mannichl, vergangen, und noch immer gibt es keine „heiße Spur“. Die Sonderkommission „Fürstenzell“, der zunächst 20, mittlerweile 50 Beamte angehören, steht nach einer entsprechenden Anordnung aus dem bayerischen Innenministerium mittlerweile unter Leitung des Landeskriminalamts.
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Zugestochen, hieß es, habe der Täter mit einem Messer mit einer elf Zentimeter langen Klinge, das vor der Tür lag - als Relikt einer vorweihnachtlichen Nachbarschaftsaktion, bei der man sich Stücke von dargebotenem Lebkuchen abschneiden konnte. Die Frage, warum der Angreifer für seinen Tötungsversuch keine eigene Waffe mitbrachte, hat bislang keine Antwort gefunden - und damit auch nicht die Frage, ob der Täter nach einem vorher gefassten Plan oder im Affekt handelte. Jedenfalls verfehlte das Messer, so berichtete Bayerns Innenminister Herrmann (CSU) nach der Tat, Mannichls Herz um zwei Zentimeter. Als dieser sechs Tage danach das Krankenhaus wieder verlassen konnte, sprach er von einem „feigen Anschlag“ auf sein Leben und sagte: „Es ist wichtig, dass wir beweisen, dass wir uns von diesen Rechtsextremisten nicht einschüchtern lassen.“
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Den Täter hatte Mannichl kurz nach dem Angriff beschrieben als einen etwa 1,90 Meter großen Mann mit kräftiger Statur und rundlichem Gesicht, mit Glatze oder sehr kurz geschorenen Haaren; er habe in bairischem Dialekt mit möglicherweise österreichischer Einfärbung gesprochen. Am Hals habe der Mann eine Tätowierung oder ein größeres Muttermal gehabt. Beobachter wunderten sich, dass Mannichl, obschon er 35 von seinen 52 Lebensjahren im Polizeidienst verbrachte und zudem seinem Angreifer wenigstens für die Dauer der Beschimpfung gegenüberstand, kein Phantombild anfertigen konnte. Auch ist weiterhin unklar, ob der Täter den Wagen selbst steuerte oder einen Helfer hatte; Mannichl hatte angegeben, er habe noch den laufenden Motor eines wartenden Fahrzeugs gehört.
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Es folgten Festnahmen und Freilassungen, zunächst von zwei Männern aus der rechtsextremen Szene, einer 26, der andere 27 Jahre alt. Dann, vier Tage nach dem Angriff, nahm die Polizei in München ein Ehepaar fest, den 33 Jahre alten Manuel H. und die 22 Jahre alte Sabine H. Der Mann gehöre einer rechtsextremen Splittergruppe an, den „Freien Nationalisten München“. Es hieß zunächst, das Paar gehöre zum „Dunstkreis“ des Attentäters; die Frau soll am Tattag in Fürstenzell mit einem Mann gesehen worden sein, auf den die Täterbeschreibung passe. Auch sei das Auto des Paars in dem Ort beobachtet worden. Die Haftbefehle ergingen einen Tag später, wurden nach sechs Tagen aber aufgehoben - auch die beiden hatten Alibis.
Fünf Tage nach der Tat erging ein bundesweiter Fahndungsaufruf. Darin kam die Information hinzu, dass der Tatverdächtige zwischen 25 und 35 Jahre alt sei. Auch wurde nun ein 30 bis 40 Jahre alter glatzköpfiger Mann „mit großer und kräftiger Figur“ und bulligem Nacken gesucht, „mit einem Tattoo in Form einer grünen Schlange hinter dem linken Ohr - nach vorn in Richtung Schläfe verlaufend - mit ausgestreckter, roter Zunge“. Dabei wollten die Ermittler nicht ausschließen, dass es sich „bei beiden Beschreibungen unter Umständen um ein und dieselbe Person handelte“.
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Im aktuellen Fahndungsaufruf fehlt dieser Hinweis. Darin fahndet die Polizei nach insgesamt fünf Personen. Unter ihnen ist ein weiterer Mann mit auffälliger Tätowierung im Gesicht, die ein mit einem abwärts in Richtung Kinn verlaufenden Pfeil durchstoßenes Kreuz darstellen soll. Auch nach einer Frau mit „zerzaustem“ Haar und einem kegelförmigen Piercing am Auge sowie nach einem Mann mit einer Frisur nach Art eines „Hahnenkamms“ wird gefahndet.
