Kommentare
Vinzenz (Gast) - 30. Mai, 10:31
Wege nach Rom?
Die Grundidee ist klar: Martin Graf muss weg!
Man könnte fast noch weiter gehen: Der vermeindlich rechtsradikale Flügel der FPÖ muss weg.
Die Idee an sich ist löblich und wahrlich humanistisch korrekt, doch eine Frage bleibt:
Könnte es nicht dazu führen, dass die derzeitige permanente Berichterstattung, sei es seitens der Grünen Fraktion oder einfach der Medienlandschaft, der FPÖ mehr nutzt als wie sie ihr schadet?
Wenn dies so ist, ist es dann noch tragbar, diese aufdeckerische und zurecht konträre Parteilinie weiter so zu vollziehen? Eine Frage auf die ich noch keine Antwort gefunden habe.....
Österreicher fühlen sich, sobald einer von Ihnen kritisiert wird, solidarisch mitkritisiert. Ein Beispiel wären die Sanktionen der EU 14, die zum kollektiven Zusammenschluss aller beleidigten Österreicher führten... Austro-Patriotimus par excellence: Sie gegen UNS
Es wäre doch zutiefst schade, wenn durch eine vermeindlich nötige Aktion, mehr Negatives ausgelöst wird, als zuvor eigentlich passiert wäre.
Man könnte fast noch weiter gehen: Der vermeindlich rechtsradikale Flügel der FPÖ muss weg.
Die Idee an sich ist löblich und wahrlich humanistisch korrekt, doch eine Frage bleibt:
Könnte es nicht dazu führen, dass die derzeitige permanente Berichterstattung, sei es seitens der Grünen Fraktion oder einfach der Medienlandschaft, der FPÖ mehr nutzt als wie sie ihr schadet?
Wenn dies so ist, ist es dann noch tragbar, diese aufdeckerische und zurecht konträre Parteilinie weiter so zu vollziehen? Eine Frage auf die ich noch keine Antwort gefunden habe.....
Österreicher fühlen sich, sobald einer von Ihnen kritisiert wird, solidarisch mitkritisiert. Ein Beispiel wären die Sanktionen der EU 14, die zum kollektiven Zusammenschluss aller beleidigten Österreicher führten... Austro-Patriotimus par excellence: Sie gegen UNS
Es wäre doch zutiefst schade, wenn durch eine vermeindlich nötige Aktion, mehr Negatives ausgelöst wird, als zuvor eigentlich passiert wäre.
Alimentarius (Gast) - 30. Mai, 11:15
Genau so sehe ich die Reaktion der Grünen auch
Dazu kommt noch, dass laut Standard es Peter Pilz war, der den inkriminierten Satz, welchen Martin Graf über Ariel Muzicant geschrieben hat, fast wortgetreu, schon im Jahre 1992 über Jörg Haider verbreitet hat. Graf hat wahrscheinlich diese Aktion bewusst gesetzt, weil er wusste, dass Haider damals mit seiner Klage abgeblitzt war. „Die Bemerkung von Martin Graf, Ariel Muzicant sei "Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus", ist in der Tat nahezu ident mit jener, die Peter Pilz 1992 über Jörg Haider gemacht hatte. Bekanntlich nannte der grüne Abgeordnete den damaligen FPÖ-Chef "Ziehvater des rechtsextremen Terrorismus". Pilz wurde daraufhin von Haider geklagt und - ohne Einvernahme des Klägers - freigesprochen. Nicht etwa, weil dem Beklagten der Beweis der Richtigkeit seiner Äußerung gelungen wäre, sondern weil sich die österreichischen Gerichte im Sog der Judikatur des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte endgültig entschlossen hatten, Werturteile sanktionslos zu stellen. Dies mag manchmal wehtun, ist aber im Ergebnis richtig und fördert die Offenheit der politischen Diskussion.“ Die Grünen sollten deshalb besonders vorsichtig sein, wenn sie jetzt permanent den Rücktritt von Martin Graf verlangen. Es ist unbestritten, dass an einen Präsidenten des Nationalrates höhere Anforderungen gestellt werden, als an einen "gewöhnlichen" Abgeordneten. Aber es ist höchst an der Zeit, dass auch die Abgeordneten den "Krieg der Worte" beenden und zur dringend notwendigen Arbeit für Europa und unser Land übergehen.
harald.walser - 30. Mai, 18:06
@ Vinzenz, Alimentarius und Chrom!
Ich kann Chrom nur zustimmen (und ihn bitten, weniger Leerstellen in seinen Beiträgen zu machen): Kann die Reaktion auf Skandale und Gernzüberschreitungen das typisch Österreichische Verschweigen mit dem Totschlagargument "Ihr macht die Blauen nur stärker" sein? Sollen Antisemitismus und Rassimus jetzt einfach hingenommen werden?
Fakt ist: Die ÖVP und Teile der (vor allem Bundesländer-)SPÖ möchten sich die blaue Karte offenhalten und tolerieren mit Pseudo-Entrüstungserklärungen jede Provokation. Wir Grüne werden das nicht tun!
Fakt ist: Die ÖVP und Teile der (vor allem Bundesländer-)SPÖ möchten sich die blaue Karte offenhalten und tolerieren mit Pseudo-Entrüstungserklärungen jede Provokation. Wir Grüne werden das nicht tun!
ÖVPler (Gast) - 31. Mai, 02:40
?!
Zensurtest
Steffi (Gast) - 30. Mai, 12:58
Video als Entscheidungshilfe
Ganz interessant, wenn man noch nicht weiß, ob und warum man zur EU-Wahl gehen soll:
https://www.eva-lichtenberger.eu/index.php?id=6
B I T T E , g'scheite Leut aus ganz Österreich, gehts wählen. Meine Empfehlung: Vorzugsstimme für Eva Lichtenberger!
https://www.eva-lichtenberger.eu/index.php?id=6
B I T T E , g'scheite Leut aus ganz Österreich, gehts wählen. Meine Empfehlung: Vorzugsstimme für Eva Lichtenberger!
Chrom (Gast) - 30. Mai, 16:15
Was ist hier los? Austro-ÖVPismus?
Sehr geehrter Hr. Walser,
das sind, mit etwas Geschichtskenntnis, durchaus Besorgnis erregenden Informationen!
Was geht nur in unserem Parlament vor?
Wer außer ÖVP und FPÖ wird von dieser Regierung überhaupt noch vertreten?
Grafs Aussagen:
- „Wir sehen das nicht so, dass der antifaschistische Grundkonsens die Grundlage unserer Demokratie ist.“
- Seine Forderung nach Abschaffung des NS-Verbotsgesetzes, weil es "menschenrechtswidrig" sei, die "Meinungsfreiheit" und die "politische Tätigkeit" einschränke"
Das sind eindeutig faschistisch-nationalsozialistische Begehren, wie sie auch Neonazis in ihren grausigen, menschenverachtenden Foren vertreten!
In Verbindung gebracht mit der unerklärlichen Abstimmung der SPÖ-Abgeordneten, die Graf trotz Aufklärung der Grünen über seine rechtsextremen Machenschaften teilweise gewält haben
- dann teilweise hier Grafs Rücktritt forderten: https://www.ruecktritt-martin-graf.at
- ihn aber kurz darauf, mit nur einer löblichen Ausnahme geschlossen im Amt behalten wollten
(???????)
Wie rechtfertigt die SPÖ-Spitze ihr unverständliches Wahlverhalten und ÖVP-Dienen ihren stark schwindenden Wählern und Genossen gegenüber?
Man vermerke:
- SPÖ-Politiker, die bei Abstimmungen nur mehr auf ÖVP-Kurs gehen
- SPÖVPFPÖBZÖ-Politiker, die meinen, Politik nur für Priviligierte und Reiche machen zu müssen, nicht aber zum Gemeinwohl
- SPÖVPFPÖBZÖ-Politiker, die unbedingt einen rechtsextremen Burschenschafter der FPÖ im Amt bestätigen wollen,
obwohl sich dieser auf skandalöse Weise geäußert hat, abgesetzt gehört und eine Partei vertritt, welche die Bevölkerung und Religionen rassistisch gegeneinander aufhetzt.
Die ein Fehlverhalten vorlegt, was unzähligen Menschen persönlich schadet und gefährdet.
Graf und Strache hetzen nun auch gegen die Kirche, wie man u. a. auf Grafs Hompage nachlesen kann.
