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30. Januar 2011

So funktioniert die „Grüne Schule“!

Wie funktioniert denn Euer Modell der „Grüne Schule“? Die Frage habe ich gestern bei einer Diskussion gestellt bekommen. Abgesehen, dass die Besucher dieses Blogs am angegebenen Link (Grüne Schule) Genaueres erfahren, muss ich zugeben, dass ich mich gestern selbst gefragt habe: „Wo soll ich denn anfagen?“
Am besten bei der Realität. Denn unser Modell der „Grüne Schule“ ist keines, das in der Theorie für den „St.-Nimmerleins-Tag“ entwickelt worden ist, es wird in Facetten tagtäglich erprobt. Ein Beispiel aus meiner Vorarlberger Nachbarschaft ist das zuletzt ausgezeichnete Buchser Schulmodell („Buchser Schulmodell erhält Preis“). Dort werden die SchülerInnen in sogenannten „Lernlandschaften“ unterrichtet. Das bedeutet, dass die KlassenlehrerInnen - wie im Grünen Bildungsprogramm (hier zum Download ) vorgesehen - aus der Rolle der RichterIn in die Rolles eines Coaches wechseln, für alle SchülerInnen individuelle Lernpläne zusammenstellen und sie in regelmäßigen Einzelgesprächen begleiten. Die SchülerInnen erhalten sogenannte „Input-Lektionen“, arbeiten dann aber selbstständig und/oder in kleinen Gruppen in Lernateliers.
Das führt uns im Gegensatz zu den „Reformen“ in Österreich dorthin, wo das Ziel einer jeden Bildungspolitik sein muss: „Kein Kind zurücklassen!“
28. Januar 2011

Wo steht die „Gülen-Bewegung“ in Österreich?

Viele Menschen in Österreich haben Angst. Angst vor Arbeitslosigkeit, Angst vor gesellschaftlichem Abstieg, Angst vor allem Unbekannten. Strache & Co verstehen es, diese Verunsicherung breiter Bevölkerungsschichten für ihre politischen Spielchen zu nutzen. Sie schaffen ein Feindbild, sie präsentieren einen Sündenbock und ziehen viele verunsicherte Menschen auf ihre Seite. Das aktuelle Feindbild ist der Islam.
Die Gegenseite – auch wir Grüne sind gefragt – darf einen Fehler nicht machen: Im Reflex „den“ Islam gegen alle Angriffe zu verteidigen. Denn natürlich gibt es innerhalb der islamischen Schulen sehr unterschiedliche Strömungen auch hier in Österreich viele problematische. Ich habe auf diesem Blog mehrfach darauf hingewiesen (Herr Schakfeh, nehmen Sie Stellung!).
Nun sind mir auch Berichte zugetragen worden über in Österreich aktive Bruderschaften und Gesellschaften mit angeblich sektenhaftem Charakter. Im Mittelpunkt steht dabei die „Fethullah Gülen“ und/oder die „Nurculuk-Bewegung“. Sie sollen in der Türkei eine sehr dominante Rolle spielen, vielfach die türkische Politik steuern und zunehmend Einfluss im übrigen Europa gewinnen. Necla Kelek nennt die Bewegung(en) eine „Sekte mit Konzernstruktur“.
„Fethullah Gülen“ und „Nurculuk“ sind auch unter den türkischen ImmigrantInnen in Österreich aktiv, insbesondre unter den heranwachsenden AkademikerInnen. Vorwürfe, die Schulen wären eine Rekrutierungsinstitution für Islamisten, hielten bisher keiner ernsthaften Überprüfung stand, die Verantwortlichen präsentierten sich eher als VertreterInnen eines moderaten Islam. Es gibt aber auch Warnzeichen: Auf einem Video aus dem Jahre 1999 wies Gülen Anhänger an, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, an dem man das System von innen her islamisieren könnte.
ExpertInnen bezeichnen das Phönix-Bildungsinstitut sowie Wonder-Institut (in Wien und zunehmend auch in den Bundesländern aktiv) als der „Gülen-Bewegung“ sehr nahestehend.
Information über die Aktivitäten dieser Bewegungen und eine Diskussion darüber sind notwendig und helfen, Misstrauen zu und Ängste zu beseitigen.
26. Januar 2011