Dabei heißt es nun jedoch, die Gesuchten könnten sich „im rechten Spektrum, aber auch im Punker- oder Rockermilieu, aber auch in der Gothic-Szene aufhalten“. Die Nachrichtenagentur AP will erfahren haben, dass die Polizei mittlerweile auch in der Eishockey-Szene ermittelt. Am Rande eines Eishockey-Spiels in Passau soll sich jemand mit dem Angriff oder der Beteiligung daran gebrüstet haben. Die Spur sei allerdings „recht vage“.
Am Sonntag dann teilten Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt mit, dass die Umgebung des Tatorts abermals nach Spuren untersucht worden sei. Dazu gehörten mehrere Straßen und ein Spielplatz, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes. Vor allem Zigarettenstummel seien gesammelt worden.
Quelle:
https://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EF99094877F0642B9A92EE5C690378879~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed
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Zugestochen, hieß es, habe der Täter mit einem Messer mit einer elf Zentimeter langen Klinge, das vor der Tür lag - als Relikt einer vorweihnachtlichen Nachbarschaftsaktion, bei der man sich Stücke von dargebotenem Lebkuchen abschneiden konnte. Die Frage, warum der Angreifer für seinen Tötungsversuch keine eigene Waffe mitbrachte, hat bislang keine Antwort gefunden - und damit auch nicht die Frage, ob der Täter nach einem vorher gefassten Plan oder im Affekt handelte. Jedenfalls verfehlte das Messer, so berichtete Bayerns Innenminister Herrmann (CSU) nach der Tat, Mannichls Herz um zwei Zentimeter. Als dieser sechs Tage danach das Krankenhaus wieder verlassen konnte, sprach er von einem „feigen Anschlag“ auf sein Leben und sagte: „Es ist wichtig, dass wir beweisen, dass wir uns von diesen Rechtsextremisten nicht einschüchtern lassen.“
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Den Täter hatte Mannichl kurz nach dem Angriff beschrieben als einen etwa 1,90 Meter großen Mann mit kräftiger Statur und rundlichem Gesicht, mit Glatze oder sehr kurz geschorenen Haaren; er habe in bairischem Dialekt mit möglicherweise österreichischer Einfärbung gesprochen. Am Hals habe der Mann eine Tätowierung oder ein größeres Muttermal gehabt. Beobachter wunderten sich, dass Mannichl, obschon er 35 von seinen 52 Lebensjahren im Polizeidienst verbrachte und zudem seinem Angreifer wenigstens für die Dauer der Beschimpfung gegenüberstand, kein Phantombild anfertigen konnte. Auch ist weiterhin unklar, ob der Täter den Wagen selbst steuerte oder einen Helfer hatte; Mannichl hatte angegeben, er habe noch den laufenden Motor eines wartenden Fahrzeugs gehört.
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Es folgten Festnahmen und Freilassungen, zunächst von zwei Männern aus der rechtsextremen Szene, einer 26, der andere 27 Jahre alt. Dann, vier Tage nach dem Angriff, nahm die Polizei in München ein Ehepaar fest, den 33 Jahre alten Manuel H. und die 22 Jahre alte Sabine H. Der Mann gehöre einer rechtsextremen Splittergruppe an, den „Freien Nationalisten München“. Es hieß zunächst, das Paar gehöre zum „Dunstkreis“ des Attentäters; die Frau soll am Tattag in Fürstenzell mit einem Mann gesehen worden sein, auf den die Täterbeschreibung passe. Auch sei das Auto des Paars in dem Ort beobachtet worden. Die Haftbefehle ergingen einen Tag später, wurden nach sechs Tagen aber aufgehoben - auch die beiden hatten Alibis.
Fünf Tage nach der Tat erging ein bundesweiter Fahndungsaufruf. Darin kam die Information hinzu, dass der Tatverdächtige zwischen 25 und 35 Jahre alt sei. Auch wurde nun ein 30 bis 40 Jahre alter glatzköpfiger Mann „mit großer und kräftiger Figur“ und bulligem Nacken gesucht, „mit einem Tattoo in Form einer grünen Schlange hinter dem linken Ohr - nach vorn in Richtung Schläfe verlaufend - mit ausgestreckter, roter Zunge“. Dabei wollten die Ermittler nicht ausschließen, dass es sich „bei beiden Beschreibungen unter Umständen um ein und dieselbe Person handelte“.
