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15. März 2011

Mahnwache gegen Atomwahnsinn!

MahnwacheMontagabend habe ich an einer bewegenden Mahnwache gegen den Atomwahnsinn in Bregenz teilgenommen (Mahnwache in Bregenz zu Atomkrise in Japan).
Dem kurzfristig erfolgten Aufruf der Grünen zur Mahnwache sind erfreulich viele Menschen gefolgt - darunter VertreterInnen aller im Landtag vertretenen Parteien. Unser Landessprecher Johannes Rauch hat der durch Erdbeben, Tsunami und die unvorstellbaren Reaktorkatastrophen schwer betroffene japanischen Bevölkerung seine Anteilnahme ausgedrückt.
Für heute Dienstag haben die Wiener Grünen ebenfalls eine Mahnwache angekündigt:
Mahnwache für den sofortigen Atomausstieg!
Atomkraftwerke abschalten – Weltweit!
Zeit: Dienstag, 15. März, 18h30
Ort: Vor dem Parlament

Ein sofortiger Ausstieg aus der tödlichen Technologie ist möglich.
Wir fordern den Umstieg von nuklearer auf erneuerbare Energie.
Wir verlangen vom österreichischen Parlament und der Regierung ein entschiedenes Nein zu allen AKWs, sowohl in Europa als auch weltweit.

„Schwarz-Blau: Regiert, geschmiert, kassiert“

Wir haben es ja mitbekommen, mit welcher Unverschämtheit die schwarz-blauen Herrschaften Österreich ab dem 4. Februar 2000 zum Selbstbedienungsladen für ihre ganz persönlichen und nicht zuletzt finanziellen Interessen gemacht haben. Ein „profil“-Beitrag diese Woche bringt unter dem Titel „Schwarz-Blau: Regiert, geschmiert, kassiert“ eine zornig machende Zusammenfassung über die Aktivitäten der „zu jungen, zu schönen, zu intelligenten“ Verscherbler unseres Familiensilbers. Ihre Beute laut „profil“: 60 Millionen Euro!
Hauptdarsteller in diesem Drama: Karl-Heinz Grasser, Finanzminister. Ernst Strasser, Innenminister. Mathias Reichhold und Hubert Gorbach, Infrastrukturminister. Dieter Böhmdorfer, Justizminister. Jörg Haider, Landeshauptmann. Peter Hochegger, PR-Berater. Walter Meischberger, Lobbyist. Alfons Mensdorff-Pouilly, Konsulent. Gernot Rumpold, Werber. Ernst Karl Plech, Immobilienmakler. Und weitere.
Themen: Buwog. Hypo Alpe-Adria. Telekom Austria. Porr. ÖBB. YLine. EADS.
Spielorte: Zypern. Liechtenstein. Delaware. Panama. Und natürlich Österreich.
Mit welcher Unverschämtheit dabei vorgegangen wurde, zeigt ein von „profil“ zitiertes Protokoll der Staatsanwaltschaft. Darin ist die Rede von einem „Arbeitsfrühstück“ in einem Wiener Luxus­hotel im Frühjahr 2000. Ich zitiere „profil“:
„Unlängst, erzählt Hochegger nach Aussagen des Kabinettschefs, sei ein kleiner Kreis von Persönlichkeiten aus der FPÖ zusammengesessen und habe über die im Regierungsprogramm vorgesehenen Privatisierungen diskutiert. "Dabei", wird der Kabinettschef 2009 vor der Staatsanwaltschaft zu Protokoll geben, "sei man zu dem Schluss gekommen, dass man bei den diversen Privatisierungsprojekten zusehen sollte, an den in diesen Geschäften üblichen "fees" (Gebühren oder Honorare, Anm.) zu partizipieren.“
13. März 2011

Atom-Mahnwache vor Landhaus in Bregenz!

