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27. März 2013

Lehren aus dem „Fall Cain“ ziehen!



Im Jänner 2011 hat der „Fall Cain“ Vorarlberg erschüttert. Ein dreijähriger Bub wurde von seinem Stiefvater zu Tode geprügelt, sein sechsjähriger Bruder musste zusehen. In Vorarlberg hat man daraus die Lehren gezogen und die Ergebnisse einer eigens eingesetzten ExpertInnenkommission „für lückenlose Aufklärung und Aufarbeitung der Informationsflüsse“ bereits fast zur Gänze umgesetzt - leider gilt das nicht für die Bundesebene. Die Kommission machte insgesamt 14 Vorschlägen, darunter:
- verbesserte Einschaumöglichkeiten in verschiedene Datenregister,
- Überarbeitung der fachlichen Standards,
- zusätzliche Angebote bei Kinderschutz (Kompetenzzentrum für Kinderschutzfragen ist im Aufbau) sowie
- Täterarbeit (Institut für Sozialdienste) und
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei den SozialarbeiterInnen der Bezirkshauptmannschaften.
Besonders heftigen Widerstand gab es auf Bundesebene leider bei den aufgeweichten
- Verschwiegenheits- und Meldepflichten sowie das
- Vier-Augen-Prinzip für SozialarbeiterInnen. Es ist im Bundesgesetz nur „erforderlichenfalls" vorgesehen statt durchgehend.
Ich habe im Parlament den Antrag eingebracht, dass diese in Vorarlberg umgesetzten Vorschläge auch im neuen Kinder- und Jugendhilfegesetz berücksichtigt werden („Einarbeitung der Erkenntnisse der Experten/innenkommission zum "Fall Cain" in das Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz (1489/A(E))“). Der besserer Schutz von Kindern sollte uns das wert sein!
Leider blieb der Antrag ohne Erfolg: Was die ÖVP in Vorarlberg einsieht, verhindert sie wieder einmal auf Bundesebene.
Gerade für diese Kinder sollte gelten, was in meinem Motto für die „Grüne Schule“ zum Ausdruck kommt: „Kein Kind zurücklassen!“
25. März 2013

Volksschule: flexible Schuleingangsphase statt Separierung!

Gruene-Schule1Kinder werden in Österreich mit sechs Jahren schulpflichtig, bringen aber unterschiedlichste Vorkenntnisse in die Schule mit. Abhängig von der Bildung der Eltern, der sozialen Situation der Familie, der Dauer des vorangegangenen Kindergartenbesuchs und der individuellen Entwicklung des Kindes liegen die Entwicklungsstände bis zu zwei Lernjahre auseinander. Während einige SchülerInnen kaum mit Schreibutensilien, Klebstoff und Schere umgehen können, beherrschen andere schon die Grundrechnungsarten oder können fließend lesen und schreiben. Die Feststellung der Schulreife erfolgt bei der Schuleinschreibung im März des Jahres, in dem der Schulbesuch beginnt. Im „Morgenjournal“ konnte ich heute unser Modell für eine „flexible Schuleingangsphase“ erläutern: „Grüne schlagen flexible Schuleingangsphase vor
Schon seit 1999 gibt es diese Möglichkeit der flexiblen Schuleingangsphase. Der Lehrplan der Volksschule ist nicht in Jahrgangsklassen, sondern in zwei Grundstufen unterteilt. Die Grundstufe 1 umfasst die 1. und 2. Volksschulklasse sowie (bei Bedarf) die Vorschulstufe für nicht schulreife Kinder. Die Grundstufe 1 kann gemeinsam in Form der „flexiblen Schuleingangsphase“ geführt werden. Dabei können dann SchülerInnen der drei Schulstufen gemeinsam in einer Klasse unterrichtet werden.
Wir haben eine Initiative gestartet, diese Möglichkeit flächendeckend zu nutzen und die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen (Flexible-Schuleingangsphase (pdf, 214 KB). Damit vermeiden wir die Separierung der Kinder in die Vorschule, wie es kürzlich Staatssekretär Sebastian Kurz in einem unausgegorenen und kontraproduktiven Vorschlag gefordert hat. Mein Vorschlag ist also - wie der „Standard.at“ und die APA richtig schreiben, einen „Gegenmodell“ zu jenem von Sebastian Kurz: „Grüne wollen Aus für Vorschulklassen
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
21. März 2013

Schule: Vererbbarkeit von Armut durchbrechen!

