Muss das "Bildungsrad" neu erfunden werden?
harald.walser | 13. Sep, 00:03 | 2 Kommentare
Ich komme gerade von einer sehr spannenden Diskussion in Tschagguns zurück: Neben Klimawandel und sozialer Gerechtigkeit ging es vor allem um Bildung.
Finnland oder Schweden als Vorbild für das österreichische Schulsystem? Das war unter anderem ein Thema. Daheim vor dem Computer liest man dann, was die heimischen PolitikerInnen zu diesem Thema absondern.
Die Vorarlberger Bildungspolitik scheint davon überzeugt zu sein, selbst zu wissen, was unseren Schulen Not tut. Was sich in anderen Ländern tut, ist anscheinend nicht so wichtig. In einem gemeinsamen Antrag fordern ÖVP und FPÖ für die Länder im Schulbereich noch mehr Einfluss. Die angekündigte Reform der Schulverwaltung von Bundesministerin Schmied gehe in Richtung Zentralisierung, befürchten die beiden Parteien. Organisation und Zuteilung von Lehrern, Schulversuche sowie Schwerpunktschulen sollten den Ländern überlassen werden.
Es ist wirklich kaum auszuhalten: Österreich fällt international immer weiter zurück (PISA-Studie, PIRLS-Studie etc.), unseren PolitikerInnen fällt dazu nur eines ein: mehr Macht in unseren Einflussbereich!
Wir müssen das Rad nicht neu erfinden: Nehmen wir uns doch jene Länder zum Vorbild, in denen das Schulsystem bestens funktioniert: In Sachen schulischer Integration und der Förderung von Kindern mit einer anderen als der vorherrschenden Sprache wäre das bspw. Kanada, in Sachen schulischer Frühförderung sind es Länder wie Korea, in Sachen Niveau (sowohl was die Förderung der schwächeren SchülerInnen als auch was die Förderung von Hochbegabten anbelangt) sind es Länder wie Finnland und Schweden.
Vorarlbergs BildungspolitikerInnen aber sind wieder einmal überzeugt, den Stein der Weisen gefunden zu haben und selbst zu wissen, wo es langgeht. Es ist unerträglich, wie selbstgefällig bei uns (nicht nur) in dieser Frage operiert wird!
Finnland oder Schweden als Vorbild für das österreichische Schulsystem? Das war unter anderem ein Thema. Daheim vor dem Computer liest man dann, was die heimischen PolitikerInnen zu diesem Thema absondern.
Die Vorarlberger Bildungspolitik scheint davon überzeugt zu sein, selbst zu wissen, was unseren Schulen Not tut. Was sich in anderen Ländern tut, ist anscheinend nicht so wichtig. In einem gemeinsamen Antrag fordern ÖVP und FPÖ für die Länder im Schulbereich noch mehr Einfluss. Die angekündigte Reform der Schulverwaltung von Bundesministerin Schmied gehe in Richtung Zentralisierung, befürchten die beiden Parteien. Organisation und Zuteilung von Lehrern, Schulversuche sowie Schwerpunktschulen sollten den Ländern überlassen werden.
Es ist wirklich kaum auszuhalten: Österreich fällt international immer weiter zurück (PISA-Studie, PIRLS-Studie etc.), unseren PolitikerInnen fällt dazu nur eines ein: mehr Macht in unseren Einflussbereich!
Wir müssen das Rad nicht neu erfinden: Nehmen wir uns doch jene Länder zum Vorbild, in denen das Schulsystem bestens funktioniert: In Sachen schulischer Integration und der Förderung von Kindern mit einer anderen als der vorherrschenden Sprache wäre das bspw. Kanada, in Sachen schulischer Frühförderung sind es Länder wie Korea, in Sachen Niveau (sowohl was die Förderung der schwächeren SchülerInnen als auch was die Förderung von Hochbegabten anbelangt) sind es Länder wie Finnland und Schweden.
Vorarlbergs BildungspolitikerInnen aber sind wieder einmal überzeugt, den Stein der Weisen gefunden zu haben und selbst zu wissen, wo es langgeht. Es ist unerträglich, wie selbstgefällig bei uns (nicht nur) in dieser Frage operiert wird!
Reden, Anträge und Ausschussarbeit