kostenloser Counter

A A A
HOME / /
FOLLOW
11. Mai 2013

Berlakovich, Bienen und Chemiekonzerne!



Nach der wertvollen Aufklärungsarbeit durch Armin Wolf und Maschek enthüllt nun das Nachrichtenmagazin „profil“, warum Nikolaus Berlakovich eine so Pestizid-freundliche Haltung eingenommen hat und seither als „Sumsi-Mörder“ gilt: drei führende Agrochemiekonzernen finanzierten die von ihm in Auftrag gegebene Studie zum Bienensterben (Honig ums Maul)! Sieht irgendjemand in der ÖVP eigentlich irgendwann einmal einen Grund für einen Rücktritt? Nur bei einem Kapitalverbrechen? Die Rücktritte müssen wohl erst durch die WählerInnen im September erzwungen werden!
10. Mai 2013

Auf den Lehrer kommt es an!

Lehrer_2Das ist das - ungegenderte - Ergebnis der weltweit wohl am meisten beachteten bildungspolitischen Studie. Wir ergänzen daher - und auf die Lehrerin!
„Die Zeit“ titelte einen Bericht zum Thema „Ich bin superwichtig!“ und meinte ziemlich stark verkürzend: „Kleine Klassen bringen nichts, offener Unterricht auch nicht. Entscheidend ist: Der Lehrer, die Lehrerin. Das sagt John Hattie.“
John Hatties Studie ist einige Jahre nach ihrer Veröffentlichung auch im deutschsprachigen Raum angekommen: „Visible Learning“ (2009; dt.: „Lernen sichtbar machen“, 2013). Endlich!
Ein Blick auf die Mega-Studie lohnt sich nämlich: Der neuseeländische Erziehungswissenschafter hat in jahrelanger Knochenarbeit 800 Meta-Analysen von 50.000 Einzelstudien ausgewertet und kann sich bei seinen Ergebnissen somit auf die breiteste Datenbasis aller Zeiten berufen. Seine zentrale Frage: Was macht den Lernerfolg von SchülerInnen aus?
Wer sich einen differenzierten Einblick in John Hatties Befunde verschaffen möchte, kann dies an diesem Mittwoch bei einer Veranstaltung ain Wien machen! Nach einer einführenden Präsentation von Ulrich Steffens besteht die Gelegenheit für Rückfragen und Diskussion.

Ort: Universität Wien, Fakultätsgebäude Währingerstraße 29, 1090 Wien, Hörsaal 1
Zeit: Mittwoch, 15. Mai 2013 / 19:00
Referent: Ulrich Steffens (Landesschulamt und Lehrkräfteakademie Hessen)
Moderation: Christoph Schwarz (DiePresse.com)

Weiters diskutieren: Heidi Schrodt (BildungGrenzenlos) und Franz Radits (Kompetenzzentrum für Didaktik der Biologie an der Universität Wien)
Übrigens - in unserem Bildungsprogramm ist vieles davon bereits berücksichtigt. Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
9. Mai 2013

Schulverwaltung - reformierbar?

SchulverwaltungVereinfachung der Schulverwaltung? Schön wär´s! Viele fragen sich angesichts der Trippelschritte, ob der lange Weg überhaupt zu bewältigen ist.
Ministerin Claudia Schmied hat nun einen Reformvorschlag unterbreitet
Hier in kurzen Worten meine Einschätzung:
Angeblich wird eine Behördenebene eingespart. Das Ziel, die Abschaffung der Bezirksschulräte (BSR) und ihrer Kollegien und die Überleitung der Aufgaben der BSR in die Landesschulräte (LSR), wird aber wohl kaum etwas bringen - erhofft werden 20% weniger InspektorInnen. Wie das passieren soll, wird nicht angegeben.
Positiv ist, dass die Landesschulräte Bildungsregionen schaffen können, die unabhängig von den politischen Bezirken sind. Auch die BSR-Kollegien werden eingespart. Allerdings bleiben die politisch besetzten Kollegien der LSR und die Weisungsgebundenheit an die Landesregierung erhalten.
Positiv sehe ich den Versuch, die Schulstandorte und Schulleitungen zu stärken und schul- sowie schultypenübergreifende Schulleitungen zu ermöglichen.
Die versprochene Mitsprache der Schulleitungen bei LehrerInnenauswahl ist allerdings nur eine Absichtserklärung.
Von einer wirklichen Vereinfachung der LandeslehrerInnenverwaltung in den Ländern kann keine Rede sein. Das Bildungsvolksbegehren forderte eine politisch unabhängige Schulverwaltung - das ist das Gegenteil! Der Widerstand war offenkundig wieder einmal zu stark.
Alles in allem kann ich nur sagen: „Der Berg kreißte und gebar eine Maus!“
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
7. Mai 2013