Gruene-Schule1Im Kampf für ein kindgerechtes, effizientes und auch sozial gerechtes Schulsystem gibt es zum Glück eine ganze Reihe von Verbündeten.
Dazu gehört auch die „Armutskonferenz“, die in ihrem empfehlenswerten Newsletter diese Woche auf die Vererbbarkeit von Bildung in Österreich verweist. Hier kann man den Newsletter bestellen: Newsletter Armutskonferenz
Im Beitrag zum Thema Bildung wird auf den Bericht der Statistik Austria „Bildung in Zahlen 2011/12“ verwiesen, deren zentrale Aussage eindeutig ist: Bildung wird bei uns vererbt!
Wichtig in diesem Zusammenhang ist mir Folgendes: Es gibt nicht einen einzigen Faktor, der zu schlechten Schulleistungen führt und Kindern aus ökonomisch benachteiligten Familien nur sehr geringe Aufstiegschancen beschert, sondern die Kombination aus einem Bündel von Kriterien. So steigern etwa Halbtagsschulen das Problem, wenn Kinder in überbelegten Wohnungen lernen sollten, ebenso wird die Bildungsbenachteiligung verstärkt, wenn ein geringes Haushaltseinkommen in einem Schulsystem auf ein de facto vorgesehenes privates und teures Nachhilfesystem trifft usw.).
Die „Armutskonferenz“ verweist auf den Bildungsexperten Johann Bacher (Professor an der Kepler Universität Linz): Er tritt für eine Indexbasierte Finanzierung von Schulen ein, wodurch Schulen in sozial benachteiligten Regionen zielgerichtet besonders gefördert werden könnten. So etwas gibt es bereits in den Niederlanden und Teilen der Schweiz.
Das nützt auch hochbegabten Kindern: Die Ergebnisse zeigen, dass Schulsysteme mit sehr kleinen Risikogruppen allen Kindern bessere Möglichkeiten bieten. Erfolgreich sind gemischte und heterogene Lerngruppen mit einer Lernumgebung, die unterschiedliche Geschwindigkeiten zulassen und individuell Neugier und Konzentration anregen.
Links und weiterführende Informationen - insbesondere verweise ich auf einen Beitrag von Martin Schenk - sind hier zu finden: „Vererbbarkeit von Armut durchbrechen
Und natürlich passt dazu bestens mein Motto für die „Grüne Schule“: „Kein Kind zurücklassen!“
20. März 2013

Rathkolb-Artikel zum Neujahrskonzert mit peinlichen Lücken!

Staatsoper_NSIn den letzten Wochen scheint es bei den Wiener Philharmonikern zu einem Umdenken gekommen sein. Man stellt sich nun dem Kapitel „NS-Zeit“ („Neue Töne bei den Philharmonikern!“) und hat den Kreisky-Biografen Oliver Rathkolb damit beauftragt, in einem ersten Schritt den geschichtlichen Teil der Homepage zu überarbeiten.
Das Ergebnis ist teilweise erfreulich – insbesondere jener Teil, der von Bernadette Mayrhofer und Fritz Trümpi behandelt worden ist. Sie bieten einen soliden Überblick über den Stand der Forschungen zu diesem Thema in den letzten Jahren - zum nicht unbeträchtlichen Teil waren es ihre eigenen.
Peinlich aber sind die Lücken und Auslassungen, die ausgerechnet im zentralen Beitrag von Oliver Rathkolb festzustellen sind (Rathkolb_Neujahrskonzert (pdf, 194 KB)). Darin geht es um die auf diesem Blog in den letzten zweieinhalb Jahren mehrmals thematisierte Geschichte des Neujahrskonzertes. Ich habe dazu heute im „Falter“ in einem Artikel Stellung genommen: „Philharmoniker: NS-Kapitel „längst abgeschlossen“?“ Hier als Download: Leserbrief_Falter_Neujahrskonzert (pdf, 101 KB)
Mein zentraler Vorwurf: Rathkolb verschweigt die Tatsache, dass das Neujahrskonzert ein geplanter Bestandteil von Goebbels´ Kriegspropaganda-Maschinerie war. Die „Wiener Neuesten Nachrichten“ vom 22. Dezember 1939 berichten, dass die Philharmoniker ihr Konzert „zur Gänze“ dem von Hitler kurz zuvor gegründeten „Kriegswinterhilfswerk“ widmeten. Die folgenden Konzerte standen im propagandistischen Dienst der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“. In Rathkolbs Darstellung findet sich das nicht, obwohl Fritz Trümpi schon früher zu dem Schluss kam, dass das Neujahrskonzert nicht Selbstverwirklichung von Strauß-Aficionados, sondern „Ergebnis einer nationalsozialistischen Kulturpolitik“ gewesen ist.
Schlampige Arbeit? Unverständlich jedenfalls angesichts der Brisanz dieses Themas und kein guter Dienst an den Philharmonikern, die sich solidere Arbeit hätten erwarten dürfen.
16. März 2013