Straches Reaktion auf die Kritik der Kirche am Missbrauch des Kreuzes als Kampfinstrument: "Hier agiert die Moralmafia"
- ÖVP-Politiker, die kleine Milchbauern verarmen lassen, aber großen Bauern hohe Subventionen zukommen lassen
- Politiker, die Arbeitnehmer und Frauen im Stich lassen
- FPÖ-Politiker, die zwar immer vorgeben, für Arbeiter und kleine Leute einzutreten, aber sich wie SPÖÖVPBZÖ dann nur für den Erhalt von Stiftungsprivilegien für die Reichsten des Landes aussprechen
- die gegen eine Spekulationssteuer stimmten, was den Finanzmarkt nur weiterhin destabilisieren und dem Staat keine Einnahmen bringen kann
- Politiker, die folglich weiterhin versuchen, das riesige Staatsdefizit von der arbeitenden Bevölkerung begleichen zu lassen, Reiche und Spekulanten aber von Solidarabgaben freisprechen
- die in einer Wirtschaftskrise nicht gewillt sind, ausreichend Maßnahmen gegen die zunehmende Armut zu setzen, und damit auch nicht präventiv gegen soziale Unruhen und Extremismus wirken
- eine Innenministerin, die den bedrohlich angestiegenen Rechtsextremismus mit geringfügig vorhandenen Linksextremismus gleichsetzt
- seltsame Tricksereien von F-Politikern bei Abstimmungen im Parlament- bereits bei Grafs Wahl
- Peter Pilz beschrieb gestern Unregelmäßigkeiten bei einem offenbar ÖVP/FPÖ-dominierten Verfassungsschutz: https://www.peterpilz.at/
Das ist doch keine Politik mehr, die an ein Festhalten an demokratischen, verfassungsrechtlichen Grundsätzen glauben lässt.
Das ist unglaubwürdig, bedenklich und widersprüchlich!
Und das ist vor allem keine verantwortungsbewusste Friedenspolitik, die einer Krise gerecht wird, die von internationalen Experten gravierender als die um 1930 eingeschätzt wird!
Bitte weiterhin um Aufklärung.
Danke den Grünen, die sich immer mehr als letzte soziale Demokraten erweisen!
das sind, mit etwas Geschichtskenntnis, durchaus Besorgnis erregenden Informationen!
Was geht nur in unserem Parlament vor?
Wer außer ÖVP und FPÖ wird von dieser Regierung überhaupt noch vertreten?
Grafs Aussagen:
- „Wir sehen das nicht so, dass der antifaschistische Grundkonsens die Grundlage unserer Demokratie ist.“
- Seine Forderung nach Abschaffung des NS-Verbotsgesetzes, weil es "menschenrechtswidrig" sei, die "Meinungsfreiheit" und die "politische Tätigkeit" einschränke"
Das sind eindeutig faschistisch-nationalsozialistische Begehren, wie sie auch Neonazis in ihren grausigen, menschenverachtenden Foren vertreten!
In Verbindung gebracht mit der unerklärlichen Abstimmung der SPÖ-Abgeordneten, die Graf trotz Aufklärung der Grünen über seine rechtsextremen Machenschaften teilweise gewält haben
- dann teilweise hier Grafs Rücktritt forderten: https://www.ruecktritt-martin-graf.at
- ihn aber kurz darauf, mit nur einer löblichen Ausnahme geschlossen im Amt behalten wollten
(???????)
Wie rechtfertigt die SPÖ-Spitze ihr unverständliches Wahlverhalten und ÖVP-Dienen ihren stark schwindenden Wählern und Genossen gegenüber?
Man vermerke:
- SPÖ-Politiker, die bei Abstimmungen nur mehr auf ÖVP-Kurs gehen
- SPÖVPFPÖBZÖ-Politiker, die meinen, Politik nur für Priviligierte und Reiche machen zu müssen, nicht aber zum Gemeinwohl
- SPÖVPFPÖBZÖ-Politiker, die unbedingt einen rechtsextremen Burschenschafter der FPÖ im Amt bestätigen wollen,
obwohl sich dieser auf skandalöse Weise geäußert hat, abgesetzt gehört und eine Partei vertritt, welche die Bevölkerung und Religionen rassistisch gegeneinander aufhetzt.
Die ein Fehlverhalten vorlegt, was unzähligen Menschen persönlich schadet und gefährdet.
Graf und Strache hetzen nun auch gegen die Kirche, wie man u. a. auf Grafs Hompage nachlesen kann.
Straches Reaktion auf die Kritik der Kirche am Missbrauch des Kreuzes als Kampfinstrument: "Hier agiert die Moralmafia"
- ÖVP-Politiker, die kleine Milchbauern verarmen lassen, aber großen Bauern hohe Subventionen zukommen lassen
- Politiker, die Arbeitnehmer und Frauen im Stich lassen
- FPÖ-Politiker, die zwar immer vorgeben, für Arbeiter und kleine Leute einzutreten, aber sich wie SPÖÖVPBZÖ dann nur für den Erhalt von Stiftungsprivilegien für die Reichsten des Landes aussprechen
- die gegen eine Spekulationssteuer stimmten, was den Finanzmarkt nur weiterhin destabilisieren und dem Staat keine Einnahmen bringen kann
- Politiker, die folglich weiterhin versuchen, das riesige Staatsdefizit von der arbeitenden Bevölkerung begleichen zu lassen, Reiche und Spekulanten aber von Solidarabgaben freisprechen
- die in einer Wirtschaftskrise nicht gewillt sind, ausreichend Maßnahmen gegen die zunehmende Armut zu setzen, und damit auch nicht präventiv gegen soziale Unruhen und Extremismus wirken
- eine Innenministerin, die den bedrohlich angestiegenen Rechtsextremismus mit geringfügig vorhandenen Linksextremismus gleichsetzt
- seltsame Tricksereien von F-Politikern bei Abstimmungen im Parlament- bereits bei Grafs Wahl
- Peter Pilz beschrieb gestern Unregelmäßigkeiten bei einem offenbar ÖVP/FPÖ-dominierten Verfassungsschutz: https://www.peterpilz.at/
Das ist doch keine Politik mehr, die an ein Festhalten an demokratischen, verfassungsrechtlichen Grundsätzen glauben lässt.
Das ist unglaubwürdig, bedenklich und widersprüchlich!
Und das ist vor allem keine verantwortungsbewusste Friedenspolitik, die einer Krise gerecht wird, die von internationalen Experten gravierender als die um 1930 eingeschätzt wird!
Bitte weiterhin um Aufklärung.
Danke den Grünen, die sich immer mehr als letzte soziale Demokraten erweisen!
harald.walser - 30. Mai, 18:29
Ich stimme Ihnen größtenteils zu!
Siehe meine Antwort an Vinzenz und Alimentarius. Und rein formal hier nochmals meine Bitte: weniger Leerstellen in ihren Beiträgen!
Steffi (Gast) - 31. Mai, 07:41
Letzter Club 2
Die Aussage im Club 2 mit dem Thema "Wie rechts sind die Jugendlichen" von A. Khol war find ich sehr entlarvend:
Schüssel hat mit FPÖ-Haider koaliert, weil er der Nazi-Gesinnung "abgeschworen" hat. Das was sich jetzt im Parlament
abspielt, hätten seine Nachfolger zu verantworten (frei nach dem Motto: "geht, geht, geht mich nix an...")
Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich diese Aussage in die Gesinnungskategorie "Naiv-dumm-verantwortungslos" oder
"Verlogen-rücksichtslos-asozial" einordnen soll.
Beide Varianten hätten m.E. in der Politik nichts verloren, die Mehrheit der Österreicher hat sie anscheinend gewählt.
(Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber?)
Ist das wirklich die Einstellung der Mehrheit im Lande, dann hätten wir es nicht besser verdient.
Daher, denn jede Stimme zählt: G R Ü N WÄHLEN und auf jeden Fall zu jeder Wahl gehen! Wirken wir der Entmenschlichung entgegen!
Schüssel hat mit FPÖ-Haider koaliert, weil er der Nazi-Gesinnung "abgeschworen" hat. Das was sich jetzt im Parlament
abspielt, hätten seine Nachfolger zu verantworten (frei nach dem Motto: "geht, geht, geht mich nix an...")
Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich diese Aussage in die Gesinnungskategorie "Naiv-dumm-verantwortungslos" oder
"Verlogen-rücksichtslos-asozial" einordnen soll.
