Die schrecklichen Erlebnisse der Ursula Stenzel!
harald.walser | 7. Sep, 16:00 | 0 Kommentare
Die Zeiten sind furchtbar. Nur eine Bastion steht in dieser Strumflut felsenfest: die ÖVP. Bei ihr weiß man halt, wo und wofür sie steht. Nein, natürlich nicht in der Bildungsfrage, wo Landeshauptmann Günther Platter für die Gesamtschule ist („Ich halte es für falsch, dass derzeit bereits Zehnjährige eine Grundsatzentscheidung treffen müssen.“) und der derzeit noch im Amt befindliche Parteiobmann Michael Spindelegger dagegen („Ich bleibe dabei, die Neue Mittelschule kommt, das Gymnasium bleibt!“).
Was man aber weiß, ist, wo man hingehört. Sympathieträgerin Ursula Stenzel beispielsweise erzählt im Fernsehen völlig unbekümmert von einer schrecklichen Erfahrung. Sie wurde in einem Hotel doch tatsächlich nicht standesgemäß in der „Belle etage“ einquartiert: „Es war grauenhaft … Sie können sich nicht vorstellen, wie schnell ich wieder draußen war und dann in einem Luxushotel mich eingecheckt habe, umgehend, hähähähä.“ Das geschah - wie sie zugibt -natürlich auf Staatskosten, aber das ist gerechtfertigt, so Stenzel: „Wenn man so schwer arbeitet, darf man nicht so untergebracht werden wie als armer Flüchtling, irgendwo, der ohne Pass reist, hähähähä.“
Noch Worte?
Missstände im Bereich des Landesschulrates für Niederösterreich sind nichts Neues. Ich präsentiere am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz einen besonders gravierenden Fall aus dem Machtbereich des Erwin Pröll (an sich reicht zur Schilderung ja schon die Karikatur von Oliver Schopf) – unterlegt mit schriftlichen Beweisen. Dabei geht es um ein bestens geöltes „politisches Informationssystem“ von den Schulen bis zum Landeshauptmann.
Die antisemitischen Vorfälle in Österreich nehmen zu. Die Sensibilität der Gesellschaft sinkt. Diese Woche ein weiterer Vorfall in Wien: „Hau ab, du Scheiß-Jude! Juden raus! Heil Hitler!“ So wurde ein Rabbiner am Donnerstag am Wiener Schwedenplatz bedroht (
Die Karikatur stammt aus den Oberösterreichischen Nachrichten vom 27. Juli 2012: „Ausfahrt Geisterbahn Kärnten“.
Die gestrige Aussage des Tiroler Landeshauptmanns Günther Platter, der entgegen der offiziellen Linie seiner Partei die Gesamtschule für „vorstellbar“ hält und sie „durchaus offensiv andenken - auch in Verbindung mit Ganztagsschule“ möchte (
Reden, Anträge und Ausschussarbeit