Kommentare
Andy (Gast) - 16. Mai, 10:59
Wir wurden doch auch nach der Volksschule "getrennt", und wir wussten schon in dem Alter ganz genau, wer von den anderen in der Klasse den Sprung nicht schaffen wird - was ist so schlimm daran?
harald.walser - 16. Mai, 11:47
Schlimm daran ist, dass wir in ...
Österreich eines der sozial selektivsten Bildungssysteme haben: Es gibt kaum ein anderes Land, in dem Bildung so stark "vererbt" wird. Das ist einerseits ungerecht, weil es Kinder aus sozial benachteiligten Schichten noch stärker benachteiligt, andererseits ist es volkswirtschaftlich nicht vertretbar, weil wir Begabungsressourcen brach liegen lassen.
Andy (Gast) - 16. Mai, 12:42
Dafür hatten wir bis jetzt noch keinen Amoklauf wie in den ständig angepriesenen "Bildungswohlstaaten"!
harald.walser - 16. Mai, 17:44
Amokläufe haben wir in Österreich und Deutschland ...
im bestehenden System, aber auch in Finnland und anderen Ländern. Sie sind Symptom einer gesellschaftlichen Krise - die Schule kann halt beim besten Willen nicht alle Probleme lösen.
Andy (Gast) - 16. Mai, 19:03
Und warum soll dann ständig an der Schule herumgedoktert werden, siehe Frontalunterricht, Aufnahmeprüfungen, schulautonome Tage, Gesamtschule etc.....
Die Gesellschaft wird ja massgeblich durch die Schule geprägt, nicht umgekehrt. Wenn also die Gesellschaft Probleme hat dadurch, ist es mE. besser, auf bewährtes zurückzugreifen statt ständig neuer Experimente.
Die Gesellschaft wird ja massgeblich durch die Schule geprägt, nicht umgekehrt. Wenn also die Gesellschaft Probleme hat dadurch, ist es mE. besser, auf bewährtes zurückzugreifen statt ständig neuer Experimente.
Plumps! (Gast) - 17. Mai, 11:36
Solange Kinder ohne jede Kenntnis der Unterrichtssprache....
...massenhaft mit 6 Jahren ins Regelschulsystem gesteckt werden und jeden vernünftigen Unterricht in den ersten 4 Jahren unmöglich machen, ist es kein Wunder, dass sich wieder Stimmen regen, mit 10 Jahren zu überprüfen, wen man in welche Schulen schickt.
Der Bildungsstandort Österreich und die soziale Gerechtigkeit wird vor allem dadurch gefährdet, Eltern dazu zu zwingen, ihre Kinder in Privatschulen zu schicken, wenn sie die Bildung der eigenen Kinder für wichtiger halten, als die Sprachgrundkenntnisse der Kinder von Integrationsverweigerern. (Nebenbei: Wie hoch ist in Finnland der Anteil der 6-jährigen ohne ausreichende Kenntnis der Unterrichtsprache im Regelschulsystem? )
In komplexen Systemen hängt nunmal alles zusammen. Werden die Probleme und Bedürfnisse vieler Menschen von den Parteien links der Mitte ignoriert, murren sie. Und werden sie beim ersten nicht politisch korrekten Murren, je nach Thema, als Nazi oder Fan des 19.Jhdt gekeult, werden sie halt rechts der Mitte wählen.
Vielleicht hilfts, nicht empört über die Symptome zu heulen, sondern die Ursache zur Kenntnis zu nehmen! Nur so als Vorschlag an die Grünen.
So rein persönlich:
Für mich wären Aufnahmeprüfungen für 10-jährige (die natürlich Schwachsinn sind) immer noch eher akzeptabel, als eine Politik, in der Schulen nur noch dazu da sind, die Versäumnisse von Integratrionsverweigerern auf Kosten von Sozialschwachen auszugleichen. Gesamtschulen sind sinnvoll. Aber sicher nicht, solange Kinder ohne Sprachkenntnisse dort alles blockieren, wie man es jederzeit in Ottakring in Volksschulen anschauen kann.
Der Bildungsstandort Österreich und die soziale Gerechtigkeit wird vor allem dadurch gefährdet, Eltern dazu zu zwingen, ihre Kinder in Privatschulen zu schicken, wenn sie die Bildung der eigenen Kinder für wichtiger halten, als die Sprachgrundkenntnisse der Kinder von Integrationsverweigerern. (Nebenbei: Wie hoch ist in Finnland der Anteil der 6-jährigen ohne ausreichende Kenntnis der Unterrichtsprache im Regelschulsystem? )
In komplexen Systemen hängt nunmal alles zusammen. Werden die Probleme und Bedürfnisse vieler Menschen von den Parteien links der Mitte ignoriert, murren sie. Und werden sie beim ersten nicht politisch korrekten Murren, je nach Thema, als Nazi oder Fan des 19.Jhdt gekeult, werden sie halt rechts der Mitte wählen.