Beide Varianten hätten m.E. in der Politik nichts verloren, die Mehrheit der Österreicher hat sie anscheinend gewählt.
(Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber?)
Ist das wirklich die Einstellung der Mehrheit im Lande, dann hätten wir es nicht besser verdient.
Daher, denn jede Stimme zählt: G R Ü N WÄHLEN und auf jeden Fall zu jeder Wahl gehen! Wirken wir der Entmenschlichung entgegen!
Chrom (Gast) - 1. Jun, 16:16
Die Grünen haben recht!
Lieber Hr. Walser,
danke für Ihre Antwort. Sie schreiben Sie stimmen mir größtenteils zu- worin liege ich mit meinen Wahrnehmungen und Interpretationen falsch? Ich beobachte die politischen Vorgänge nur über die Medien, eher fassungslos, und wäre froh um alles, wo ich mich irre und was mich nicht kohlrabenschwarz denken lässt. Ich komme seit vielen Jahren in den zweifelhaften Genuss jegliche unsoziale und ungerechte Gesetzgebung persönlich ausbaden zu müssen. Wenn man Alleinerzieher ist und kranke Angehörige hat, wird man geradezu in Isolationshaft und Armut getrieben und kann überhaupt nichts dagegen tun!
Ich meine ich hätte das nicht verdient. Wenn man ein Leben lang für 3 Leute gearbeitet, sich stets redlich, bemüht, sozial und gesetzeskonform verhalten hat, muss man sich nicht jeden Spott und Hohn gefallen lassen, auch wenn das immer kommt wie das Amen im Gebet.
Im Moment nehme ich diese Krise und die Art wie mit ihr politisch umgegangen wird ebenso wahr: Als Spott, Hohn, Beleidigung und Bedrohung.
Alles was Grüne vernünftigerweise fordern, was konstruktiv, gerecht, hilfreich, gesund, normal, menschlich, sozial und sinnvoll wäre, was präventiv gegen Extremismus und Kriminalität wirken und den Frieden erhalten würde und auf eine Zukunft hoffen ließe..., wird von allen anderen Parteien knallhart abgelehnt oder verschoben.
Zuvörderst zu nennen wäre die Mindestsicherung, die offensichtlich auf den SPÖ-Nimmerleinstag verlegt wurde, welchen wir jede Legislaturperiode feiern dürfen.
Abstimmungen über Gesetze erfolgen meist unsozial und so, dass sie Arme nur noch tiefer in Not und Einkommensschwache in Armutgefährdung drängen können, während man die Reichsten weiterhin einseitig fördert und von Steuern befreit.
Im Budget wurden zuerst die Mittel für Behinderte gekürzt. Die Justizministerin (ÖVP) hat neue Sachwaltergebühren eingeführt (mind. 110 Euro) Das trifft wieder nur die Ärmsten und Kränksten! Rechtshilfen werden ärmeren Schichten zunehmend unzugänglich gemacht.
Auf sozialen Ämtern, Krankenkassen und Pensionsversicherung verhält man sich aber ebenso arg und schiebt Hifsbedürftige einfach nur zynisch ab.
Dieser Sozialstaat, von dem viele meinen es gäbe ihn noch, ist dann wenn ihn jemand braucht, plötzlich verschwunden. Wir haben ihn aber viele Jahre mitfinanziert, hohe Steuern , Sozialabgaben und Pensionsversicherung bezahlt. Das ist unser eigenes Geld das uns vorenthalten wird!
Wer in der warmen Stube sitzt, wird das kaum bemerken und wer nicht in Zeitungsforen liest, dem wird auch nicht auffallen, dass es dort von Neonazis nur so wimmelt, die extrem brutale Ansichten vertreten!
All das gab es früher nicht. Das sind die realen Auswirkungen dieser unsozialen Regierung!
In den letzten Jahren wurde tatsächlich ein demokratischer Konsens verlassen, der sich für viele Menschen fatal auswirkt.
Gleichheitsgrundsätze werden mit Füßen getreten! Das Verantwortungsprinzip und rechtliche Konsequenzen gelten zu oft nur mehr für Arme.
Reiche und Politiker, die sich, wie Graf, nicht dem Allgemeinwohl und der Verfassung verpflichtet fühlen, erfahren keine Konsequenzen.
So beschränkt und destruktiv diese Neonazis nun sind, sie sind das nicht grundlos. Die ÖVP züchtet sie doch geradezu systematisch durch Ungerechtigkeiten aller Art heran, der die SPÖ nicht genug entgegnet. Die Radikalisierung ist nicht nur durch Ausländerfeindlichkeit bedingt, das ist Folge einer Selektionspolitik die vor allem Jugendlichen und unterpriviligierten Schichten real Lebenschancen nimmt. Zum Teil ist das auch ein berechtigter Protest!
Leider scheinen einige an kognitiven Fehlleistungen zu leiden. Viele verstehen die einfachsten Zusammenhänge und Ursachen nicht. Bzw. unterstehen wir auch einem Medienkartell, das nicht wahrheitsgemäß informiert. (Kronenzeitung, etc.) FPÖBZÖ-Wähler hätten spätestens mit der Ablehnung der Stiftungssteuer überlauern müssen, dass sie von ihren "Rettern" genauso verschaukelt werden.
Die untersten Einkommen, die es ohnehin am schwersten haben, erhielten bei der letzten Steuerreform auch keine Entlastung. Benachteiligt und betroffen sind größtenteils Jugendliche, Arbeitslose, Lehrlinge, Praktikanten, kleine Arbeiter, Angestellte und Bauern, Alleinerzieher, Frauen, Kranke oder Menschen mit Betreuungspflichten für Kinder, kranke oder behinderte Angehörige, u.s.w. Viele können, selbst wenn sie wollten, gar nicht Vollzeit arbeiten, außer sie lassen ihre Familien im Stich.
Österreichs Fraueneinkommen sind OECD-weit am zweitniedrigsten! Vorarlbergerinnen verdienen überhaupt nur ein mehr ein halbes Männergehalt. Das wirkt sich bei Arbeitsplatzverlust natürlich auch auf Arbeitslosengeld und Notstandshilfe aus, die bei Frauen durchschnittl. um 500 Euro liegt. Wie soll jemand damit eine Familie durchbringen oder seinen Kindern gar Nachhilfestunden bezahlen? Diese Politik erzeugt endlose Teufelskreise und Chancenlosigkeiten! Das kann nur Not, Unmut, Depressionen, Aggressionen und Demotivation fördern, aber nicht ermutigen und keinen Konsum wieder ankurbeln. Arbeit und Leistung sollte sich für jeden wieder lohnen und nicht bestraft werden!
Laut OECD steigt die Abgabenlast für Gering- und Durchschnittsverdiener in Österreich seit vier Jahren sogar besonders an!
Siehe Margit Schratzenstaller - Arbeit weiter entlasten: https://derstandard.at/?url=/?id=1242317067078%23forumstart
Vermögen werden OECD-weit am zweitniedrigsten besteuert und reiche Familien bekommen OECD-weit am meisten Sozialleistungen!
Wen würde diese gefährliche Schieflage nicht an die Zwischenkriegszeit erinnern?
Hoffentlich beginnt man doch etwas nachzudenken und verantwortungsbewusster zu werden!
Das ganze Ideologie-Geschwätz ist doch nur vorgeschoben. Ideologien sind auch genauso gefährlich und schädlich wie religiöser Fundamentalismus.
Es will einfach niemand seine Privilegien abgeben, die er sich in größter, neoliberaler "Freiheit" herausnahm. Das ist aber gerade in Krisen nötig!
Es geht nicht um Wortgefechte, sondern um Gesetze, die mehr soziale Gerechtigkeit und Frieden schaffen.
Hier wären ausnahmslos alle Parteien und Staatsbeamten gefordert für gerechtere Rahmenbedingungen zu sorgen und sich an die Verfassung zu halten.
Das ist ihre ureigenste Aufgabe und Verantwortung, dafür werden sie als Volksvertreter eingesetzt und bezahlt.
Bürger haben nicht die Möglichkeit Gesetze zu ändern.
Ich kann die Grünen nur in allem bestätigen, was sie anständigerweise vorbringen und hoffe viele nutzen die EU-Wahl um ihnen ihr Vertrauen auszusprechen. Die anderen haben es sich nicht verdient.
Viele Grüße!