„Die Veränderung unserer Gesellschaft beginnt im Klassenzimmer“

Gruene-Schule1Die Initiative „Bildung Grenzenlos“ lädt zu einer spannenden Veranstaltung („Die Veränderung unserer Gesellschaft beginnt im Klassenzimmer“ ) über zu einer für die Bildungsreform zentralen Frage: Was macht guten Unterricht, was macht eine gute Lehrperson aus?
An diesem Abend wird unter anderem auch die Initiative „Teach for Austria“ vorgestellt: Junge AkademikerInnen unterrichten nach einer Kurzschulung in Schulen, in denen sich bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche befinden. In den Ländern, wo es verwandte Initiativen gibt („Teach for All“, „Teach First“) sind beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Dennoch, oder gerade deshalb, gibt es eine Reihe von offenen Fragen: Wie verhält sich diese Initiative zur regulären Lehrerbildung? Macht man bei „Teach for All“ etwas besser? Oder, andersherum gefragt: Haben wir in der Lehrerbildung etwas übersehen / falsch gemacht?
Titel: „Die Veränderung unserer Gesellschaft beginnt im Klassenzimmer“
Hier nähere Informationen dazu:Veraenderung-beginnt-im-Klassenzimmer (pdf, 67 KB). Es handelt sich um eine Podiums- und Publikumsdiskussion der Initiative „Bildung Grenzenlos“ mit „Teach For Austria“ und dem „Standard“.
Zeit: 19. März 2013, 19:00 – 21:00 Uhr
Ort: Hauptbücherei, 1150 Wien, Urban Loritz-Platz 2A
Und natürlich passt dazu bestens mein Motto für die „Grüne Schule“: „Kein Kind zurücklassen!“
14. März 2013