Österreich weltweit Spitze - bei Zugangshürden im Bildungsbereich!

testÖsterreich ist weltweit Spitze - wenn es um Zugangshürden im Bildungsbereich geht. Im Rahmen einer Pressekonferenz habe ich heute zum „Konzept“ einer „mittleren Reife“ Stellung bezogen.
Was bedeutet die „mittleren Reife“ für eine Familie, die ein Kind in der Unterstufe hat? Was passiert, wenn die mittlere Reife nicht bestanden wird? Lehre statt Uni? Wird das eine standardisierte Prüfung, bei der auch die Elitekinder durchfallen können (weil der Einfluss der Eltern ausgeschaltet wird), oder wird es wieder so wie in nicht wenigen Fällen am Beginn und Ende der Volksschule: wessen Eltern erfolgreich intervenieren, der oder die besteht?
Statt Hürden abzubauen, bauen wir in Österreich immer weitere Hürden auf und legen insbesondere Kindern aus bildungsfernen Schichten Steine in den Weg. Kein einziges unserer vielen bildungspolitischen Probleme wird durch die Mittlere Reife gelöst. Im Gegenteil: Es werden neue Probleme geschaffen.
• Kein Land trennt die Kinder so früh wie wir, also mit neuneinhalb Jahren. Deutschland folgt mit zehn Jahren, die anderen Länder trennen teilweise erst mit 16 Jahren.
• Und jetzt soll mit der „mittleren Reife“ eine weitere Hürde aufgebaut werden. Auch hier wären wir dann weltweit Spitze. In keinem anderen Land gibt es eine „mittleren Reife“ bereits mit 14 Jahren. Am ehesten noch in der Slowakei, wo die Aufnahme ins Gymnasium nur nach einer erfolgreichen Aufnahmeprüfung mit 14 Jahren erfolgt. Wollen wir uns wirklich an einem Land orientieren, dass bei dem letzten PISA-Test in der Lesefähigkeit nur knapp vor Österreich liegt (mit 477 Punkten, Ö: 470 Punkte)? Oder wäre es nicht doch besser, sich an europäischen Spitzenländern wie Finnland zu orientieren?
Von einem Konzept kann bei diesem Vorschlag von Schmied und Karl nicht gesprochen werden.
• Noch ist völlig unklar, wie diese Prüfung ausschauen soll. Schmied spricht von einem Zeugnis mit „verbalen Ergänzungen“. Dann haben wir ja wieder subjektive Einschätzungen von Lehrkräften. Dass LehrerInnenurteile bei gleicher SchülerInnenleistung oft sehr unterschiedlich ausfallen, ist hinlänglich bekannt. Wie werden künftig wohl die Zeugnisse jener SchülerInnen ausschauen, bei denen sich die Eltern bei der Lehrerin stark machen und jene, bei denen die Arbeiter/Hausfrauen-Eltern nie einen Schritt in die Schule setzen?
• Noch ist völlig unklar, warum es die „mittleren Reife“ braucht. Nach der ÖVP-Logik haben wir die Besten der Besten ja bereits mit neuneinhalb Jahren aussortiert und in eine Eliteschule gesteckt. Nimmt die ÖVP und mit ihr offensichtlich auch BM Schmied jetzt an, dass die Besten der Besten nach vier Jahren Eliteschule jenen Stand nicht erreichen, den die meisten in der Hauptschule bzw. Neuen Mittelschule erreichen sollten?
• Schmied meint, es sei „naheliegend“, dass Bildungsstandards, die es für die achte Schulstufe ab dem Schuljahr 2012 gibt, „eine Rolle spielen werden“. Ich war von Anfang an mit meiner Schule bei der Entwicklung dieser Standards beteiligt. Es handelt sich dabei um „Regelstandards“ und nicht um „Minimal-Standards“ – und somit um ein völlig anderes Kompetenz-Konzept.
Ein modernes pädagogisch-didaktisches Konzept muss im Gegensatz dazu gerade die Doppelrolle von Lehrenden – Coach und Richter – auflösen und nicht noch verstärken. Schmied macht sich aber zur Erfüllungsgehilfin der bildungspolitischen Retropolitik von Pröll sen., Pröll jun., Neugebauer & Co. Aus Koalitionsraison wird Steuergeld in einem viergliedrigene Schulsystem mit der gesamten dahinterliegenden Verwaltung verschwendet, obwohl aus Sicht der Ministerin darin kein Vorteil zu finden ist!
Ich habe die Ministerin aufgefordert, diesen teuren pädagogischen Unsinn umgehend zu stoppen, mit der Geldverschwendung durch die inzwischen viergliedrige Sekundarstufe zu beseitigen und endlich nachvollziehbare Schritte in Richtung Schulreform zu setzen. Was wir jetzt haben, ist teuer und zudem kontraproduktiv.
Wir können es uns nicht leisten, Begabungen verkümmern zu lassen.
Das oberste Prinzip unserer Bildungspolitik hat zu lauten: „Kein Kind zurücklassen!“
25. Januar 2011