PS. Ich hoffe meine Absätze wurden nicht wieder zu groß, bzw. zu groß dargestellt.
danke für Ihre Antwort. Sie schreiben Sie stimmen mir größtenteils zu- worin liege ich mit meinen Wahrnehmungen und Interpretationen falsch? Ich beobachte die politischen Vorgänge nur über die Medien, eher fassungslos, und wäre froh um alles, wo ich mich irre und was mich nicht kohlrabenschwarz denken lässt. Ich komme seit vielen Jahren in den zweifelhaften Genuss jegliche unsoziale und ungerechte Gesetzgebung persönlich ausbaden zu müssen. Wenn man Alleinerzieher ist und kranke Angehörige hat, wird man geradezu in Isolationshaft und Armut getrieben und kann überhaupt nichts dagegen tun!
Ich meine ich hätte das nicht verdient. Wenn man ein Leben lang für 3 Leute gearbeitet, sich stets redlich, bemüht, sozial und gesetzeskonform verhalten hat, muss man sich nicht jeden Spott und Hohn gefallen lassen, auch wenn das immer kommt wie das Amen im Gebet.
Im Moment nehme ich diese Krise und die Art wie mit ihr politisch umgegangen wird ebenso wahr: Als Spott, Hohn, Beleidigung und Bedrohung.
Alles was Grüne vernünftigerweise fordern, was konstruktiv, gerecht, hilfreich, gesund, normal, menschlich, sozial und sinnvoll wäre, was präventiv gegen Extremismus und Kriminalität wirken und den Frieden erhalten würde und auf eine Zukunft hoffen ließe..., wird von allen anderen Parteien knallhart abgelehnt oder verschoben.
Zuvörderst zu nennen wäre die Mindestsicherung, die offensichtlich auf den SPÖ-Nimmerleinstag verlegt wurde, welchen wir jede Legislaturperiode feiern dürfen.
Abstimmungen über Gesetze erfolgen meist unsozial und so, dass sie Arme nur noch tiefer in Not und Einkommensschwache in Armutgefährdung drängen können, während man die Reichsten weiterhin einseitig fördert und von Steuern befreit.
Im Budget wurden zuerst die Mittel für Behinderte gekürzt. Die Justizministerin (ÖVP) hat neue Sachwaltergebühren eingeführt (mind. 110 Euro) Das trifft wieder nur die Ärmsten und Kränksten! Rechtshilfen werden ärmeren Schichten zunehmend unzugänglich gemacht.
Auf sozialen Ämtern, Krankenkassen und Pensionsversicherung verhält man sich aber ebenso arg und schiebt Hifsbedürftige einfach nur zynisch ab.
Dieser Sozialstaat, von dem viele meinen es gäbe ihn noch, ist dann wenn ihn jemand braucht, plötzlich verschwunden. Wir haben ihn aber viele Jahre mitfinanziert, hohe Steuern , Sozialabgaben und Pensionsversicherung bezahlt. Das ist unser eigenes Geld das uns vorenthalten wird!
Wer in der warmen Stube sitzt, wird das kaum bemerken und wer nicht in Zeitungsforen liest, dem wird auch nicht auffallen, dass es dort von Neonazis nur so wimmelt, die extrem brutale Ansichten vertreten!
All das gab es früher nicht. Das sind die realen Auswirkungen dieser unsozialen Regierung!
In den letzten Jahren wurde tatsächlich ein demokratischer Konsens verlassen, der sich für viele Menschen fatal auswirkt.
Gleichheitsgrundsätze werden mit Füßen getreten! Das Verantwortungsprinzip und rechtliche Konsequenzen gelten zu oft nur mehr für Arme.
Reiche und Politiker, die sich, wie Graf, nicht dem Allgemeinwohl und der Verfassung verpflichtet fühlen, erfahren keine Konsequenzen.
So beschränkt und destruktiv diese Neonazis nun sind, sie sind das nicht grundlos. Die ÖVP züchtet sie doch geradezu systematisch durch Ungerechtigkeiten aller Art heran, der die SPÖ nicht genug entgegnet. Die Radikalisierung ist nicht nur durch Ausländerfeindlichkeit bedingt, das ist Folge einer Selektionspolitik die vor allem Jugendlichen und unterpriviligierten Schichten real Lebenschancen nimmt. Zum Teil ist das auch ein berechtigter Protest!
Leider scheinen einige an kognitiven Fehlleistungen zu leiden. Viele verstehen die einfachsten Zusammenhänge und Ursachen nicht. Bzw. unterstehen wir auch einem Medienkartell, das nicht wahrheitsgemäß informiert. (Kronenzeitung, etc.) FPÖBZÖ-Wähler hätten spätestens mit der Ablehnung der Stiftungssteuer überlauern müssen, dass sie von ihren "Rettern" genauso verschaukelt werden.
Die untersten Einkommen, die es ohnehin am schwersten haben, erhielten bei der letzten Steuerreform auch keine Entlastung. Benachteiligt und betroffen sind größtenteils Jugendliche, Arbeitslose, Lehrlinge, Praktikanten, kleine Arbeiter, Angestellte und Bauern, Alleinerzieher, Frauen, Kranke oder Menschen mit Betreuungspflichten für Kinder, kranke oder behinderte Angehörige, u.s.w. Viele können, selbst wenn sie wollten, gar nicht Vollzeit arbeiten, außer sie lassen ihre Familien im Stich.
Österreichs Fraueneinkommen sind OECD-weit am zweitniedrigsten! Vorarlbergerinnen verdienen überhaupt nur ein mehr ein halbes Männergehalt. Das wirkt sich bei Arbeitsplatzverlust natürlich auch auf Arbeitslosengeld und Notstandshilfe aus, die bei Frauen durchschnittl. um 500 Euro liegt. Wie soll jemand damit eine Familie durchbringen oder seinen Kindern gar Nachhilfestunden bezahlen? Diese Politik erzeugt endlose Teufelskreise und Chancenlosigkeiten! Das kann nur Not, Unmut, Depressionen, Aggressionen und Demotivation fördern, aber nicht ermutigen und keinen Konsum wieder ankurbeln. Arbeit und Leistung sollte sich für jeden wieder lohnen und nicht bestraft werden!
Laut OECD steigt die Abgabenlast für Gering- und Durchschnittsverdiener in Österreich seit vier Jahren sogar besonders an!
Siehe Margit Schratzenstaller - Arbeit weiter entlasten: https://derstandard.at/?url=/?id=1242317067078%23forumstart
Vermögen werden OECD-weit am zweitniedrigsten besteuert und reiche Familien bekommen OECD-weit am meisten Sozialleistungen!
Wen würde diese gefährliche Schieflage nicht an die Zwischenkriegszeit erinnern?
Hoffentlich beginnt man doch etwas nachzudenken und verantwortungsbewusster zu werden!
Das ganze Ideologie-Geschwätz ist doch nur vorgeschoben. Ideologien sind auch genauso gefährlich und schädlich wie religiöser Fundamentalismus.
Es will einfach niemand seine Privilegien abgeben, die er sich in größter, neoliberaler "Freiheit" herausnahm. Das ist aber gerade in Krisen nötig!
Es geht nicht um Wortgefechte, sondern um Gesetze, die mehr soziale Gerechtigkeit und Frieden schaffen.
Hier wären ausnahmslos alle Parteien und Staatsbeamten gefordert für gerechtere Rahmenbedingungen zu sorgen und sich an die Verfassung zu halten.
Das ist ihre ureigenste Aufgabe und Verantwortung, dafür werden sie als Volksvertreter eingesetzt und bezahlt.
Bürger haben nicht die Möglichkeit Gesetze zu ändern.
Ich kann die Grünen nur in allem bestätigen, was sie anständigerweise vorbringen und hoffe viele nutzen die EU-Wahl um ihnen ihr Vertrauen auszusprechen. Die anderen haben es sich nicht verdient.
Viele Grüße!
PS. Ich hoffe meine Absätze wurden nicht wieder zu groß, bzw. zu groß dargestellt.
Chrom (Gast) - 1. Jun, 16:31
Liebe Steffi,
deine Wahrnehmungen kann ich nur teilen. Auch betreffs Glawischnig oder Khol im Club2. Man kann eben nicht allen ein U für ein O vormachen. Am besten man hält sich an unabhängige Studien wie z.B. den Armut- und Reichtumsbericht: https://tinyurl.com/cy72mx
Oder den Sozialbericht des Sozialministers: https://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/III/III_00027/imfname_148236.pdf
Da steht eh alles drin wo es hapert.
