Mobbing in der Schule - und die Behörde sieht zu!
harald.walser | 10. Jul, 13:36 | 2 Kommentare
Man stelle sich vor: Eine Landesschulinspektorin (LSI) bezeichnet eine Schuldirektorin schriftlich und mündlich vor anderen Personen als Lügnerin und lässt die Anwesenheit und Arbeitsleistung durch deren Sekretärin kontrollieren. Die Betroffene ist eine sehr mutige Frau und hat sich mit mir gemeinsam der Presse gestellt: Frau Dr. Evelyn Mayer ist Direktorin der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Biedermannsdorf. Sie wurde von ihrer zuständigen LSI über mehrere Jahre gemobbt („Mobbing: Direktorin klagt wegen Burn-out“).
Versagt haben in dieser Angelegenheit alle Instanzen - der Präsident des NÖ-Landesschulrats, der trotz mehrmaliger Aufforderung keine Hilfe leistete, ebenso wie die Sektionschefs im Ministerium, die seit über einem Jahr informiert sind und untätig blieben. Bezeichnend ist die Stellungnahme des niederösterreichischen Landesschulratspräsidenten Hermann Helm: „Sie hat sich zwei Mal an mich gewandt und ich habe ihr unmittelbar geholfen. Das liegt aber zwei bis drei Jahre zurück. Ich schätze Evelyn Mayer sehr und bedauere ihre Situation.“ „Bedauern“ ist etwas wenig für den Verantwortlichen. Und Helm legt das ganze Dilemma der österreichischen Schulsystems gleich unfreiwillig offen: „Ich habe den Wirkungsbereich der Inspektorin eingeschränkt und ihr die Weisung gegeben, dass sie Mayer nur mehr Anweisungen geben darf, sofern ich sie vorher absegne. Rechtlich kann ich nicht mehr machen. Sie ist Fachexpertin und pragmatisiert.“ Wenn Sie nichts machen können, Herr Präsident, frage ich mich, warum Sie diese position innehaben.
Nähere Infos zum Fall und zum Thema Mobbing sind hier in unseren Presseunterlagen herunterladbar: Presseunterlage_Fall-Mayer (doc, 34 KB)
Es ist sehr selten, dass ein Mobbingopfer so mutig ist wie Frau Dr. Mayer und an die Öffentlichkeit geht. Ihr gebührt großer Respekt und Dank im Namen aller anderen Opfer.
Versagt haben in dieser Angelegenheit alle Instanzen - der Präsident des NÖ-Landesschulrats, der trotz mehrmaliger Aufforderung keine Hilfe leistete, ebenso wie die Sektionschefs im Ministerium, die seit über einem Jahr informiert sind und untätig blieben. Bezeichnend ist die Stellungnahme des niederösterreichischen Landesschulratspräsidenten Hermann Helm: „Sie hat sich zwei Mal an mich gewandt und ich habe ihr unmittelbar geholfen. Das liegt aber zwei bis drei Jahre zurück. Ich schätze Evelyn Mayer sehr und bedauere ihre Situation.“ „Bedauern“ ist etwas wenig für den Verantwortlichen. Und Helm legt das ganze Dilemma der österreichischen Schulsystems gleich unfreiwillig offen: „Ich habe den Wirkungsbereich der Inspektorin eingeschränkt und ihr die Weisung gegeben, dass sie Mayer nur mehr Anweisungen geben darf, sofern ich sie vorher absegne. Rechtlich kann ich nicht mehr machen. Sie ist Fachexpertin und pragmatisiert.“ Wenn Sie nichts machen können, Herr Präsident, frage ich mich, warum Sie diese position innehaben.
Nähere Infos zum Fall und zum Thema Mobbing sind hier in unseren Presseunterlagen herunterladbar: Presseunterlage_Fall-Mayer (doc, 34 KB)
Es ist sehr selten, dass ein Mobbingopfer so mutig ist wie Frau Dr. Mayer und an die Öffentlichkeit geht. Ihr gebührt großer Respekt und Dank im Namen aller anderen Opfer.
Unter diesem Titel hat heute die Historikerin Lisa Rettl in der „Presse“ einen bemerkenswerten Kommentar veröffentlicht („
Heute Vormittag haben Schweizer und Vorarlberger Grüne ein gemeinsames Projekt präsentiert: Die Brücke über den Rhein zwischen Diepoldsau und Lustenau soll künftig „Paul-Grüninger-Brücke“ heißen.
„Was ist nur mit den Grünen los?“ In Österreich jammern viele, dass die veröffentlichten Umfragen zur Sonntagsfrage nicht so sind wie in Deutschland (wo es keine rechtspopulistische Partei wie die FPÖ gibt, ja nicht einmal so etwas wie das BZÖ, wo die Regierung erst seit Fukushima von atomaren Irrweg ablassen will, wo es der CDU nie einfallen würde, sich mit Rechtsextremen ins Bett zu legen usw.), und in Deutschland können sich viele nicht damit anfreunden, dass es mit Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg plötzlich so etwas gibt wie einen biederen „Grünen Landesvater“ und wo allen Ernstes über eine Grüne Kanzlerkandidatur spricht. Grüne in Opposition forever - das wollen etliche festschreiben. Gestaltungswille ist aber etwas anderes.
Es ist zum Jammern, ich weiß. Jammern allein nützt aber nichts. Natürlich: Es sind düstere Zeiten für Bildung in Österreich - bei der PISA-Studie auf den hinteren Plätzen, unterbezahlte KindergartenpädagogInnen, zu wenig ProfessorInnen für zu viele StundentInnen. Rot und Schwarz stehen seit Jahren auf der Bildungsbremse: Die ÖVP steht für Sitzenbleiben und Privilegien, die SPÖ steht für faule Kompromisse - die Grünen hingegen stehen für Lernfreude und Leistungswillen! Genauer nachzulesen sind unsere Vorstellungen übrigens in unserem
Reden, Anträge und Ausschussarbeit