Vielleicht hilfts, nicht empört über die Symptome zu heulen, sondern die Ursache zur Kenntnis zu nehmen! Nur so als Vorschlag an die Grünen.
So rein persönlich:
Für mich wären Aufnahmeprüfungen für 10-jährige (die natürlich Schwachsinn sind) immer noch eher akzeptabel, als eine Politik, in der Schulen nur noch dazu da sind, die Versäumnisse von Integratrionsverweigerern auf Kosten von Sozialschwachen auszugleichen. Gesamtschulen sind sinnvoll. Aber sicher nicht, solange Kinder ohne Sprachkenntnisse dort alles blockieren, wie man es jederzeit in Ottakring in Volksschulen anschauen kann.
julian (Gast) - 17. Mai, 12:40
einfache lösungen..
waren in österreich immer schon beliebt, auch wenn sie ohne sachliche grundlage und entgegen jeder logik waren ;)
wenigstens wissen wir nun dank plumps, dass wir alle alles immer richtig gemacht haben, schuld sind nur diese integrationsverweigerer. und diese erkennt man ganz einfach an der bald wieder eingeführten oberarm-schleife mit eindeutigem symbol der verweigerung (z.b. religion, sexuelle orientierung, herkunftsland, ..)
wenigstens wissen wir nun dank plumps, dass wir alle alles immer richtig gemacht haben, schuld sind nur diese integrationsverweigerer. und diese erkennt man ganz einfach an der bald wieder eingeführten oberarm-schleife mit eindeutigem symbol der verweigerung (z.b. religion, sexuelle orientierung, herkunftsland, ..)
Plumps! (Gast) - 17. Mai, 13:34
Tja, Herr Julian...
Da sind wir wieder bei der Lieblingskeule.
Da ist einer anderer Meinung? Bestimmt ein Nazi!
Ich habe nie behauptet, dass in Österreich alles passt. Ich stelle nur fest, dass es hier ein massives Problem gibt. Und man muss schon ein Orwell'scher Doppeldenk-Profi sein, um zu übersehen, dass das Kernproblem die fehlenden Deutschkenntnisse hier geborener Migranten-Kinder sind. Und wie sonst sollte man Menschen nennen, die es geschafft haben, die Kinder 3. Generation immer noch von der Landessprache abzuhalten, wenn nicht als Integrationsverweigerer?
Natürlich kann man sich und alle anderen weiter belügen, oder wieder ein neues politisch korrektes Wort erfinden, um sich weiterhin als Teil der Guten und mutigen Widerständler gegen die 90% Nazis fühlen zu können, die Kinder ohne Deutschkenntnisse als Problem empfinden. Es ist ja auch kein Problem, wenn man seine Kinder in Schulen schicken kann, wo es solche Kinder überhaupt nicht gibt.
Wenn Menschen wie Sie so weiter machen, dann löst sich das Problem vermutlich sehr rasch. Wer keine gute Schule für seine Kinder bekommt und dann noch als Nazi beschimpft wird, wird bestimmt bald FPBZÖ wählen. Und die 5%, die weiterhin die Grünen als Integrationsverweigerer-NGO wählen, werden nicht verhinden können, was dann passiert.
Mich persönlich würde das nicht freuen. Obwohl ich mirs überleg. Wenn ich eh schon bei den Nazis bin?
Da ist einer anderer Meinung? Bestimmt ein Nazi!
Ich habe nie behauptet, dass in Österreich alles passt. Ich stelle nur fest, dass es hier ein massives Problem gibt. Und man muss schon ein Orwell'scher Doppeldenk-Profi sein, um zu übersehen, dass das Kernproblem die fehlenden Deutschkenntnisse hier geborener Migranten-Kinder sind. Und wie sonst sollte man Menschen nennen, die es geschafft haben, die Kinder 3. Generation immer noch von der Landessprache abzuhalten, wenn nicht als Integrationsverweigerer?
Natürlich kann man sich und alle anderen weiter belügen, oder wieder ein neues politisch korrektes Wort erfinden, um sich weiterhin als Teil der Guten und mutigen Widerständler gegen die 90% Nazis fühlen zu können, die Kinder ohne Deutschkenntnisse als Problem empfinden. Es ist ja auch kein Problem, wenn man seine Kinder in Schulen schicken kann, wo es solche Kinder überhaupt nicht gibt.