Liebe Grüße und alles Gute!
Oder den Sozialbericht des Sozialministers: https://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/III/III_00027/imfname_148236.pdf
Da steht eh alles drin wo es hapert.
Liebe Grüße und alles Gute!
harald.walser - 1. Jun, 18:10
@ Chrom
Ich kann Ihrer Analyse inhaltlich - leider - nur zustimmen, wir treiben in Österreich einer gefährlichen Entwicklung entgegen, weil die SPÖ nicht in der Lage ist, der langjährigen (schon vor Schwarz-Blau begonnenen) Entwicklung wirksam etwas entgegenzusetzen. Die von Ihnen angegebenen Links bestätigen das.
Das "fast" bezieht sich nur auf die Einschätzung der PolitikerInnen: Es gibt in Reihen von SPÖVP zumindest einige, mit denen man vernünftig reden kann. Allein, da haben Sie recht, die große Linie für eine sozialere Politik fehlt. Als alter Optimist gebe ich aber die Hoffnung nicht auf.
Zu meiner Bitte: Ich möchte nicht zu formalistisch wirken, aber Sie schreiben sehr lange Beiträge, die zusätzlich durch unnötige Leerzeilen verlängert werden.
Das "fast" bezieht sich nur auf die Einschätzung der PolitikerInnen: Es gibt in Reihen von SPÖVP zumindest einige, mit denen man vernünftig reden kann. Allein, da haben Sie recht, die große Linie für eine sozialere Politik fehlt. Als alter Optimist gebe ich aber die Hoffnung nicht auf.
Zu meiner Bitte: Ich möchte nicht zu formalistisch wirken, aber Sie schreiben sehr lange Beiträge, die zusätzlich durch unnötige Leerzeilen verlängert werden.
One Brick (Gast) - 30. Mai, 21:36
Kampf gegen Rechts
Kann vielleicht jemand in der Grünen Regie-Etage der Bundessprecherin ausreichend Sprech-Vorbereitung zu ZIB2-Konfrontationen gönnen, damit sie im ORF nicht (wie immer) im hektischen Stakkato daherkommt sondern dem betont ruhig, gefasst und besonnen wirkendem Graf endlich einmal die überlegene Postion abräumt?
Zur Sache: der Graf-Sager ("..weswegen sich viele Menschen fragen, ob er (Muzicant) nicht der Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus sei") ist ja als pure Provokation angelegt gewesen. Dass die Grünen auf jedes Hölzerl dass ihnen geworfen werden wie vorpgrogrammiert binnen Sekunden von 0 auf 100 hochfahren beweist nur, dass die FPÖ das Verhalten der Grünen in der Hand hat. Kein besonders glorreicher Eindruck.
Allerdings ist es den Grünen im Rahmen der "Weg mit Graf"-Aktion gelungen, die Sozi (wieder einmal) in die Falle tappen zu lassen, gratuliere!: zuerst auf der WWW-Plattform gegen Graf unterschreiben und im Parlament den Schwanz einziehen. 1A Wahlkampfmunition um sozialdemokratisch eingestellen Österreichern zu zeigen, dass die SPÖ nicht ihre Partei ist.
Im Übrigen denke ich, dass sich Ariel Muzicant ganz ausgezeichnet selbst verteidigen kann - das Grüne 200%-Engagement hat er nicht notwendig. Derart "Best of Böse" ist eine untergriffige Ansage, die auf den ersten Blick als Provokation zu erkennen ist, auch wieder nicht. Mir macht da die Ablehnung des antifaschistischen Grundkonsens als Grundstein der 2. Republik wesentlich mehr Sorgen (da kann ich mich nicht an grünes Aufheulen erinnern).
Es ist absolut notwendig sich dafür einzusetzen, dass Leuten dieses Schlages keine politische Karriere ermöglicht wird - vielleicht lässt sich die Gewichtung aber dahin verschieben, dass daraus kein Naheverhältnis der Grünen mit jedweder Religionsgemeinschaft unterstellt werden kann.
Ich bin auch überzeugt dass der "Kampf gegen Rechts" um keinen Schritt vorangetrieben wird, indem grüne Spitzenfunktionäre immer wieder betonen wie wichtig der "Kampf gegen Rechts" sei. Das schafft nur klare Fronten bei jenen (u.a. Jungwählern), die sich bei der einen oder anderen Wahl schon einmal - und sei es nur "aus Protest" - für blau oder orange entschieden haben. Derartige Ansagen stärken nur das Zugehörigkeitsgefühl, führen den (jungen) Wählern aber nicht vor Augen, dass die Welt eines Martin Graf keinesfalls die ist in der sie leben wollen.
Wirksam kann man Leute wie Graf als 3. NR-Präsidenten nur verhindern, indem man schaut, dass man selber 3.stärkste Fraktion bleibt bzw. wird. Der immer groß inszenierte "Kampf gegen Rechts" findet nämlich nicht beim heiteren Tomatenwerfen bei FPÖ-Kundgebungen unter Neonazi-Beteiligung statt und auch nicht bei der Mobilisation gegen Graf als 3. NR-Präsidenten, sondern am Wahltag.
Nachdem die Stimmverluste bei der NR-Wahl 2008 der Grossparteien geschlossen zu blau und orange gewandert sind vermisse ich noch immer die neue Strategie des grünen Think-Tanks. Wenn sich die Grünen Funktionäre weiterhin beharrlich weigern erkennbare Konsequenzen aus dem 2008-Debakel zu ziehen werden noch ganz andere Ämter mit Graf & Consorten besetzt werden, die dann im Fernsehen überlegen lächeln während irgendein Grüner furchtbar aufgeregt hyperventiliert.
Zur Sache: der Graf-Sager ("..weswegen sich viele Menschen fragen, ob er (Muzicant) nicht der Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus sei") ist ja als pure Provokation angelegt gewesen. Dass die Grünen auf jedes Hölzerl dass ihnen geworfen werden wie vorpgrogrammiert binnen Sekunden von 0 auf 100 hochfahren beweist nur, dass die FPÖ das Verhalten der Grünen in der Hand hat. Kein besonders glorreicher Eindruck.
Allerdings ist es den Grünen im Rahmen der "Weg mit Graf"-Aktion gelungen, die Sozi (wieder einmal) in die Falle tappen zu lassen, gratuliere!: zuerst auf der WWW-Plattform gegen Graf unterschreiben und im Parlament den Schwanz einziehen. 1A Wahlkampfmunition um sozialdemokratisch eingestellen Österreichern zu zeigen, dass die SPÖ nicht ihre Partei ist.
Im Übrigen denke ich, dass sich Ariel Muzicant ganz ausgezeichnet selbst verteidigen kann - das Grüne 200%-Engagement hat er nicht notwendig. Derart "Best of Böse" ist eine untergriffige Ansage, die auf den ersten Blick als Provokation zu erkennen ist, auch wieder nicht. Mir macht da die Ablehnung des antifaschistischen Grundkonsens als Grundstein der 2. Republik wesentlich mehr Sorgen (da kann ich mich nicht an grünes Aufheulen erinnern).
Es ist absolut notwendig sich dafür einzusetzen, dass Leuten dieses Schlages keine politische Karriere ermöglicht wird - vielleicht lässt sich die Gewichtung aber dahin verschieben, dass daraus kein Naheverhältnis der Grünen mit jedweder Religionsgemeinschaft unterstellt werden kann.
Ich bin auch überzeugt dass der "Kampf gegen Rechts" um keinen Schritt vorangetrieben wird, indem grüne Spitzenfunktionäre immer wieder betonen wie wichtig der "Kampf gegen Rechts" sei. Das schafft nur klare Fronten bei jenen (u.a. Jungwählern), die sich bei der einen oder anderen Wahl schon einmal - und sei es nur "aus Protest" - für blau oder orange entschieden haben. Derartige Ansagen stärken nur das Zugehörigkeitsgefühl, führen den (jungen) Wählern aber nicht vor Augen, dass die Welt eines Martin Graf keinesfalls die ist in der sie leben wollen.
Wirksam kann man Leute wie Graf als 3. NR-Präsidenten nur verhindern, indem man schaut, dass man selber 3.stärkste Fraktion bleibt bzw. wird. Der immer groß inszenierte "Kampf gegen Rechts" findet nämlich nicht beim heiteren Tomatenwerfen bei FPÖ-Kundgebungen unter Neonazi-Beteiligung statt und auch nicht bei der Mobilisation gegen Graf als 3. NR-Präsidenten, sondern am Wahltag.
