Peinliches Schokogate im Nationalrat!
harald.walser | 22. Dez, 11:50 | 0 Kommentare
Hie und da sind Zweifel angebracht: Geht es noch peinlicher? Ein bislang eher sehr unauffälliger ÖVP-Abgeordneter glaubte fest daran, eine gute Idee zu haben: Ein leeres Paket sollte die Gaben der Opposition symbolisieren, als Symbol für die Gaben der Regierung fielen ihm Zuckerln ein. Keine Wahlzuckerln, sondern Schoko. Ob die von Kürzungen massiv betroffenen Familien das lustig finden? Die Lehrerinnen und Lehrer? Die StudentInnen? Man fasst es nicht, was da an Dummheiten abgeht.
Besonders gefällt mir die kurz zu sehende Reaktion von Eva Glawischnig, dem ist nun wirklich nichts hinzuzufügen. Außer: Auch der ÖVP-Klubobmann drückt recht unmissverständlich aus, was er von der Aktion seinens Parteikollegen hält.
Besonders gefällt mir die kurz zu sehende Reaktion von Eva Glawischnig, dem ist nun wirklich nichts hinzuzufügen. Außer: Auch der ÖVP-Klubobmann drückt recht unmissverständlich aus, was er von der Aktion seinens Parteikollegen hält.
Soeben gab es eine Abstimmungspanne: Der überwiegende Teil der Abgeordneten von SPÖVP hat GEGEN einen Paragrafen des eigenen Budgets gestimmt (siehe Bild)! Es handelt sich um den § 95 (Heeresforstverwaltung). Es ist nicht die einzige Panne am heutigen Tag. Etwas mehr Konzentration, meine Damen und Herren!
Das Bundesheer in seiner jetzigen Form ist nun wirklich ein Relikt aus längst vergangenen Tagen. Und Österreich hinkt der internationalen Entwicklung wieder einmal hinterher: In Deutschland wird die Aussetzung der Wehrpflicht ab 2011 vorbereitet. Auch fast alle anderen Staaten in Europa haben in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren die Wehrpflicht abgeschafft. Übrig bleiben derzeit Estland, Finnland, Griechenland, Zypern - und Österreich.
Sie haben es nicht leicht, die Schwarzen. Kaum machen sie einmal einen kleinen historischen Schwenker - und schon mäkelt die Opposition daran herum. Ich habe ein bisschen nachgefragt, als Werner Amon seinen Chef Josef Pröll allen Ernstes mit Ludwig XIV. verglichen und Folgendes zum Besten gegeben hat: „Er führte wichtige Reformen im Land durch, insbesondere im Zusammenhang mit der Wirtschaftspolitik. Er förderte die Künste, die Wissenschaften, was eine Blütezeit für die französische Kultur bedeutete. Und letztlich: Mit 72 Jahren auf dem Thron war er das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Geschichte in Europa. – Lieber Herr Finanzminister, das wünschen wir Ihnen natürlich auch.“ Lustig! Aber weiß der Herr Amon, welches Vorbild er da seinem Chef untergejubelt hat? Ich habe es bezweifelt und den Herrn Kollegen auf Folgendes hingewiesen:
Reden, Anträge und Ausschussarbeit