Atomkraft_Nein_dankeAnbei ein Aufruf für eine von den Grünen Vorarlberg organisierte Anti Atom-Mahnwache: AKWs-abschalten (pdf, 74 KB).
Treffpunkt am Montag um 17.00 Uhr vor dem Landhaus in Bregenz. Der sich abzeichnende nukleare Alptraum in Folge des Erdbebens in Japan erfordert unsere klare und eindeutige Stellungnahme.
Bitte um Teilnahme und natürlich auch Weiterleitung an alle FreundInnen, Bekannte, Verwandte usw.

„Unheimlich schön“ - Atomwaffentests seit 1945 als Kunstprojekt



Der japanische Künstler Isao Hashimoto hat eine im wahrsten Sinne des Wortes „unheimlich schöne“ Zeitraffer-Karte der bislang registrierten 2053 nuklearen Explosionen zwischen 1945 und 1998 erstellt. Alles beginnt mit dem im Rahmen des „Manhattan Projects“ durchgeführten „Trinity“-Test in der Nähe von Los Alamos und endet mit Atomtests in Pakistan im Mai 1998. Nordkorea soll anschließend aber noch zumindest zwei Atomtests durchgeführt haben.
Jede Nation erhält ein Echozeichen und einen blinkenden Punkt auf der Karte, wenn eine nukleare Waffe detoniert.
12. März 2011

Atomkraft kann tödlich sein!

AKW_ErdbebenWas tun, wenn es auch bei uns zu einem Erdbeben kommt? So einfach, wie es die linke Grafik ironisch auf den Punkt bringt, ist es nämlich nicht.
Man fühlt sich an den alten Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe und seinen Zauberlehrling erinnert: „Die Geister die ich rief, werd ich nicht mehr los!“ Wir werden sie jedenfalls nicht schnell los werden. Aber wir müssen damit beginnen. Jetzt!
Wir haben es daher satt, den Beschwichtigern und Schönrednern zuzuhören, wir haben es satt, der maßlosen Arroganz vieler sogenannter Fachleute ausgeliefert zu sein. Unsere Wachstumsgesellschaft ist gefordert - sie muss endlich umdenken.
In Deutschland tut sich erfreuliches. Spontan regt sich Protest gegen den AKW-Wahnsinn.
antiatomkette_12-3-2011Die Botschaft ist klar: „Ned blos schwätza – abschalte“ also „Nicht nur reden – abschalten“. Was nur den Borniertesten bislang nicht beizubringen war, ist nach der schrecklichen Katastrophe in Japan wie nach Tschernobyl offenkundig: Das Betreiben von Atomkraftwerken ist unverantwortlich.
In Deutschland haben viele Menschen spontan reagiert. Vor kurzem haben 60.000 Menschen eine geschlossene Kette vom AKW Neckarwestheim bis nach Stuttgart gebildet (hier zu einem Kurzbericht). Viele von ihnen sind spontan gekommen. Am frühen Abend findet dann in Stuttgart auf dem Schlossplatz mit einer Abschlusskundgebung weiter.
Die Explosion im AKW Fukushima rüttelt auf, immerhin ist es möglich, dass derzeit eine Kernschmelze im Gange ist, sicher ist: Die Strahlung im Umkreis des AKW ist massiv erhöht.Die Atomenergie ist gefährlich und unbeherrschbar, die Auswirkungen einer Störung können tödlich sein.
11. März 2011

