Die FPÖ ist wirklich im Eimer!
harald.walser | 1. Sep, 09:33 | 0 Kommentare
Ich habe es ja immer gewusst - nun gibt es aber sogar einen bildlichen Beweis durch einen aufmerksamen Dornbirner: Die FPÖ ist im Eimer.Es gibt neben dem bildlichen auch andere Beweise: Gestern wurde publik, dass den Blauen scharenweise einige jener Glücksritter davonlaufen, die im Zuge der haiderschen nationalen Erhebung bei den austro-germanischen Sturmscharen angeheuert haben. Sie verlassen das sinkende Schiff und suchen eine neue Bleibe. Und nicht wenige glauben, diese Bleibe in der SPÖ gefunden zu haben. Der Kärntner SPÖ. Die allerdings scheint sich gewandelt zu haben und nimmt nun doch nicht jeden in ihre Reihen auf.
Unter den Möchtegern-Überläufern befindet sich übrigens auch der frühere freiheitliche Sozialsprecher im Parlament, Reinhart Gaugg. Er ist bekannt geworden als „Nazi-Buchstabierer“: „Neu, attraktiv, zielstrebig, ideenreich“ - so Gaugg zur Frage, was ihm den zum Begriff „Nazi“ einfalle. Zuletzt fiel sein Name übrigens mehrfach in Zusammenhang mit der Telekom-Affäre und Lobbyist Peter Hochegger. Für Landeshauptmann Peter Kaiser etwa ist Gauggs SPÖ-Mitgliedschaft „nicht vorstellbar“ (SPÖ-Mitgliedschaft Gauggs „nicht vorstellbar“). Er ist ja auch in einer Koalition mit den Grünen.
Der ÖVP sollte das alles doch ein bisschen zu denken geben, denn das sind die Leute, mit denen sich die Schwarzen im Jahr 2000 ins politische Bett gelegt haben. Das sind jene Leute, mit denen die ÖVP auch heute noch eine Koalition nicht ausschließen will. Jedenfalls bis diese Herrschaften auch wirklich eine andere Bleibe gefunden haben.
Kurzer Zwischenbericht von unserer Auftakttour: neben einer wirklich prächtigen Berichterstattung ist vor allem das große Interesse vieler Menschen an unseren Alternativen zum bestehnden System erfreulich. Gestern hat uns Peter PIlz einen Besuch abgestattet und einen Zwischenbericht zu seiner „Geld-zurück-Tour“ geliefert. Die zentrale Botschaft ist einfach. Vor Jahren haben wir versprochen, die Korruptionsfälle aufzudecken: Versprechen gehalten! Dann haben wir versprochen, die Schuldigen vor Gericht zu bringen: Versprechen gehalten. Jetzt versprechen wir, soviel Geld wie möglich zurückzuholen: Da sind wir schon auf einem guten Weg!
Zum Wahlkampfauftakt in Vorarlberg radle ich gemeinsam mit Juliane Alton (Spitzenkandidatin im Wahlkreis Nord) und anderen KandidatInnen auf unserer Liste sowie unseren Landtagsabgeordneten, GemeindepolitikerInnen, AktivistInnen und SymphatisantInnen von Ort zu Ort, wo abwechslungsreiche Tourstopps auf uns warten. Vom Radlerfrühstück zu Straßenaktionen, von Bio-Jausen und zur Betriebsbesichtigung - radel mit, auf einer Teilstrecke oder gleich die ganze Zeit!
Die äußerst bunte Vielfalt von Persönlichkeiten im „Personenkomitee Harald Walser“ dürfte doch einige erstaunen. Mich freut es und spornt mich an.
Wie „dirty“ wird dieser Wahlkampf? Einen kleinen Vorgeschmack gibt die ÖVP mit ihrer 42-seitigen Anti-Rot-Grün-Broschüre. Sie wurde jetzt ganz offiziell zwecks Feindbildpflege neu aufgelegt und vom ÖVP-Bundesgeschäftsführer verschickt. Darin enthalten die bekannten Vorurteile der Bundes-Schwarzen in ebenfalls bekannter äußerst platter Weise.
Das ist brisant. Zähe Aufdeckungsarbeit bringt es ans Tageslicht und beantwortet vielleicht eine ganz zentrale Frage, die viele Menschen beschäftigt: Wer steckt wirklich hinter der ÖVP?
Tja, das sind nun wirklich schwere Sorgen: Ist die ÖVP gar zu liberal?
Seit Jahren ist es dasselbe Spiel: Die ÖVP sagt in Vorarlberg Hü, in Wien sagen auch die Vorarlberger ÖVP-Abgeordneten dann Hott. Ist das Taktik? Ist das Orientierungslosigkeit? Oder ist die Lage der ÖVP schlicht so, wie auf dem Bild?
Reden, Anträge und Ausschussarbeit