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26. Februar 2009

Schmied auf Gehrers Spuren

Man fühlt sich wirklich zurückerinnert an die unseligen Zeiten, in denen Elisabeth Gehrer das Bildungssystem kaputt gespart hat - durch Streichung von Klassenvorstandsstunden, Erhöhung der Arbeitszeit mittels Supplierverpflichtung, Streichung von Unterrichtsstunden und anderen Sparmaßnahmen. Schmied betreibt nun weitere Verschlechterungen für die Schulen. Wenn ihre Pläne konsequent durchgezogen würden, bedeutet das den Arbeitsplatzverlust für 10-12.000 LehrerInnen.
War da nicht die Rede von Bildunsgoffensive, von Reformen, von Ausbauprogrammen für die Ganztagsschule, Teamteaching? Und was ist mit jenen StudentInnen und JunglehrerInnen, die derzeit das Probejahr machen oder ihr Studium abschließen und auf eine Anstellung hoffen? Sie müssen jetzt wohl mit einem Aufnahmestopp rechnen.
In Krisenzeiten Geld bei Schule und Ausbildung zu sparen, ist grob fahrlässig und vernichtet die Chancen unserer Kinder. Die Bildung braucht gerade in Krisenzeiten mehr Geld. Um die besten LehrerInnen zu gewinnen, brauchen wir eine neues Dienst- und Besoldungsrecht und keine radikalen Sparmaßnahmen! Die geplante Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung verschlechtert die Situation für die LehrerInnen gravierend. Gefordert sind Maßnahmen, die sie fit machen für die Schule der Zukunft, wie Schmied immer so schön formuliert.
Die LehrerInnen leiden bereits jetzt unter äußerst schwierigen Arbeitsbedingen. Burn-out, Krankenstände und stressbedingte psychische Erkrankungen nehmen laufend zu. Für LehrerInnen gibt es keine geeigneten Arbeitsplätze an Schulen, sie übernehmen immer mehr Erziehungs- und Sozialarbeit. Wenn Schmied international übliche Verhältnisse herstellen will, dann muss sie die Qualität der Arbeitsplätze erhöhen, Supervision anbieten und SozialarbeiterInnen sowie SchulpsychologInnen an allen Schulen bereitstellen. Und was macht sie? Populäres LehrerInnen-Bashing wie zu Gehrers Zeiten!

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Kommentare
Schwarze Nachteule (Gast) - 26. Feb, 03:17

BLEIBERECHT

Kurzer Themenwechsel (sorry!!): Neues BLEIBERECHT (mich wundert, dass dieses Thema - noch? - keine Aufnahme in Ihren Blog gefunden hat): Ich verstehe nicht, warum sich die Grünen (als einzige Partei) wieder aufregen. Es gibt nun für Asylwerber ("Altfälle"), die bereits in allen Instanzen abgewiesen wurden (also klassische Wirtschaftsflüchtlinge), die von linker Seite geforderte Möglichkeit, Antrag auf humanitäres Bleiberecht zu stellen und oben drauf sogar noch ein Berufungsrecht (!!), sollte dieses humanitäre Bleiberecht nicht gewährt werden - der Rechtstaat führt sich da wirklich langsam ad absurdum, aber im Sinne der Betroffenen soll es so sein.
Einzig mit diesem mißbrauchsanfälligen und menschenunwürdigen Patenschaftsmodell kann auch ich nichts anfangen - dieses Steckenpferd der Frau Fekter gehört besser heute wie morgen ersatzlos entsorgt!!

Alimentarius (Gast) - 26. Feb, 09:09

Wer die Ganztasschule will, muss das Dienstrecht ändern

Wie sollen die Schüler sonst über 40 Stunden in der Woche betreut werden, wenn die Lehrer nur 20 Stunden in den Schulen anwesend sind?

Es werden ja keine Lehrer eingespart, nur weil sie ihren Dienst, statt zuhause, zwei Stunden länger in den Schulen verrichten.

Ich verstehe die Aufregung der Lehrer nicht. Was Claudia Schmied anstrebt, sind Verbesserungen an den Schulen. Sie wird aber damit sowieso scheitern. Die Österreicher wollen, dass alles beim alten bleibt und die Lehrer offensichtlich auch.

heinz starchl (Gast) - 26. Feb, 09:49

Hier irren Sie!

Die Österreicher wollen nicht, dass alles beim Alten bleibt. Schon gar nicht die Eltern. Die Lehrer wollen dass Alles so bleibt wie es ist und das haben sie bisher auch brav geschafft. Zu hoffen, dass es ihnen nicht weiter gelingt, auch wenn sich urplötzlich das spärliche Lichtlein grüner Bildungspolitik wieder in Standespolitik zusamenfällt.
harald.walser - 26. Feb, 11:32

Nein, lieber Heinz Starchl, ...

der grüne Standpunkt fällt nicht "in Standespolitik" zusammen. Für eine Neuverhandlung des Dienstrechts und einen Umbai des Systems stehen wir zur Verfügung, für LehrerInnen-Bashing aber nicht! Oder müssen jetzt Bankangestellte und AUA-MitarbeiterInnen auch plötzlich mehr arbeiten?
heinz starchl (Gast) - 26. Feb, 19:42

Das ist keine Bildungspolitik,

das ist Standespolitik, noch nicht einmal eine gute, denn die Eltern und Bürger laufen heiß ...

https://raetischerbote.blogspot.com/2009/02/das-schnelle-ende-gruner.html

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