Seminar: „Ideologie und Wirklichkeit des Nationalsozialismus“

MauthausenSeit 1989 organisiert Hannes Schwantner Fortbildungsseminare für LehrerInnen mit dem Titel „Ideologie und Wirklichkeit des Nationalsozialismus - Hermann Langbein Symposium“. Heuer findet es vom 4.-8. April in Linz (Pädagogische Hochschule, Kaplanhofstraße 40) statt.
Lehrkräfte können dieses Seminar als Fortbildungsveranstaltung besuchen. Nur einige Themen: „Das System der NS-Lager“, „Das KZ Auschwitz“, „Rassenideologie des Nationalsozialismus“ „Euthanasie im NS-Staat“, „Neue Rechte“, ... Zum Programm gehört natürlich eine Exkursion zur Gedenkstätte KZ–Mauthausen. Themen sind auch das Schicksal der österreichischen Roma und Sinti sowie der frühere und der aktuelle Antisemitismus. Hier als Download das Programm_Langbein-Symposium (doc, 40 KB).
Anemldung: Pädagogische Hochschule des Bundes, 1100 Wien, Grenzackerstraße 18 (Andrea Riss MA: andreas.riss@phwien.ac.at, 01/60118 3763).
Das Seminar trägt übrigens den Namen eines großen Österreichers: Hermann Langbein. Er durchlitt verschiedene Konzentrationslager und war aktives Mitglied der Widerstandsgruppe in Auschwitz. Dort überlebte er unter anderem Dank einer Vorarlberger Krankenschwester. Ich habe darüber vor Jahren einen Artikel geschrieben: „Der Engel von Auschwitz“ - Zum Wirken der Krankenschwester Maria Stromberger.
10. März 2011

Philharmoniker: „Zeit des Totschweigens ist vorbei!“

Wiener-Phil_NS-ZeitUnter diesem Titel habe ich heute in der „Presse“ einen Gastkommentar veröffentlicht: „Zeit des Totschweigens ist vorbei: neue Töne bei Philharmonikern“.
Dieser Beitrag hat eine längere Vorgeschichte, die ebenfalls mit einem Gastkommentar in der „Presse“ begonnen hat und zum Teil auf diesem Blog nachlesbar ist (Wiener Philharmoniker - „Es klang wunderbar. Ganz judenrein!“).
Anlass für den heutigen Kommentar ist ein musikgeschichtliches Symposium in Wien mit dem Titel „Musik, Politik und der Nationalsozialismus in Europa“. Unter anderem spricht dort Clemens Hellsberg, Vorstand der Wiener Philharmoniker, zum Thema „Begegnungen mit Vertriebenen“. Ich fürchte - nach inzwischen längerer Erfahrung mit den Philharmonikern -, dass dabei selbstkritische Hinweise unterbleiben werden. Deshalb habe ich Hellbergs morgige Rede - quasi als „Wunschrede“ - in meinem Beitrag vorweggenommen ;))
Auch der „Standard“ geht heute ausführlich auf das Thema ein: „Philharmoniker: Neue Debatte über die NS-Vergangenheit“. Darin nimmt Clemens Hellsberg, Vorstand der Philharmoniker, zu meinen Forderungen nach einer umfassenden Aufarbeitung der Philharmoniker-Geschichte Stellung. Gelernt hat der Herr noch immer nichts - wie im Artikel nachzulesen ist: „Walser kann gerne forschen, aber wir geben kein Projekt in Auftrag“ - es geht aber nicht darum, dass ich forschen kann, sondern dass dies eine unabhängige HistorikerInnenkommission tun kann.
9. März 2011

ÖVP und Bildung: alles wird schlimmer!

Karikatur_LehrerAus - vom eigenen Konzept entsetzten - ÖVP-Kreisen habe ich den Entwurf zu einem neuen Bildungsprogramm der Schwarzen erhalten. „Der Standard“ berichtet heute darüber: „Hauptschüler gehen dem Schulsystem öfter verloren“.
Besonders gut gefallen hat mir die Einleitung des Artikels: „Auf einem Beipackzettel für das österreichische Schulsystem müsste Folgendes draufstehen: Der Besuch einer Hauptschule kann den Bildungserfolg Ihres Kindes maßgeblich beeinträchtigen. Über Wirkung und mögliche Nebenwirkungen der Hauptschule informieren OECD, Lehrherren oder die Statistik Austria.“
Heute stellt sich übrigens Werner Amon als neuer Chefverhandler für die ÖVP in Sachen Bildungsreform vor. Aus dem „Trio Betonale“ Pröll jun. und sen. sowie Fritz Neugebauer wird somit inklusive Werner Amon ein bildungspolitisches „Stillstands-Quartett“. Bei all diesen Botschaften aus schwarzen Kreisen kann man nur sagen: Alles wird schlimmer!
8. März 2011

Was würde „Che“ Guevara in Österreich machen?