Nachdem die Stimmverluste bei der NR-Wahl 2008 der Grossparteien geschlossen zu blau und orange gewandert sind vermisse ich noch immer die neue Strategie des grünen Think-Tanks. Wenn sich die Grünen Funktionäre weiterhin beharrlich weigern erkennbare Konsequenzen aus dem 2008-Debakel zu ziehen werden noch ganz andere Ämter mit Graf & Consorten besetzt werden, die dann im Fernsehen überlegen lächeln während irgendein Grüner furchtbar aufgeregt hyperventiliert.
harald.walser - 30. Mai, 22:41
Na da scheint sich ja ein Stratege anzubieten ...
für eine künftige erfolgversprechende Strategie. Nur damit es gesagt ist: In Europa sind Österreichs Grüne die erfolgreichste Partei.
One Brick (Gast) - 31. Mai, 07:46
Besten Dank für die sachliche Antwort. Mehr als Spott&Hohn sind ab 22h offenbar nicht drin.
Wie das Herumgedruckse mit der "Grüne Vorwahlen"-Initiative illustriert gibt es innerhalb der Grünen eine beachtlich große Gruppe, die sich heftig gegen Innovationen zu Wehr setzt. Anstatt etwa 200 Engagierte und oft langjährige Grünwähler in die Organisation zu integrieren und den Schwung dieses Impulses nutzbar zu machen werden die Leute vor den Kopf gestossen und signalisiert: "Lieber wärs uns, ihr lassts uns in Ruh!". Soviel zum Kapitel "sich den Grünen anbieten".
Über den Hinweis "In Europa sind die Austro-Grünen die erfolgreichsten" reden wir in einer Woche weiter, wenn - wieder einmal - ein Blauer neben der zerknirschten Grünen jubelt, weil seinen frisch akquirierten ex-rot/schwarz-Wählern keiner klar gemacht hat, dass sich ihre Lage durch rassistische Hetzparolen nicht verbessern kann während gleichzeitig echte Alternativen bestehen.
Wie das Herumgedruckse mit der "Grüne Vorwahlen"-Initiative illustriert gibt es innerhalb der Grünen eine beachtlich große Gruppe, die sich heftig gegen Innovationen zu Wehr setzt. Anstatt etwa 200 Engagierte und oft langjährige Grünwähler in die Organisation zu integrieren und den Schwung dieses Impulses nutzbar zu machen werden die Leute vor den Kopf gestossen und signalisiert: "Lieber wärs uns, ihr lassts uns in Ruh!". Soviel zum Kapitel "sich den Grünen anbieten".
Über den Hinweis "In Europa sind die Austro-Grünen die erfolgreichsten" reden wir in einer Woche weiter, wenn - wieder einmal - ein Blauer neben der zerknirschten Grünen jubelt, weil seinen frisch akquirierten ex-rot/schwarz-Wählern keiner klar gemacht hat, dass sich ihre Lage durch rassistische Hetzparolen nicht verbessern kann während gleichzeitig echte Alternativen bestehen.
Steffi (Gast) - 31. Mai, 08:05
So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein: Ich finde, dass alle Grünen im Parlament (im Gegensatz zum nichtsagenden, selbstherrlichen Gelaber der anderen Abgeordneten) die Probleme klar ansprechen und auch intelligente Lösung vorbringen. Diese werden erst von den ÖVPler als lächerliche, unpraktikable Träumereien abqualifiziert, kurz darauf teilweise übernommen und als eigene Ideen stolz präsentiert. Kleines Beispiel: Berlakovic hat sich kürzlich selbst als "bekanntlich überzeugter Anhänger der Energieautarkie" bezeichnet. Während der "Gaskrise" wurde dies in einer ORF-Diskussion als grüne unrealistische Träumerei dargestellt, weil es ja in der Marktwirtschaft so wahnsinnig wichtig wäre, als Handelspartner Energie in Russland einzukaufen.
Ich bin ein absoluter Fan von Frau Glawischnig, sie trifft mit ihren Aussagen punktgenau den Kern des Problem. Vielen Dank für
das tolle Engagement, wie auch allen anderen Grünen - solange ihr für uns sprecht, ist noch nicht alles verloren.
Ich bin ein absoluter Fan von Frau Glawischnig, sie trifft mit ihren Aussagen punktgenau den Kern des Problem. Vielen Dank für
das tolle Engagement, wie auch allen anderen Grünen - solange ihr für uns sprecht, ist noch nicht alles verloren.
harald.walser - 31. Mai, 14:53
@ One Brick
Beim Austeilen stark, ansonsten ein Glaskinn? Niemand, der bei uns mitarbeiten möchte und die grünen Grundpositionen teilt, wird ausgeschlossen - ganz im Gegenteil.
harald.walser - 31. Mai, 14:55
@ Steffi!
Danke für Deine Beiträge - tut gut, wenn man auch positive BlogerInnen hat. Übrigens: Eva Glawischnig macht wirklich einen tollen Job. Obwohl es nur noch eineinhalb Monate bis zur Geburt ihres zweiten Kindes sind, führt sie Parlamentsklub und Partei unaufgeregt, offen und dennoch mit klaren Positionen!
One Brick (Gast) - 31. Mai, 22:20
Steffi,
so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen auch wieder nicht. An den Grünen Positionen und der Arbeit *im* Parlament habe ich ja gar nicht viel ausgesetzt.
In meinem Kommentar geht es darum, wie die Kommunikation nach aussen abläuft und welche Schwerpunkte hier gesetzt werden. Diesen Bereich halte ich für überarbeitungsbedürftig, da mit dieser Linie die grünen Positionen nicht so transportiert werden, dass Rot/Schwarz-Enttäuschte darin eine unterstützenswerte Alternative erkennen können. Die jüngsten Wahlergebnisse - und wenn die Progrnosen nicht total daneben liegen auch die kommende EU-Wahl - geben mit da leider Recht.
An den Reaktionen von Harald Walser (halbwitzige Bemerkungen statt sachlicher Auseinandersetzung) ist zu erkennen, dass dem Grünen Establishment das Problem sehr wohl bewusst ist, in dieser Frage aber handlungsunfähig ist - und das steigert die Alarmstimmung noch zusätzlich.
Aus Sätzen wie "Wir machen eh einen tollen Job" und "Es tut gut, positive Blogbeiträge zu lesen" kann ich nicht den Drive herauslesen, den die Grünen brauchen um dem rechten Höhenflug Paroli zu bieten.
Es ist eben ein großer Irrtum anzunehmen, dass es ausreicht vor der Fernsehkamera den "Kampf gegen Rechts " zu postulieren und sich selbst als einzige Alternative zu inszenieren. Das mobilisiert nicht einmal mehr die eigene Klientel.
Der Kampf gegen Rechts schaut anders aus: der findet beim Wettbewerb um Ex-Rot/Schwarz-Wähler statt und dazu fällt den Grünen nicht mehr ein als "Wir sind ja eh super!" - und weiter zur Tagesordnung die sich immer mehr in Selbstverwaltung erschöpft.
Leider gibt es keine Alternative zu den Grünen - sonst wäre ich nicht so verzweifelt ob dieser lähmenden Trägheit.
so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen auch wieder nicht. An den Grünen Positionen und der Arbeit *im* Parlament habe ich ja gar nicht viel ausgesetzt.
In meinem Kommentar geht es darum, wie die Kommunikation nach aussen abläuft und welche Schwerpunkte hier gesetzt werden. Diesen Bereich halte ich für überarbeitungsbedürftig, da mit dieser Linie die grünen Positionen nicht so transportiert werden, dass Rot/Schwarz-Enttäuschte darin eine unterstützenswerte Alternative erkennen können. Die jüngsten Wahlergebnisse - und wenn die Progrnosen nicht total daneben liegen auch die kommende EU-Wahl - geben mit da leider Recht.
An den Reaktionen von Harald Walser (halbwitzige Bemerkungen statt sachlicher Auseinandersetzung) ist zu erkennen, dass dem Grünen Establishment das Problem sehr wohl bewusst ist, in dieser Frage aber handlungsunfähig ist - und das steigert die Alarmstimmung noch zusätzlich.
