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5. Februar 2009

Ein Gespenst geht um in Österreich!

Die Konservativen sind in der Bredouille: In Sachen Schulreform pfeifen es die Spatzen vom Dach, was zu tun ist: Wir brauchen endlich energische Schritte in Richtung gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen.
Doch die ÖVP ziert sich. Umso mehr erstaunte östlich des Arlbergs die Tatsache, dass mit Vorarlberg ausgerechnet ein „schwarzes“ Bundesland (Johannes Rauch möge diesen Ausdruck entschuldigen, er wird im Herbst eine Grünfärbung vornehmen) eine Vorreiterrolle beim Schulversuch Neue Mittelschule einnahm. Warum wandeln die Gsiberger plötzlich auf dem richtigen bildungspolitischen Pfad? Andreas Khol löste das Rätsel. Der Seniorensprecher der ÖVP schrieb in einem „Presse“-Kommentar unter dem sinnigen Titel „Unter falscher Flagge“, dass nicht die plötzlich aufgeflammte Liebe zu Reformen die wahre Ursache sei: „Keine neue Liebe, sondern eine alte: zum Geld!“ Landesrat Stemer bekam für die Verbesserung der Hauptschulen Geld und gaukelte einen Schulversuch im Sinne der NMS vor. Das „rote“ Ministerium ist zufrieden, weil es beim Bau eines bildungspolitischen Luftschlosses (jedenfalls wenn das Ziel die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen sein soll) einen „schwarzen“ Bündnispartner hat. Auf der Strecke bleiben Schülerinnen, Schüler und Eltern.
De facto hat sich nichts geändert: Die ÖVP blockiert nach wie vor jede äußere Schulreform und somit die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen. Es ist dringend notwendig, endlich auch die Unterstufe der Gymnasien an den Schulversuchen zu beteiligen.
Die „Presse“ hat mir Gelegenheit gegeben, in der heutigen Ausgabe auf Andreas Khol zu replizieren und die Notwendigkeit eines Schulversuchs deutlich zu machen: „Ein Gespenst geht um in Österreich!

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Kommentare
alimentarius (Gast) - 5. Feb, 10:13

Einen kleinen Beitrag zur Gesamtschule

hätten Sie, Herr Dr. Walser, schon einmal an Ihrer Schule leisten können: Nämlich, dafür zu sorgen, dass die Lehrer (mitsamt geistlichem Beistand) auf dem Schulhof nicht rauchen. (Beispielwirkung)

whatever (Gast) - 5. Feb, 11:51

..GENAU !
Das hätte das Abendland gerettet !
Armin Soyka (Gast) - 6. Feb, 23:17

Verwunderung

Ist das denn nicht der Fall? Meines Wissens haben alle Schulen rauchfrei zu sein!?
harald.walser - 7. Feb, 11:28

Das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden bezieht sich ...

nur auf Räume, nicht auf das Freigelände. Ich gestehe, gesündigt zu haben und mit der SchülerInnenvertretung und dem Elternverein einen Kompromiss ausgehandelt zu haben: Rauchen an einer entlegenen Stelle im hinteren Schulhof, selbstverwaltet (und somit selbst-gereinigt!) von den SchülerInnen. Hat gut geklappt, aber halt ein Kompromiss.
historix (Gast) - 6. Feb, 00:02

Amüsant

Am lustigsten und irgendwie auch so herrlich selbstoffenbarend fand ich - neben manch anderen unterhaltsamen Aussagen - den Spruch vom "bewährten Frontalunterricht" .
Vielleicht sollte man dem Univ. Prof. Kohl einmal vom Schulalltag erzählen (unterrichtens einmal, na sagen wir eine Woche, in einer dritten oder vierten AHS oder HS Klasse frontal) .... oder von didaktischen und methodischen Entwicklungen in den letzen paar Jahren (oder Jahrzehnten).

Rainer Zufall (Gast) - 6. Feb, 00:23

?!

Wenn ich mir den derzeitig chaotischen, in Flügelkämpfen sich aufreibenden Zustand der auf Bundesebene führungslosen Grünen und die daraus folgenden Umfragewerte in Salzburg (7%) und Kärnten (5%) ansehe, erscheint es mir reichlich verwegen, dem Johannes Rauch im Herbst eine "Grünfärbung" Vorarlbergs zuzutrauen (ein Minimum an politischer Vernunft traue ich den GsibergerInnen schon noch zu!!) - in diesem Blog wurde Ihnen einmal in einem anderen Zusammenhang eine "verzerrte Wahrnehmung der Realität" vorgeworfen, mir scheint das auch in diesem Fall partiell zutreffend!

harald.walser - 6. Feb, 07:09

Ich kann mich daran erinnern,

das Ergebnis war, dass wir in Vorarlberg bei den Nationalratswahlen mit 17,2% einen historischen Erfolg erzielten, das beste Bundesländer-Ergebnis hatten und sogar Wien überholt haben, in Vorarlberg sowohl SPÖ als auch FPÖ hinter uns ließen und die Nummer 2 wurden sowie gegen den Bundestrend dazugewonnen haben. Verzerrte Wahrnehmung? Optimismus und Selbstvertrauen!
Nostradamus (Gast) - 6. Feb, 15:11

!

Die 17,2% waren aber noch unter dem bieder-verkappten Prof. Van der Bellen und VOR den (gelinde gesagt) Turbulenzen, in denen sich die Grünen derzeit (und mit Sicherheit noch die nächten Monate) befinden (siehe aktuell auch den Lockl-Rücktritt).
Ich prophezeie den Grünen für die Vorarlberger Landtagswahl 9-11% und das ist dann bei weitem keine "Grünfärbung", was auch eine ziemliche Horrorvorstellung für jede(n) Bürgerliche(n) wäre, wenn ich mir das Naheverhältnis der Grünen zum Linksradikalismus vor Augen führe, Stichworte Tatblatt-Schreiber Öllinger, links-linke Wiener Grüne, militante "Tierschützer" auf grüner Bundesliste etc.
harald.walser - 6. Feb, 16:54

Danke für die großen Sorgen,

die Sie sich um die Grünen machen. Aber keine Sorgen: Die WählerInnen sind mündig genug!
ÖVPler (Gast) - 6. Feb, 19:05

Lieber Herr Dr. Walser!

Träumen Sie ruhig weiter, niemand soll und wird Sie daran hindern - die Grünfärbung der politischen Landkarte in Vorarlberg ist bei den Arbeiterkammerwahlen jedenfalls schon einmal gründlich schief gegangen ... möge das im Sinne einer weiterhin wirtschaftlich vernünftigen und ökosozialen Politik unter einer bewährten ÖVP-ABSOLUTEN auch bei den Landtagswahlen so kommen!

p.s.: Es würde Ihnen etwas mehr Bescheidenheit und Demut gut zu Gesicht stehen!
Kurt Greussing (Gast) - 6. Feb, 22:52

Wer als guter Christ und ÖVPler ...

... anderen Demut anempfiehlt, sollte vielleicht vorsorglich selbst beginnen, über die Bedeutung dieses Wortes nachzudenken - etwa im Sinne von Philipper 2:3 „... indem ihr nichts aus Streitsucht oder aus Ichsucht tut, sondern in Demut die anderen höher achtet als euch selbst.“
Armin Soyka (Gast) - 6. Feb, 23:34

Turbolenzen

Also ich bevorzuge eine Partei bei der ich merke, dass sie lebt und nicht schlaff, ideenlos und "konservativ/bewahrend um jeden Preis" ist!

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