Grüne Klubklausur - spannend und motivierend!

Soeben ist in Linz unsere Klubklausur zuende gegangen: Bildung steht im Mittelpunkt - vom Kindergarten bis zur Uni. Eva Glawischnig hat den Startschuss für eine „Reform-Agenda 2013“ gesetzt und - gerade hier in Linz - eine „Verkehrswende“ gefordert.
Auch andere zentrale Zukunftsfragen standen im Mittelpunkt, etwa die Pflege oder Fragen der Gerechtigkeit.
Rudi Anschober, Umweltlandesrat in Oberösterreich, hat erläutert, was Grüne in Regierungsfunktion bewirken können. Unsere VizebürgermeisterInnen in Wien, Bregenz und Graz sind weitere Beispiele: Grün wirkt!
Eine unserer wichtigsten Aufgaben: Wir dürfen die blauen Bäume nicht in den Himmel wachsen lassen. Rudi Anschober hat Erfreuliches berichtet: In Oberösterreich sind die Grünen ein Jahr nach der Landtagswahl in Umfragen von 9 auf 12% gestiegen, während die FPÖ bei 14% vergleichsweise schwach liegt.
Er hat auch beklagt, dass die Regierung durch ihre Untätigkeit auch große Jobchancen vergibt. Der Ökoenergiebereich sichert in Oberösterreich bereits 36.000 Jobs. Auch im Bereich der Solarenergie wären österreichweit 21.000 neue Arbeitsplätze möglich, würde die Regierung bei der Ökostromförderung nicht blockieren.
Es war eine motivierende Tagung in Oberösterreich!

FPÖ-Königshofer und das „Tiroler Blut“

Der FPÖ-Abgeordnete Werner Königshofer ist ein stilles Wasser. Derzeit belästigt er mit seinen Mails nicht nur alle Abgeordnete, sondern auch Parlamentsbedienstete. Es geht um seinen „Dank“ für die Zusendung des Medienspiegels, von Infos oder um eine vom Parlament organisierte Blutspendeaktionen. Der blaue Recke muss immer „danken“. Er ist halt wichtig.
Wir erfahren, dass er zwar nicht das „Wiener Blut“ mit seinem „Tiroler Blut“ bereichern könne, aber „im Sinne der Volksgesundheit“ der Aktion „viel Erfolg“ wünsche. Soweit, so wichtigtuerisch.
Es ist Zeit, wieder einmal daran zu erinnern, wer sich da über das Blut der SpenderInnen freut: Königshofer ist ein strammer Rechter, war 2. Landessprecher der inzwischen wegen NS-Wiederbetätigung verbotenen NDP, in die er nur „hineingestolpert“ sein will. Auffallen tut er mit verbaler Ausritten - etwa gegen Kardinal Christoph Schönborn (er soll sich um die „warmen Brüder, Klosterschwuchteln und Kinderschänder“ in der Kirche kümmern) oder gegen unseren Tiroler Landtagsabgeordneten Gebi Mair („Landtagsschwuchtel“).
Vielleicht kann die Parlamentsdirektion diesem Kameraden beibringen, dass er mit seinen Mails seinesgleichen und nicht das gesamte Parlament belästigt!
24. Januar 2011