Wenn Menschen wie Sie so weiter machen, dann löst sich das Problem vermutlich sehr rasch. Wer keine gute Schule für seine Kinder bekommt und dann noch als Nazi beschimpft wird, wird bestimmt bald FPBZÖ wählen. Und die 5%, die weiterhin die Grünen als Integrationsverweigerer-NGO wählen, werden nicht verhinden können, was dann passiert.
Mich persönlich würde das nicht freuen. Obwohl ich mirs überleg. Wenn ich eh schon bei den Nazis bin?
steppenhund - 17. Mai, 12:54
Ob man nach Noten selektiert oder nach Aufnahmeprüfungen scheint wohl ziemlich egal zu sein.
Also sollte eine Aufnahmsprüfung, die eher einem Intelligenztest entsprechen kann, wohl gar nicht so abwegig sein. Die Intelligenz, oder zumindest das, was da so gemessen wird, ist nämlich wesentlich weniger sozial-abhängig. Aber vielleicht kämen dann ein paar "reiche" Kinder nicht durch.
Aber vielleicht kann man auch die Prüfung auch durch zwei Fragen ersetzen:
1) Gehst Du gerne in die Schule?
2) Warum?
Die erste Frage wird wohl bald von allen mit ja beantwortet werden, weil man das den Kindern eintrichtern wird, dass sie nur dann zugelassen werden.
Auf die 2. Frage müssen sie mit eigenen Sätzen antworten. Und da scheidet sich wohl sehr bald die Spreu vom Weizen.
Variation: die Eltern werden befragt. Da könnte man auch Auslese betreiben.
Denn es ist nach wie vor das Elternhaus, welches über den Erfolg der Kinder in der Schule bestimmt. Jede andere Behauptung ist das Resultat politischer Agitation.
Aber offen gestanden ist nach der CERN-Geschichte Österreich sowieso unten durch. Da spielt das auch schon keine Rolle mehr. Vielleicht werden wir dann unter den Halbaffen eine führende Rolle einnehmen.
Und offen gestanden, mein Schulsystem von 1956 bis 1969 mag vielleicht veraltet gewesen sein, aber in meiner Bildung und meinem beruflichen Lebensweg nehme ich es mit jedem Abgänger eines modernen Schulversuchs auf. Und ich bewege mich in meinem Fachgebiet an vorderster Front der Entwicklung. Also wer das Wort vom veralteten Schulsystem gebraucht, desavouiert bei mir seine gesamte restliche Argumentation. Tut mir leid, ich habe Sie wirklich für vernünftiger gehalten.
Also sollte eine Aufnahmsprüfung, die eher einem Intelligenztest entsprechen kann, wohl gar nicht so abwegig sein. Die Intelligenz, oder zumindest das, was da so gemessen wird, ist nämlich wesentlich weniger sozial-abhängig. Aber vielleicht kämen dann ein paar "reiche" Kinder nicht durch.
Aber vielleicht kann man auch die Prüfung auch durch zwei Fragen ersetzen:
1) Gehst Du gerne in die Schule?
2) Warum?
Die erste Frage wird wohl bald von allen mit ja beantwortet werden, weil man das den Kindern eintrichtern wird, dass sie nur dann zugelassen werden.
Auf die 2. Frage müssen sie mit eigenen Sätzen antworten. Und da scheidet sich wohl sehr bald die Spreu vom Weizen.
Variation: die Eltern werden befragt. Da könnte man auch Auslese betreiben.
Denn es ist nach wie vor das Elternhaus, welches über den Erfolg der Kinder in der Schule bestimmt. Jede andere Behauptung ist das Resultat politischer Agitation.
Aber offen gestanden ist nach der CERN-Geschichte Österreich sowieso unten durch. Da spielt das auch schon keine Rolle mehr. Vielleicht werden wir dann unter den Halbaffen eine führende Rolle einnehmen.
Und offen gestanden, mein Schulsystem von 1956 bis 1969 mag vielleicht veraltet gewesen sein, aber in meiner Bildung und meinem beruflichen Lebensweg nehme ich es mit jedem Abgänger eines modernen Schulversuchs auf. Und ich bewege mich in meinem Fachgebiet an vorderster Front der Entwicklung. Also wer das Wort vom veralteten Schulsystem gebraucht, desavouiert bei mir seine gesamte restliche Argumentation. Tut mir leid, ich habe Sie wirklich für vernünftiger gehalten.
Reden, Anträge und Ausschussarbeit
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