Seminar für Lehrkräfte: „Auschwitz – Geschichte, Gedenken und Bildung“

MauthausenSeit 1989 organisiert Hannes Schwantner Fortbildungsseminare für LehrerInnen. Auf eines möchte ich heute hinweisen: „Auschwitz – Geschichte, Gedenken und Bildung“. Es findet vom 26. August 2013 – 30. August 2013 in Oświęcim/Krakau statt.
Lehrkräfte können dieses Seminar als Fortbildungsveranstaltung besuchen. Durchgeführt wird es als Internationale Sommerakademie (Seminarnummer: 6013ARB100) von der Pädagogischen Hochschule Wien und dem Auschwitz-Birkenau Staatsmuseum.
Hier sind einige einige Informationen herunterladbar Sommerakademie_Auschwitz (pdf, 171 KB). Das Wesentliche ganz kurz:
Schwerpunkte sind folgende Themen: „Deutsche Besetzung in Polen – politische und rassistische Prinzipien der Nazi“, „Paradigmen von Auschwitz und dem Holocaust als geschichtlicher Kontext für den Völkermord im 20. Jahrhundert“ und „Völkermord an Sinti und Roma“.
Die pädagogischen Ansätze:
In Vorträgen und Workshops werden die Themen: „Der Holocaust im Unterricht – die historische Perspektive“ diskutiert, Unterrichtsmaterialien über die Geschichte der Juden und des Antisemitismus in Europa vorgestellt und die Problematik „Zwischen Erinnerung und Gedenken – Das Auschwitz-Birkenau Museum und Gedenkstätte als Zentrum für historische Bildung“ erörtert.
Wichtig: Weitere Informationen und Anmeldung bitte an Email an Thea Schwantner. Die Anmeldung sollte umgehend erfolgen!
In diesem Zusammenhang darf ich übrigens an einen großen Österreicher erinnern, den ich noch kennenlernen durfte und mit dem ich mehrere historische Projekte durchgeführt habe: Hermann Langbein. Er durchlitt verschiedene Konzentrationslager und war aktives Mitglied der Widerstandsgruppe in Auschwitz. Dort überlebte er unter anderem Dank einer Vorarlberger Krankenschwester. Ich habe darüber vor Jahren einen Artikel geschrieben: „Der Engel von Auschwitz“ - Zum Wirken der Krankenschwester Maria Stromberger.
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
13. März 2013

Neues LehrerInnen-Dienstrecht „illusorisch“?

Bildungsblockade-einreissenWirklich überraschend ist es nicht, wenn der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Fritz Neugebauer, meint, das Inkrafttreten des neuen Lehrerdienstrechts im Herbst 2013 sei „schon lange illusorisch“ („Neugebauer hält Start des neuen Lehrerdienstrechts im Herbst "für illusorisch"“). Wir wussten das eigentlich alle, nur hat halt die Regierung kürzlich noch das genaue Gegenteil behauptet.
Das schon unter Elisabeth Gehrer und im aktuellen Regierungsprogramm versprochene moderne Lehrerinnen-Dienstrecht spießt sich weniger am Zeitpunkt als vielmehr am Inhalt. Die Regierung will (angeblich), dass neu eintretende Lehrer verpflichtend 24 Stunden pro Woche unterrichten sollen. Das ist vor allem für die jetzigen BundeslehrerInnen insbesondere in der Sekundarstufe II nicht hinnehmbar.
Für ein wirklich zukunftsweisendes neues Dienstrecht fehlt ein von beiden (!) Regierungsparteien getragenes Konzept, derzeit gibt es nur das übliche Gefeilsche um die Lehrverpflichtung.
Wie aber will man verhandeln, wenn das Ziel der Reise gar nicht klar ist? Unklar ist etwa die Frage: Brauchen wir einen neuen Typus MittelstufenlehrerIn oder gilt das neue Dienstrecht nur für das alte System? Die Grundzüge unserer Grünen Vorschläge für ein Dienst- und Besoldungsrecht haben wir präsentiert. Dazu gehört unter anderem:
• Eigene Dienstrechte für PädagogInnen an Kindergärten, Volksschulen, der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II
• Arbeitszeitmodell, das Unterrichtsverpflichtung und schulische Anwesenheitszeit kombiniert
• Zulagen für Lehrkräfte stärker als bisher an den Schulen selbst geregelt
• Mehr schulische Autonomie auch bei der LehrerInnenauswahl
Wo ist der Vorschlag der Regierung? Wo ist jener der beiden Regierungsparteien?
Was wir wissen sind Details: Die Mehrarbeit in Schularbeiten-Fächern, die Betreuung von JunglehrerInnen, Bildungs- und Schülerberatung oder Berufsorientierung sollen durch Zulagen abgegolten werden.
Der große Wurf wird das nicht - zumal es regierungsintern schon ordentlich Störfeuer gibt. Heute hat die Ministerin jedenfalls nach den Aussagen von Fritz Neugebauer kurzfristig einen Gesprächstermin mit den BildungssprecherInnen aller Parlamentsparteien abgesagt – es scheint Feuer am Dach des Ministeriums zu sein!
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
12. März 2013

Schule: ein Wortmeldung aus der Praxis!