CheSoviel ist mal fix: Auch Ernesto „Che“ Guevara hat das Teufelszeug aus den USA nicht verschmäht und begeistert Coca Cola getrunken. Trotzdem hat er sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur optisch als revolutionärer „Typus“ etabliert. Was aber machte den 1928 geborenen schwächelnden Asthmatiker zum wilden Draufgänger? Dieser spannenden Frage geht „Die Zeit“ nach: „Ernesto "Che" Guevara
Um es kurz zu machen: „Che“ Guevara stammte aus bürgerlichem und dennoch unkonventionellem Haus, genoss eine gute Ausbildung und legte sich schon als Kind auf dem Schulhof mit Stärkeren an. Gegen Ende seines Medizinstudiums fuhr er mit einem Freund auf einem Motorrad 8000 Kilometer durch Lateinamerika, lernte die Lebensumstände von Arbeitern, Indios und Leprakranken kennen und traf auf Fidel Castro. Alles weitere ist hinlänglich bekannt.
Die spannende Frage: „Wo wäre der Che heute? Unter den Molli-Werfern beim G-8- Gipfel? Ein disziplinloser Haufen! Oder doch eher Che als Vorhut einer Al-Qaida-Einheit in den afghanischen Bergen? Nein: zu wenig Frauen! Vielleicht würde er ja diesmal einen friedlichen Weg einschlagen – als Aktivist bei den Ärzten ohne Grenzen.“
„Zeit“-Autor Harro Albrecht empfiehlt: "The Motorcycle Diaries". Regie: Walter Salles, 2004, DVD, 9,99 Euro
Und mich würde Folgendes interessieren: Was würde der „Commandante“ heute in Österreich machen? Welche Schlüsse würde er ziehen angesichts von Korruption und Reformstillstand? Und welche Schlüsse sollen wir ziehen?
6. März 2011

Schein und Sein in der Politik

Die „taz“ zitiert die Kabarettistin Lisa Fitz und stellt fest: „Politiker sind keine Vorbilder mehr“. Ob bewusst die weibliche Form weggelassen worden ist, weiß ich nicht. Die Männer dominieren jedenfalls in der Negativliste - von KHG über K-T bis zu Berlusconi: „Ist Anstand eine Kategorie, um Politiker und ihre Arbeit zu bewerten?“
Bemerkenswert finde ich den Kommentar von Alexandra Föderl-Schmid im gestrigen Standard. Sie weist auf verblüffende Ähnlichkeiten zwischen den Fällen Guttenberg und Grasser hin: „Die Polit-Schlawiner“. Zurecht stellt Föderl-Schmid fest, dass es in der Politik inzwischen „mehr um den Schein als um das Sein geht“. Daran macht sie einen „generellen gesellschaftlichen Werteverlust“ fest. Ihrer Analyse ist nichts hinzuzufügen - außer der Frage, wie man gegensteuern kann. Schuld an der unbefriedigenden Situation ist nämlich wohl nicht nur die Politik, sondern auch die veränderte Mediensituation. Von Politik-Typen wie KHG, K-T oder Berlusconi werden Grundsätze gar nicht verlangt, sie würden sogar stören. Die Haiders, Straches und Westenthalers leb(t)en vom schnellen Sager, vom Anpatzen, von der Provokation. Darüber wird berichtet. Inhalte bleiben da natürlich auf der Strecke. Oder kennt jemand ein Bildungskonzept der FPÖ? Interessiert sich ein Medium für das Steuerkonzept der Blauen, ihre Antworten auf den Klimawandel? Oder fordern die Medien ein freiheitliches Gesundheitskonzept ein? Wir alle tun gut daran, innezuhalten und genau das einzufordern, worum es gehen sollte: Konzepte für den positiven Wandel.
Wir dürfen die Bühne nicht den Polit-Schlawinern überlassen!

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