Aus Sätzen wie "Wir machen eh einen tollen Job" und "Es tut gut, positive Blogbeiträge zu lesen" kann ich nicht den Drive herauslesen, den die Grünen brauchen um dem rechten Höhenflug Paroli zu bieten.
Es ist eben ein großer Irrtum anzunehmen, dass es ausreicht vor der Fernsehkamera den "Kampf gegen Rechts " zu postulieren und sich selbst als einzige Alternative zu inszenieren. Das mobilisiert nicht einmal mehr die eigene Klientel.
Der Kampf gegen Rechts schaut anders aus: der findet beim Wettbewerb um Ex-Rot/Schwarz-Wähler statt und dazu fällt den Grünen nicht mehr ein als "Wir sind ja eh super!" - und weiter zur Tagesordnung die sich immer mehr in Selbstverwaltung erschöpft.
Leider gibt es keine Alternative zu den Grünen - sonst wäre ich nicht so verzweifelt ob dieser lähmenden Trägheit.
Demokrat (Gast) - 1. Jun, 01:08
!!!
H.Walser: "... tut gut, wenn man auch positive BlogerInnen hat.." POSITIV sind also nur diejenigen, die Ihnen und den Grünen beipflichten in Ihrem nur zu oft fragwürdigen Treiben - ist ja ein (gelinde gesagt) eigenartiges Demokratieverständnis!!
Steffi (Gast) - 1. Jun, 10:38
@ One Brick
"Leider gibt es keine Alternative zu den Grünen - sonst wäre ich nicht so verzweifelt ob dieser lähmenden Trägheit...?"
Beim wem liegt denn die Trägheit? Die Grünen tun was, sprechen die Probleme an und zeigen Lösungsmöglichkeiten auf.
Die beste Möglichkeit zu verhindern, dass die Botschaft die Gehirne der Bevölkerung erreicht und sie zum kritischen Überdenken der politischen Umstände und den stinkenden Ideologien des warmen, braunen Haufens bewegt ist folgende:
Verdrehe so lange in bester Rechtsanwaltmanier die Wahrheit, bis der Kritiker als der Schuldige dasteht. Dann verspotte ihn/sie nach Kräften und ziehe die berechtigte Kritik ins Lächerliche. Einmal unglaubwürdig gemacht wird es schwieriger, die Wegelagerermantalität des rechten Lagers zu stören.
Die durch Werbung, "Erziehung" und sonstige psychologische Taktiken unfähig zum eigenständigen Denken gemachte Bevölkerung glaubt lieber das, was ihnen von "Autoritäten" gesagt wird, als das was sie beobachten könnte, wenn sie denn könnte.
Für jeden der keine Angst hat als Verschwörungstheoretiker stigmatisiert zu werden, hätte ich folgenden Link: https://www.nuoviso.tv/falscheflagge.html - einfach mal anschauen und sich fragen: Könnte das so gewesen sein? Wäre es denkbar, dass in Europas "Elite" ähnliche Einstellungen herrschen? Oder sind unsere Staaten- und Wirtschaftslenker selber drauf reingefallen?
Es gehört m.E. eine Menge Zivilcourage dazu, sich davon nicht entmutigen zu lassen und zu vertrauen, dass die Bevölkerung mehr
und mehr fähig sein wird zu erkennen, wie sie getäuscht und ausgenutzt wird. Es erfordert Mut und riesigen Optimismus, nicht aus Angst vor Blamage in Lähmung zu verfallen und den gewissenlosen Parasiten unsere Welt zu überlassen in der Hoffnung, dass man dann selber ungeschoren davon kommt.
Ich fühle mich nicht mutig, stark und raffiniert genug, diesen "Heuschrecken" Paroli zu bieten. Ich sehe als einzige Hoffnung, diejenigen nach Kräften zu unterstützen, die sich sowas aufladen.
Wenn One Brick bessere Ideen hat und Taten setzt, werde ich ihn/sie liebend gern unterstützen. Diffamierungen der Grünen erscheinen mir, als würde man sich über Verbrechensopfer lustig machen, dass ihnen sowas passiert ist. Wenn sie dann vielleicht noch Gerechtigkeit oder gar Entschädigung fordern...
Meine besten Wünsche für alle Grünen, insbesondere für Frau Glawischnig und ihr Baby (es kann stolz auf seine/ihre mutige, g'scheite Mama sein).
Ich wähle G R Ü N , weil ich mich von allen anderen Parteien NICHT vertreten fühle - sie setzen sich ausschließlich für Eigeninteressen ein.
Beim wem liegt denn die Trägheit? Die Grünen tun was, sprechen die Probleme an und zeigen Lösungsmöglichkeiten auf.
Die beste Möglichkeit zu verhindern, dass die Botschaft die Gehirne der Bevölkerung erreicht und sie zum kritischen Überdenken der politischen Umstände und den stinkenden Ideologien des warmen, braunen Haufens bewegt ist folgende:
Verdrehe so lange in bester Rechtsanwaltmanier die Wahrheit, bis der Kritiker als der Schuldige dasteht. Dann verspotte ihn/sie nach Kräften und ziehe die berechtigte Kritik ins Lächerliche. Einmal unglaubwürdig gemacht wird es schwieriger, die Wegelagerermantalität des rechten Lagers zu stören.
Die durch Werbung, "Erziehung" und sonstige psychologische Taktiken unfähig zum eigenständigen Denken gemachte Bevölkerung glaubt lieber das, was ihnen von "Autoritäten" gesagt wird, als das was sie beobachten könnte, wenn sie denn könnte.
Für jeden der keine Angst hat als Verschwörungstheoretiker stigmatisiert zu werden, hätte ich folgenden Link: https://www.nuoviso.tv/falscheflagge.html - einfach mal anschauen und sich fragen: Könnte das so gewesen sein? Wäre es denkbar, dass in Europas "Elite" ähnliche Einstellungen herrschen? Oder sind unsere Staaten- und Wirtschaftslenker selber drauf reingefallen?
Es gehört m.E. eine Menge Zivilcourage dazu, sich davon nicht entmutigen zu lassen und zu vertrauen, dass die Bevölkerung mehr
und mehr fähig sein wird zu erkennen, wie sie getäuscht und ausgenutzt wird. Es erfordert Mut und riesigen Optimismus, nicht aus Angst vor Blamage in Lähmung zu verfallen und den gewissenlosen Parasiten unsere Welt zu überlassen in der Hoffnung, dass man dann selber ungeschoren davon kommt.
Ich fühle mich nicht mutig, stark und raffiniert genug, diesen "Heuschrecken" Paroli zu bieten. Ich sehe als einzige Hoffnung, diejenigen nach Kräften zu unterstützen, die sich sowas aufladen.
Wenn One Brick bessere Ideen hat und Taten setzt, werde ich ihn/sie liebend gern unterstützen. Diffamierungen der Grünen erscheinen mir, als würde man sich über Verbrechensopfer lustig machen, dass ihnen sowas passiert ist. Wenn sie dann vielleicht noch Gerechtigkeit oder gar Entschädigung fordern...
Meine besten Wünsche für alle Grünen, insbesondere für Frau Glawischnig und ihr Baby (es kann stolz auf seine/ihre mutige, g'scheite Mama sein).
Ich wähle G R Ü N , weil ich mich von allen anderen Parteien NICHT vertreten fühle - sie setzen sich ausschließlich für Eigeninteressen ein.
julian (Gast) - 1. Jun, 17:17
@ One Brick
Haben Sie sich schon bei den Grünen in Ihrer Region zur Mitarbeit gemeldet? Kritische und Interessierte Personen werden immer gerne in die Arbeit eingebunden :)
Chrom (Gast) - 1. Jun, 21:29
Die Reinwaschungen
Steffi, was du da schreibst ist herrlich:
"Verdrehe so lange in bester Rechtsanwaltmanier die Wahrheit, bis der Kritiker als der Schuldige dasteht. Dann verspotte ihn/sie nach Kräften und ziehe die berechtigte Kritik ins Lächerliche. Einmal unglaubwürdig gemacht wird es schwieriger, die Wegelagerermantalität des rechten Lagers zu stören."
Das ist wirklich eine eigene Phänomenologie! Solche Verdrehungen in Strache-Manier habe ich auch schon oft erlebt. Anfangs reagiert man geschockt und gelähmt und versteht die Welt nicht mehr. Man wird als Unschuldiger beschuldigt und für Dinge verantwortlich gemacht, die der Beschuldiger selbst zu verantworten hat. Das geschieht sowie man berechtigte Kritik äußert.