Gruene-Schule1Heute habe ich unten stehendes Mail bekommen - eine „Wortmeldung aus der Praxis“ von einer inzwischen pensionierten AHS-Lehrerin. Es motiviert hoffentlich nicht nur mich, weiter für ein besseres Schulsystem zum Wohl unserer Kinder zu kämpfen:
„Ihren Vorstellungen von grüner Bildungspolitik kann ich als (leider) ehemalige AHS-Lehrerin nur voll zustimmen. Sie sind schöne Fantasien. Leider sieht die schulische Realität jedoch anders aus, obwohl dies nicht so sein müsste.
Wie stellen Sie sich die Umsetzung Ihrer Ideen vor? Das Gesamtschulmodell, das derzeit läuft, kann diese ja kaum - bzw. nur dort, wo mit sehr viel Geld Rahmenbedingungen hergestellt werden, die schon aus Mangel an qualifiziertem Personal nicht auf alle Schulen umlegbar sind, verwirklichen.
Aus meinen eigenen 40-jährigen Unterrichtserfahrungen müsste man bereits bei der baulichen Gestaltung von Schulen beginnen: Flexibel nutzbare Unterrichtsräume, weg vom Klassenzimmer zu Lern-, Übungs-, Entspannungs-, Kommunikations- und Bewegungsräumen. Dies wäre in vielen Schulen mit relativ geringen baulichen bzw. innenarchitektonischen Veränderungen durchführbar. Schüler müssen sich in ihrer Schule wohlfühlen können.
Der nächste bzw. gleichzeitige Schritt müsste sein, die starren 50Minuten Einheiten aufzugeben und Schülern wie Lehrern die Möglichkeit zu geben, sich in längeren Phasen einem Stoffbereich gründlich in allen möglichen Aneignungsformen zuzuwenden und auch individuelle Arbeitseinteilung zulassen. (Ich selbst hatte mir Doppelstunden zumindest für die 1. u. 2. Klassen erkämpft, was sich stes sehr positiv auf den Lernerfolg auswirkte.)
Ganztägige Schulformen, die es jedoch zulassen - ja fordern, dass junge Menschen, ihren persönliche Neigungen und Interessen (Sport, Musik etc.) nachgehen, sollten die Regel sein. Hier sind geblockte bis zu 6 Stunden Unterricht nicht mehr nötig, da zwischendurch Zeit für Entspannung und vor allem Bewegung ist. Übungs- und Lernaufgaben können in speziell dafür freigehaltenen Räumen erledigt werden. Essen in einer guten und vernünftigen Schulkantine könnte den häufig ungesunden Essgewohnheiten der SchülerInnen (5x die Woche Fertigpizza) entgegenwirken.
Ich hätte ja noch eine Fülle von Ideen, glaube jedoch, dass man auch ein gesellschaftliches Umdenken fördern muss. Kreise, die in einer guten Schule die Garantie für den Erfolg ihrer Kinder im Leben sehen (was ja an sich sehr positiv und richtig ist), dürfen genauso wenig verschreckt und verunsichert werden wie jene, die ihre Kinder in der Schule vor allem mal untertags versorgt sehen und keine Probleme mit deren Leistungen haben wollen. Das heißt, dass auch wenn in der Schule natürlich der Focus auf die Lernenden gelegt werden soll, auch die Wünsche und Vorstellungen der Eltern im Auge behalten werden müssen. Und nicht zuletzt auch jene der Lehrenden, die sich oft nicht vorstellen können, wie sie ihre Lehr- und Erziehungsaufgaben in solchen neuen Schulen verwirklichen sollen, zumal sie ja derzeit keinerlei Unterstützung vonseiten der vorgesetzten Landesschulbehörden erhalten, sondern im Gegenteil von diesen häufig gepiesackt werden. Der Widerstand von weiten Kreisen der Lehrer entspringt ja vor allem der Sorge, dass das Niveau unserer Bildungseinrichtungen noch weiter absinkt, und natürlich auch der Angst vor Veränderungen.
Danke, dass Sie sich so engagiert für Schule einsetzen!“
Bleibt mir nur noch, mein Motto für die „Grüne Schule“ anzufügen: „Kein Kind zurücklassen!“

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