Von den Besten lernen: Integrierte Gesamtschule Göttingen!
harald.walser | 26. Mär, 12:13 | 0 Kommentare
Am Donnerstag beschließt der Nationalrat gegen die Stimmen der Grünen das Gesetz zur Einführung der „Neuen Mittelschule“. Das bestehende Schulsystem wird dadurch zementiert, viele engagierte LehrerInnen sind frustriert. Doch es gibt Hoffnung, denn die kindgerechte Schule entwickelt sich an vielen Standorten - trotz der fatalen Schulstruktur. Und auch der Blick ins Ausland lohnt sich.In Deutschland wird jedes Jahr der mit 100.000,- € dotierte „Deutsche Schulpreis“ vergeben. Mit dem Direktor der „besten Schule Deutschlands“ im Jahr 2011, der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule/IGS in Göttingen habe ich heute in Wien eine sehr gut besuchte Pressekonferenz durchgeführt.
Wolfgang Vogelsaenger hat darüber berichtet, was das Erfolgsgeheimnis seiner Gesamtschule ist. In ihr lernen Kinder aus allen gesellschaftlichen Gruppen, es gibt keine Noten bis zur 8. Schulstufe und keine Leistungsgruppen – und trotzdem bzw. gerade deshalb erbringen die Kinder und Jugendlichen beste Leistungen. Der Grund: ein durchdachtes pädagogisches Konzept, integrative und teamorientierte Lehrkonzepte, lernen in heterogenen Gruppen sowie Prävention durch Inspiration, Ermutigung und Kooperation.
Ein wichtiger Grundsatz lautet: Kein Kind ist allein, es ist immer Mitglied eines Teams.
Auf Initiative der Grünen Bildungswerkstatt und der Initiative Bildungs grenzenlos präsentieren Vogelsaenger und seine Frau das Modell bis Donnerstag in mehreren Veranstaltungen:
26.3: WIEN: Pädagogische Hochschule Wien, Grenzackerstraße 18, 1100 Wien, Beginn: 18 Uhr
27.3. GRAZ: Pädagogische Hochschule Steiermark, Hasnerplatz 12, 8010 Graz, Beginn: 19 Uhr
28.3.: LINZ: Wissensturm/VHS Linz (15.OG), Kärtnerstraße 26. 4020 Linz, Beginn: 19 Uhr
29.3.: INNSBRUCK: Begegnungsbogen, Ing. Etzelstraße, Bogen 37, 6020 Innsbruck, Beginn: 19 Uhr
Eintritt frei!
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
Ab Montag präsentiert die „Grüne Bildungswerkstatt“ den Gegenentwurf zur „Neuen Mittelschule“ - die wir am Donnerstag im Parlament beschließen und der wir Grüne zwar einige wenige Giftzähne ziehen konnten, die insgesamt aber in die falsche Richtung geht („
Derzeit werden an den Pädagogischen Hochschulen die Rektorate neu besetzt. Das sind Richtungsentscheidungen: Schaffen wir es, unsere Pädagogischen Hochschulen an die internationalen Standards anzugleichen oder nicht. Notwendig ist eine Tertiärisierung der gesamten PädagogInnenausbildung – von den Kindergärten bis zur Sekundarstufe II. Das bedeutet eine Entwicklung in Richtung mehr Wissenschaftlichkeit, zudem fordern wir die Vereinheitlichung der PädagogInnenausbildung, eine Professionalisierung des Berufs und den Ausbau von Forschung und Lehre an den Pädagogischen Hochschulen. Meine Position habe ich ja kürzlich ausführlich dargestellt (
Die penible Arbeit von Peter Pilz im Untersuchungsausschuss bestätigt einmal mehr, was ich bereits letzte Woche nachgewiesen habe: Die FPÖ Vorarlberg steckt wesentlich tiefer im Korruptionssumpf, als bislang angenommen wurde (
„Österreich. Hier geht´s uns gut.“ Ein Bild mit den beiden Hauptverantwortlichen aus jenen Zeiten, als das heutige Korruptionsdesaster begann: Haider und Schüssel.
„ÖVP. Haben Sie Mitleid.“ Das Satireportal „Raketa“ hat es wie so oft auf den Punkt beziehungsweise das Bild gebracht. Und es hat somit bewiesen, dass KünstlerInnen die Zukunft im Griff haben. Eine Sammlung von solch zukunftsweisenden Plakatvorschlägen aus dem Jahr 2008 findet sich auf
Die Schweizer Wochenzeitung „WOZ“ berichtet („
Reden, Anträge und Ausschussarbeit