Ist Peter Fichtenbauer wirklich wählbar, Herr Präsident Fischer?

Graf_Ruecktritt2Man muss sich – speziell als Politiker – mit Kritik zurückhalten, wenn es sich um das höchste Amt im Staat handelt. Anders ist das, wenn sich das Staatsoberhaupt in die Niederungen der Tagespolitik begibt. In einem Interview mit dem „Standard“ bezieht UHBP Heinz Fischer Position zur letzte Woche stattgefundenen Wahl der Volksanwälte, bei der bekanntlich nur wir Grüne gegen den Vorschlag gestimmt haben: „Es gibt auch weniger kluge Formen der Mitbestimmung“. Die Abstimmung erfolgte en bloc, sodass wir vor der Wahl standen, entweder alle – und somit auch den FPÖ-Mann Peter Fichtenbauer – oder keinen zu wählen. Wir entschieden uns für Letzteres. In der „Presse“ habe ich dazu heute einen Gastkommentar geschrieben: „Ist Peter Fichtenbauer wirklich wählbar, Herr Präsident Fischer?
Dass nur im „Gesamtpaket“ abgestimmt werden kann, ist laut UHBP eine „gut begründete Konstruktion“: „Die Fraktionen können einander nichts dreinreden.“ Was ist das für ein Demokratieverständnis, wenn man es gut findet, dass frei gewählte Abgeordnete bei einer Wahl „nicht dreinreden“ können? Wenn man dieser Logik folgt, könnte man auf Wahlen gleich verzichten und den einzelnen Fraktionen die Bestellung überlassen.
Vielleicht sollten sich Bundespräsident, SPÖ und ÖVP an die Wahl Martin Grafs zum 3. Nationalratspräsidenten im Oktober 2008 zurückerinnern. Die Begründung war damals trotz unserer heftigen Kritik ähnlich. Weder Heinz Fischer noch seine SPÖ haben offensichtlich aus diesem Desaster gelernt. Damals haben SPÖ und ÖVP in holder Eintracht Martin Graf zum 3. Nationalratspräsidenten gewählt. Wir Grüne haben damals darauf hingewiesen, dass ein Mann mit diesem politischen Hintergrund in einer derart hohen Funktion untragbar ist. Heute gibt das sogar die FPÖ zu.
Die Haltung Heinz Fischers ist typisch für die Nachkriegszeit. Probleme wurden nicht offen diskutiert, sondern in den Hinterzimmern der Sozialpartner besprochen und gelöst, Postenvergaben erfolgten im großkoalitionären Einverständnis durch Parteien.
Die „große Koalition“ ist keine „große“ mehr und bangt darum, ob sie überhaupt noch einmal die Mehrheit erreicht. Entscheidungen wie die Wahl von Martin Graf und Peter Fichtenbauer tragen zu diesem Niedergang bei.
6. Mai 2013