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Im aktuellen Fahndungsaufruf fehlt dieser Hinweis. Darin fahndet die Polizei nach insgesamt fünf Personen. Unter ihnen ist ein weiterer Mann mit auffälliger Tätowierung im Gesicht, die ein mit einem abwärts in Richtung Kinn verlaufenden Pfeil durchstoßenes Kreuz darstellen soll. Auch nach einer Frau mit „zerzaustem“ Haar und einem kegelförmigen Piercing am Auge sowie nach einem Mann mit einer Frisur nach Art eines „Hahnenkamms“ wird gefahndet.
Dabei heißt es nun jedoch, die Gesuchten könnten sich „im rechten Spektrum, aber auch im Punker- oder Rockermilieu, aber auch in der Gothic-Szene aufhalten“. Die Nachrichtenagentur AP will erfahren haben, dass die Polizei mittlerweile auch in der Eishockey-Szene ermittelt. Am Rande eines Eishockey-Spiels in Passau soll sich jemand mit dem Angriff oder der Beteiligung daran gebrüstet haben. Die Spur sei allerdings „recht vage“.
Am Sonntag dann teilten Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt mit, dass die Umgebung des Tatorts abermals nach Spuren untersucht worden sei. Dazu gehörten mehrere Straßen und ein Spielplatz, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes. Vor allem Zigarettenstummel seien gesammelt worden.
Quelle:
https://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EF99094877F0642B9A92EE5C690378879~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed
Tobias (Gast) - 10. Jan, 10:09
vieleicht auch interessant
Armin Soyka (Gast) - 10. Jan, 11:09
Gesamtschule
Können Sie bitte einen Link zu einer Definition von der "grünen Gesamtschule" also die Vorstellungen die Grünen von dem Wort Gesamtschule haben. Ich bin leider auf www.gruene.at auf die schnelle nicht fündig geworden!
Armin Soyka (Gast) - 10. Jan, 13:00
Wie ich gerade sehe ist mir die Satzstruktur etwas durcheinander gekommen. Der Satz muss natürlich lauten: Können Sie bitte einen Link zu einer Definition von der "grünen Gesamtschule", also die Vorstellungen die Grünen von dem Wort Gesamtschule haben, posten...
harald.walser - 10. Jan, 16:12
Eine kurze Definition gibt es auf der Homepage wohl nicht,
was wir wollen, ist aber leicht erklärt: Alle SchülerInnen sollen gemeinsam in einem System unterrichtet werden, das auf die individuellen Stärken und Schwächen eingeht und sowohl den SpitzenschülerInnen als auch jenen mit Teilleistungsschwächen bestmögliche Voraussetzungen bietet. Dazu braucht es natürlich besser ausgestattete Schulen, neue Unterrichtsmethoden, Teamteaching etc.
Armin Soyka (Gast) - 11. Jan, 12:37
Im grünen Sinne
hielte ich es für Sinnvoll, bei der zuständigen Stelle anzumerken und hinzuzufügen, schließlich möchte der Leser und Wähler wissen, was sie wollen!
Außerdem würde ich gerne wissen, wieweit dieses Gesamtschulmodell beschlossen wurde / Umgesetzt wird/wurde!
Außerdem würde ich gerne wissen, wieweit dieses Gesamtschulmodell beschlossen wurde / Umgesetzt wird/wurde!
Armin Soyka (Gast) - 11. Jan, 13:02
oder wo ich Informationen dazu finden kann, denn auf der SPÖ-Website Informationen zu finden wie die Menschlichkeit in dem neue Bleiberecht! (die ÖVP ist schon etwas besser)
harald.walser - 11. Jan, 14:16
@ Soyka
Wir werden in Kürze eine Plattform für Interessierte einrichten, um eine Diskussion zu unserem neuen Bildungsprogramm führen zu können. Bitte um etwas Geduld!
Armin Soyka (Gast) - 11. Jan, 14:23
Danke =)
Lasses sie es mich (oder uns) wissen, wenn es soweit ist!
Lasses sie es mich (oder uns) wissen, wenn es soweit ist!
Reden, Anträge und Ausschussarbeit
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