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Christian Grass - 31. Mai, 17:19
Aus der Studie, S. 11-12:
"Bei den Mehrfachtätern erreichen Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien mit 9,4 % den höchsten Wert gefolgt von jungen Türken mit 8,3 %. Am anderen Ende der Skala stehen Jugendliche aus Asien mit 2,6 % und deutsche Jugendliche mit 3,3 %. Diese Unterschiede gleichen sich aber vollständig aus, wenn man differenzierter vergleicht, d.h. Jugendliche unterschiedlicher Herkunft mit denselben familiären, schulischen und sozialen Rahmenbedingungen sowie übereinstimmenden Werteorientierungen einander gegenüber stellt. "
Ach soo!
"Die insgesamt deutlich höhere Gewalttäterquote von jungen Migranten beruht danach auf mehreren Belastungsfaktoren, die bei ihnen weit stärker ausgeprägt sind als bei deutschen Jugendlichen. Von zentraler Bedeutung ist dabei, dass junge Migranten weit häufiger als deutsche Jugendliche Opfer innerfamiliärer Gewalt werden. Besonders hoch belastet sind hier Jugendliche, deren Eltern aus der Türkei, aus dem früheren Jugoslawien sowie aus arabischen oder afrikanischen Ländern stammen. Die Erfahrung innerfamiliärer Gewalt erhöht zum einen unmittelbar die Gewaltbereitschaft der Betroffenen deutlich. Zum anderen treten bei diesen Jugendlichen die vier Belastungsfaktoren, die ihrerseits die Gewaltbereitschaft fördern, wesentlich häufiger auf. Dies gilt für den Alkohol- und Drogenkonsum*, die Akzeptanz gewaltorientierter Männlichkeitsnormen (sogenannte „Machokultur“), für das Schulschwänzen und für die Nutzung gewalthaltiger Medieninhalte."
Da haben wir sie ja wieder, die Killerspiele. Die Platte läuft immer noch.
*Hier widerspricht sich Pfeiffer selbst:
S. 104: "Auffallend ist zunächst, dass Jugendliche türkischer und arabischer/nordafrikanischer Herkunft unterdurchschnittlich häufig Alkohol, Nikotin, Cannabis und „harte“ Drogen zu sich nehmen."
Wobei ich die Prozentangaben zum Drogenkonsum allg. fragwürdig finde.
Wir lesen also, dass eine zentrale Gewaltursache die "Erfahrung innerfamiliärer Gewalt ist". So weit, so nachvollziehbar. Die in Familien, in der die Religion des Friedens vertreten ist, seltsamerweise weit häufiger ist. Welche Schlussfolgerungen der Studie (die übrigens "Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt" und nicht "Hauptschule und Jugendkriminalität" heißt) sonst noch stimmt oder nicht, wer mag es herausfinden? Not me. Ein Widerspruch ist mir als Laie schon nach 5 min aufgefallen, s.o.
Es scheint mir etwas sehr einfach, aus der Beobachtung, dass Hauptschüler in D gewalttätiger sind, ein Argument für die Forderung nach Abschaffung der Hauptschulen zu fabrizieren, und wenn es hundert gute Argumente für eine Abschäffung gäbe.
Wenn man etwas mehr über Gewalt in Migrantenkreisen und "gewaltorientierte Männlichkeitsnormen" erfahren wil, empfiehlt sich Nicolai Sennels. Nicht Kriminologe und Jugendstrafrechtsprofessor, sondern Psychologe.
https://www.newenglishreview.org/custpage.cfm/frm/63122/sec_id/63122
zu Christian Pfeiffer:
https://www.stern.de/kultur/tv/geisseln-der-talkshows-christian-pfeiffer-quartals-talker-mit-toepfchen-theorie-1556709.html
"Bei den Mehrfachtätern erreichen Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien mit 9,4 % den höchsten Wert gefolgt von jungen Türken mit 8,3 %. Am anderen Ende der Skala stehen Jugendliche aus Asien mit 2,6 % und deutsche Jugendliche mit 3,3 %. Diese Unterschiede gleichen sich aber vollständig aus, wenn man differenzierter vergleicht, d.h. Jugendliche unterschiedlicher Herkunft mit denselben familiären, schulischen und sozialen Rahmenbedingungen sowie übereinstimmenden Werteorientierungen einander gegenüber stellt. "
Ach soo!
"Die insgesamt deutlich höhere Gewalttäterquote von jungen Migranten beruht danach auf mehreren Belastungsfaktoren, die bei ihnen weit stärker ausgeprägt sind als bei deutschen Jugendlichen. Von zentraler Bedeutung ist dabei, dass junge Migranten weit häufiger als deutsche Jugendliche Opfer innerfamiliärer Gewalt werden. Besonders hoch belastet sind hier Jugendliche, deren Eltern aus der Türkei, aus dem früheren Jugoslawien sowie aus arabischen oder afrikanischen Ländern stammen. Die Erfahrung innerfamiliärer Gewalt erhöht zum einen unmittelbar die Gewaltbereitschaft der Betroffenen deutlich. Zum anderen treten bei diesen Jugendlichen die vier Belastungsfaktoren, die ihrerseits die Gewaltbereitschaft fördern, wesentlich häufiger auf. Dies gilt für den Alkohol- und Drogenkonsum*, die Akzeptanz gewaltorientierter Männlichkeitsnormen (sogenannte „Machokultur“), für das Schulschwänzen und für die Nutzung gewalthaltiger Medieninhalte."
Da haben wir sie ja wieder, die Killerspiele. Die Platte läuft immer noch.
*Hier widerspricht sich Pfeiffer selbst:
S. 104: "Auffallend ist zunächst, dass Jugendliche türkischer und arabischer/nordafrikanischer Herkunft unterdurchschnittlich häufig Alkohol, Nikotin, Cannabis und „harte“ Drogen zu sich nehmen."
Wobei ich die Prozentangaben zum Drogenkonsum allg. fragwürdig finde.
Wir lesen also, dass eine zentrale Gewaltursache die "Erfahrung innerfamiliärer Gewalt ist". So weit, so nachvollziehbar. Die in Familien, in der die Religion des Friedens vertreten ist, seltsamerweise weit häufiger ist. Welche Schlussfolgerungen der Studie (die übrigens "Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt" und nicht "Hauptschule und Jugendkriminalität" heißt) sonst noch stimmt oder nicht, wer mag es herausfinden? Not me. Ein Widerspruch ist mir als Laie schon nach 5 min aufgefallen, s.o.
Es scheint mir etwas sehr einfach, aus der Beobachtung, dass Hauptschüler in D gewalttätiger sind, ein Argument für die Forderung nach Abschaffung der Hauptschulen zu fabrizieren, und wenn es hundert gute Argumente für eine Abschäffung gäbe.
Wenn man etwas mehr über Gewalt in Migrantenkreisen und "gewaltorientierte Männlichkeitsnormen" erfahren wil, empfiehlt sich Nicolai Sennels. Nicht Kriminologe und Jugendstrafrechtsprofessor, sondern Psychologe.
https://www.newenglishreview.org/custpage.cfm/frm/63122/sec_id/63122
zu Christian Pfeiffer:
https://www.stern.de/kultur/tv/geisseln-der-talkshows-christian-pfeiffer-quartals-talker-mit-toepfchen-theorie-1556709.html
Reden, Anträge und Ausschussarbeit
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