„Mittlere Reife: SPÖ-Funktionäre ratlos“

Fasching ist. Lustig ist es dennoch nicht. Die chaotische Bildungspolitik der Bundesregierung gefährdet den Bildungsstandort Österreich und hat inzwischen trotz des Streits auch keinen Unterhaltungswert mehr. Früher hieß das Match in Sachen Bildung Rot gegen Schwarz. Jetzt heißt es Jeder gegen Jeden. Neuer Höhepunkt ist der unausgegorene Vorschlag einer Mittleren Reife. Der Standard titelt zurecht: „Mittlere Reife: SPÖ-Funktionäre ratlos“.
Im Kern lautet die Botschaft: „Die SPÖ hat dem VP-Konzept der "Mittleren Reife" zugestimmt - Was das bedeutet, ist SPÖ-Politikern noch nicht ganz klar“
Ich kann der rotschwarzen Einigung auf die Mittlere Reife ebenfalls nichts abgewinnen: Den Regierungsparteien fallen nur Knock-Out- und Selektionsmaßnahmen ein, wenn es um eine Schulreform geht. Nach dem peinlichen Polit-Schauspiel der letzten Monate rund um Gymnasium für alle versus neue Mittelschule für alle glauben SPÖ und ÖVP nun die Lösung gefunden zu haben: Das ist bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss und diese Neuerung wird die Probleme und Defizite des österreichischen Schulsystems sicher nicht beheben.
Statt dem peinlichen rotschwarzen Politgerangel lautet unsere Botschaft: „Kein Kind zurücklassen!“

Politische Inszenierung: „Die Macht der Bilder“

GRaf_AktionDieses Bild stammt aus dem Jahr 2009. Warum ich das jetzt zeige? Der „Standard“ berichtet über „Dokumente der politischen Inszenierung“. Es handelt sich um eine ab heute zu sehende Ausstellung im Parlament, in der Bilder von 13 Fotografen gezeigt werden, die das Geschehen im Parlament festhalten. Ich habe die Ehre, darin mit einer Aktion eine Rolle zu spielen:
„Es war im April 2009, der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf hatte zu einer Buchpräsentation ins Hohe Haus geladen, unter den geladenen Gästen auch solche, denen man getrost nachsagen kann, "keine Berührungsängste zum Nationalsozialismus" zu haben. Der Grüne Harald Walser war zwar nicht eingeladen, erschien aber dennoch. Er trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "Eure Schande heißt Martin Graf". Die Dokumentation dieses Auftritts wie viele andere Fotos sind ab kommender Woche bei einer Ausstellung im Parlament zu sehen, die heute, Montag, Abend von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer eröffnet wird. "Macht der Bilder" heißt die Ausstellung, zu sehen sind die Arbeiten von insgesamt 13 Fotografen diverser Medien und Agenturen, die regelmäßig aus dem Parlament berichten, Botschaften entschlüsseln und Inszenierungen abbilden.“
21. Januar 2011

KHG goes Hollywood: „Erwischen: Impossible“

Grasser_Amnesie1Wem beim Namen Karl-Heinz Grasser zurecht die Zornesröte ins Gesicht steigt, der kann sich - ebenfalls zurecht - auch einmal ein bisschen entspannen. Auf facebook hat sich eine tolle Seite einen Namen gemacht und diverse Plakate zur „Kriminal Causa prima“ veröffentlicht. Es gilt natürlich wie immer die Unschuldsvermutung. Was denn sonst.
Aus einem Wettbewerb auf www.grassermovies.com ist das Plakat zum imaginären Film „Die fabelhafte Welt der Amnesie“ hervorgegangen, knapp gefolgt von „Erwischen: Impossible“ oder dem Rührstück „Amnesie“ (siehe Plakat links oben). Hier der sehr empfehlenswerte Link zu jener Seite, wo alle Plakate begutachtet werden können: Die Socialisten on Facebook.
Grasser_MeischiWeitere Hits waren das Plakat „Catch me, if you can“ (siehe links) mit „The true story of a real fake“. Weit vorne in der Liste auch „Die supernakte Kanone“ und „The Big Swarovski“. Vom Titel her gefällt mir natürlich auch „Der gebuwogte Mann“ oder „Pirates of the Carinthian“. Nicht zu vergessen „Grassablanka“!
Gestern haben wir uns übrigens nach Mitternacht wieder einmal mit der Causa Grasser im Parlament beschäftigt. Die ÖVP sorgt ja immer dafür, dass brisante und ihnen unangenehme Themen wie dieses und vor allem die Abstimmungen dazu jeweils dann auf der Tagesordnung stehen, wenn keine Medienvertreter mehr im Haus sind - also so wie gestern möglichst nach Mitternacht. Dementsprechend war das Abstimmungsverhalten: Der längst überfällige Untersuchungsausschuss zum Netzwerke von KHG, Meischi & Co wird von der SPÖVP-Mehrheit (derzeit noch) abgelehnt. Wir müssen den Druck weiter erhöhen - die Opposition, aber auch die Zivilgesellschaft!
20. Januar 2011