So versucht man eben kurzerhand aus Opfern Täter zu machen und umgekehrt. Für alles wo sich andere verantwortungslos verhalten und schuldig gemacht haben, gilt dann für ihre Geschädigten das Selbstverantwortungsprinzip.
Es aber ein Frage wie oft man das Muster wiederholt, irgendwann versteht man es dann. Der 100 Schlag auf den Kopf kann zermürben oder auch heilsam sein. Mittlerweile fasziniert und amüsiert mich das schon.
Häufig genutzte Methoden um einen Kritiker oder Gegner zu schwächen und auszuschalten: Diffamierung, Kriminalisierung und Pathologisierung. Strache&Co haben es zu oft wiederholt und überzogen. Die Kirche ist auch nach Kritik keine "Moralmafia" und Tierschützer sind auch keine "Kriminelle Organisation".
Aber nur Kriminelle, Lügner und paranoide Psychos verhalten sich so extrem. Das ist das schlechte Gewissen. Die drückende Last muss einfach weg. Wie ist egal. Vielen fehlt auch jede Einsicht in schuldhaftes Tun. Persönlichkeiten ohne Unrechtsbewusstsein sind aber unzurechnungsfähig und gefährlich. Schwer abzuschätzen was gezielt, mit Absicht geschieht und was aus wahnhaften Vorstellungen heraus.
Dieses Schuld-Abwälz-Muster ist durchaus ein faschistoides, rechtes System und hat hierzulande, im Kleinen wie im Großen, offenbar Tradition.
Man muss sich nur mal vorstellen, dass führende österreichische Politiker erst 1991 die Mitschuld Österreichs an den Verbrechen des Nationalsozialismus eingestanden. Bis dato stellte sich Österreich nur als Hitlers Opfer dar. Entsprechend scheinheilig verlief auch noch mein Geschichte-Unterricht. Österreich war unschuldig wie ein Neugeborenes.
"Verdrehe so lange in bester Rechtsanwaltmanier die Wahrheit, bis der Kritiker als der Schuldige dasteht. Dann verspotte ihn/sie nach Kräften und ziehe die berechtigte Kritik ins Lächerliche. Einmal unglaubwürdig gemacht wird es schwieriger, die Wegelagerermantalität des rechten Lagers zu stören."
Das ist wirklich eine eigene Phänomenologie! Solche Verdrehungen in Strache-Manier habe ich auch schon oft erlebt. Anfangs reagiert man geschockt und gelähmt und versteht die Welt nicht mehr. Man wird als Unschuldiger beschuldigt und für Dinge verantwortlich gemacht, die der Beschuldiger selbst zu verantworten hat. Das geschieht sowie man berechtigte Kritik äußert.
So versucht man eben kurzerhand aus Opfern Täter zu machen und umgekehrt. Für alles wo sich andere verantwortungslos verhalten und schuldig gemacht haben, gilt dann für ihre Geschädigten das Selbstverantwortungsprinzip.
Es aber ein Frage wie oft man das Muster wiederholt, irgendwann versteht man es dann. Der 100 Schlag auf den Kopf kann zermürben oder auch heilsam sein. Mittlerweile fasziniert und amüsiert mich das schon.
Häufig genutzte Methoden um einen Kritiker oder Gegner zu schwächen und auszuschalten: Diffamierung, Kriminalisierung und Pathologisierung. Strache&Co haben es zu oft wiederholt und überzogen. Die Kirche ist auch nach Kritik keine "Moralmafia" und Tierschützer sind auch keine "Kriminelle Organisation".
Aber nur Kriminelle, Lügner und paranoide Psychos verhalten sich so extrem. Das ist das schlechte Gewissen. Die drückende Last muss einfach weg. Wie ist egal. Vielen fehlt auch jede Einsicht in schuldhaftes Tun. Persönlichkeiten ohne Unrechtsbewusstsein sind aber unzurechnungsfähig und gefährlich. Schwer abzuschätzen was gezielt, mit Absicht geschieht und was aus wahnhaften Vorstellungen heraus.
Dieses Schuld-Abwälz-Muster ist durchaus ein faschistoides, rechtes System und hat hierzulande, im Kleinen wie im Großen, offenbar Tradition.
Man muss sich nur mal vorstellen, dass führende österreichische Politiker erst 1991 die Mitschuld Österreichs an den Verbrechen des Nationalsozialismus eingestanden. Bis dato stellte sich Österreich nur als Hitlers Opfer dar. Entsprechend scheinheilig verlief auch noch mein Geschichte-Unterricht. Österreich war unschuldig wie ein Neugeborenes.
One Brick (Gast) - 2. Jun, 08:37
@Steffi:
Das ist alles richtig, gut und schön (die Kraftausdrücke sind vielleicht nicht wirklich notwendig).
Mein Punkt ist, dass die gemeinsamen Ziele durch die derzeit von der Grünen Spitze verfolgte Strategie ganz offensichtich nicht erreicht werden können.
Ich bin kein (Berufs-)Politiker und maße mir daher an, diesen Umstand zu kritisieren, auch wenn ich nur punktuelle Verbesserungen vorschlage und kein kohärentes Gesamtkonzept servieren kann.
Mein Ziel ist es, die Grünen zu einem Überdenken und einer Weiterentwicklung ihrer Strategie zu ermuntern - wie so oft stösst das nicht auf ungeteilte Gegenliebe (wie an den Kommentaren von Harald Walser zu sehen).
@Julian:
Wie viele andere politisch engagierte Menschen auch habe ich momentan genug damit zu tun, Beruf und Familie halbwegs im Lot zu halten. Da geht sich kein intensives Engagement bei den Grünen aus. Wie ich letztlich im ORF-Report gesehen habe(https://www.youtube.com/watch?v=CrcOZtXC6EI), ist die Freude des grünen Establishments über neue Menschen die bei den Grünen mitwirken wollen auch nicht ganz ungeteilt.
Das ist alles richtig, gut und schön (die Kraftausdrücke sind vielleicht nicht wirklich notwendig).
Mein Punkt ist, dass die gemeinsamen Ziele durch die derzeit von der Grünen Spitze verfolgte Strategie ganz offensichtich nicht erreicht werden können.
Ich bin kein (Berufs-)Politiker und maße mir daher an, diesen Umstand zu kritisieren, auch wenn ich nur punktuelle Verbesserungen vorschlage und kein kohärentes Gesamtkonzept servieren kann.
Mein Ziel ist es, die Grünen zu einem Überdenken und einer Weiterentwicklung ihrer Strategie zu ermuntern - wie so oft stösst das nicht auf ungeteilte Gegenliebe (wie an den Kommentaren von Harald Walser zu sehen).
@Julian:
Wie viele andere politisch engagierte Menschen auch habe ich momentan genug damit zu tun, Beruf und Familie halbwegs im Lot zu halten. Da geht sich kein intensives Engagement bei den Grünen aus. Wie ich letztlich im ORF-Report gesehen habe(https://www.youtube.com/watch?v=CrcOZtXC6EI), ist die Freude des grünen Establishments über neue Menschen die bei den Grünen mitwirken wollen auch nicht ganz ungeteilt.
Prinz Eugen (Gast) - 1. Jun, 09:12
Zum Himmel stinkende Gerüche
werden unterschiedlich wahrgenommen.
Als im Jahre 1992 Peter Pilz über Jörg Haider beinahe den selben "Rülpser" verbreitet hat, wurde dieser kaum beachtet.
Bekanntlich nannte der grüne Abgeordnete den damaligen FPÖ-Chef "Ziehvater des rechtsextremen Terrorismus".
Offensichtlich hat Graf, diesen an sich dämlichen Spruch, des Herrn Dr. Pilz übernommen und freut sich nun über viel Präsenz in der Öffentlichkeit.
Als im Jahre 1992 Peter Pilz über Jörg Haider beinahe den selben "Rülpser" verbreitet hat, wurde dieser kaum beachtet.
Bekanntlich nannte der grüne Abgeordnete den damaligen FPÖ-Chef "Ziehvater des rechtsextremen Terrorismus".
Offensichtlich hat Graf, diesen an sich dämlichen Spruch, des Herrn Dr. Pilz übernommen und freut sich nun über viel Präsenz in der Öffentlichkeit.
Reden, Anträge und Ausschussarbeit
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