SPÖ verhindert Rehabilitierung Kreiskys!

Übermorgen könnte Bruno Kreisky seinen 100. Geburtstag feiern. Als Hochverräter - denn er wurde 1935 rechtskräftig verurteilt. Kreisky ist einer von vielen, die rehabilitiert werden müssen.
Wir haben deshalb letztes Jahr einen diesbezüglichen Antrag eingebracht. SPÖVP haben Historiker beauftragt, die Sache zu prüfen und seither immer wieder behauptet, bei Vorliegen des Papiers zu handeln.
Nun erfahren wir Erstaunliches. Heute hat einer der beauftragten Historiker, Oliver Rathkolb, im „Standard“ bestätigt, dass dieses Papier seit Monaten vorliegt („Die Republik hat die Bringschuld“): „Geben Sie mir einen versierten Verfassungsjuristen und in einer Woche liegt ein entsprechender Gesetzesentwurf auf dem Tisch.“ Weiters meint er: „Die Republik hat die Bringschuld. Immerhin feiert sie gerade intensiv einen ehemaligen Hochverräter, Bruno Kreisky, dessen Verurteilung nie formal getilgt wurde.“
Ichhabe in meiner Rede am Nachmittag insbesondere die SPÖ daran erinnern, dass sie zwei Tage vor dem 100. Geburtstag Bruno Kreiskys die Chance hat, ihn als verurteilten Hochverräter endlich zu rehabilitieren. Eine geschichtsbewusste Partei hätte die heutige Sitzung wahrscheinlich genutzt, um das selbst zu machen (was sie in der aktuellen Stunde ja tun hätte können). Unser Entschließungstext orientiert sich übrigens an der Formulierung zur Rehabilitierung der Opfer der NS-Militärjustiz.
19. Januar 2011

Ethikunterricht für alle Kinder gemeinsam!

Seit 1997 gibt es den Schulversuch Ethikunterricht. Heute hat sich ein prominentes Personenkomitee mit Bischof Michael Bünker an der Spitze in einer Pressekonferenz dafür ausgesprochen, Ethik als alternatives Pflichtfach einzuführen.
Das Problem und der Ansatz sind nachvollziehbar: Es braucht eine fundierte Werteerziehung für alle SchülerInnen. Also auch jene, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.
Über die Lösung aber muss diskutiert werden: Der Religionsunterricht wird an unseren Schulen immer mehr zu einem Minderheitenprogramm und stellt die Schulleitungen oft vor große organisatorische Probleme. Es gibt beispielsweise keine Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Angesichts der Pluralität unserer Gesellschaft werden die Auseinandersetzung um allgemein verbindliche Grundwerte aber immer wichtiger. Deshalb ist eine fundierte Beschäftigung mit den Grundlagen unserer Kultur - speziell auch mit den verschiedenen Religionen - unerlässlich. Es ist daher notwendig, dass sich alle Kinder gemeinsam und unter sachkundiger Anleitung möglichst vorurteilsfrei damit auseinandersetzen. Wir brauchen also statt des jetzigen konfessionellen Religionsunterrichts einen allgemeinen Ethik- und Religionen-Unterricht.
Das bedeutet keineswegs das Aus für den konfessionellen Religionsunterricht, der auf freiwilliger Basis am Nachmittag sehr wohl ebenfalls angeboten werden kann. Ich habe meine Überlegungen dazu übrigens auf diesem Blog schon mehrfach ausgeführt (etwa Kein Denkverbot beim Religionsunterricht! oder Religionsunterricht - und die Rolle des Staates!).

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