8. Mai - kein Tag wie jeder andere!

Fest-der-Freude-8_-Mai-Wiener-HeldenplatzWenn „wir“ den 2. Weltkrieg nicht verloren haben, weil wir uns ja nicht als Nachfolgestaat von Nazi-Deutschland verstehen, was haben „wir“ am 8. Mai dann getan? Etwa gewonnen? Richtig: gewonnen! Obwohl es vielen noch schwer fällt, das so zu sehen. Wir Grüne haben uns dazu auch so unsere Gedanken gemacht, mehr dazu auf unserer Homepage: „8. Mai - kein Tag wie jeder andere!
Eine antifaschistische Koalition hat das nationalsozialistische Deutschland im Mai 1945 endgültig besiegt. Die Deutsche Wehrmacht hat kapituliert. „Wir“ dürfen uns an diesem Tag also freuen. Und immer mehr tun das auch, denn es ist der Tag der Befreiung für die Überlebenden der Konzentrationslager, für die Desertierten, die Verfolgten, und all jene mutigen Menschen, die bis zum Ende des Naziterrors Widerstand geleistet hatten. Das Trauern um den „verlorenen“ Krieg überlassen wir am 8. Mai den Rechten.
Deshalb veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) am Mittwochabend ein Gratiskonzert der Wiener Symphoniker zum „Tag der Befreiung“. Ich habe darüber bereits berichtet: „Wiener Symphoniker starten Gegenoffensive zu Burschenschaftern!
Die Symphoniker werden Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 sowie Werke von Johann Strauß und Jacques Offenbach mit dem Dirigenten Bertrand de Billy und der Sopranistin Julia Novikova darbieten.

Ort: Wiener Heldenplatz
Zeit: 8. Mai 2013, ab 19:30 Uhr

Hinkommen und mitfeiern! Und sich freuen!
3. Mai 2013

Peer Steinbrück als Internet-Superstar!



Die SPD hat es nicht leicht mit ihrem Spitzenkandidaten Peer Steinbrück. Er tritt munter von einem Fettnäpfchen ins andere. Zuletzt beharrten er und seine Partei auf dem Wahlslogan „Das Wir entscheidet“, obwohl ausgerechnet eine Leiharbeitsfirma den Spruch bereits seit Jahren verwendet. Auf eine kritsche Reporter-Frage antwortete er patzig: „Hätte, hätte, Fahrradkette!“ Jetzt wird Peer Steinbrück mit diesem Sager zum Internetphänomen. Ob das gar nützlich ist?
Und hier der Anlass für obigen Steinbrück-Song, das Steinbrück-Interview im ARD Morgenmagazin:

2. Mai 2013

Jugendliche übernehmen das Hohe Haus!

Parlament_LogoHeute übernehmen Jugendliche die Herrschaft im Hohen Haus - das „Jugendparlament“ tagt ab 8:30 Uhr.
Einen ganzen Tag lang schlüpfen Jugendliche in die Rolle einer Politikerin oder eines Politikers, debattieren und diskutieren, erleben Situationen, wie sie täglich im Parlament geschehen. Nähere Informationen gibt es hier: „Jugendparlament“.
Eingeladen sind jeweils SchülerInnen der 9. Schulstufe aus jenem Bundesland, das gerade den Vorsitz im Bundesrat innehat. Gegenwärtig ist das Vorarlberg. Viele Schulklassen haben kreative und aufwändig gestaltete Beiträge gemacht und die Jury hat die eingesandten Bewerbungsbeiträge gesichtet. Schließlich wurden folgende drei Schulen ausgewählt und zum Jugendparlament 05/13 eingeladen:
• PTS Dornbirn, Klasse J, Lustenauerstraße 17a, 6850 Dornbirn
• BG Lustenau, 5AB, Mühlefeldstraße 20, 6890 Lustenau
• HLW Rankweil, 1C, Negrellistraße 50a, 6830 Rankweil
Ich werde am Freitag den ganzen Tag mit dabeisein, diskutieren und auf Wunsch der Jugendlichen natürlich auch ein bisschen aus dem „politischen Nähkästchen“ plaudern.
Ob man will oder nicht: Jeder von uns ist betroffen von der Politik. Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch hat das so formuliert: „Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich ersparen möchte, bereits vollzogen: er dient der herrschenden Partei.“
Das Parlament ist jener Ort, an dem die wichtigsten politischen Entscheidungen fallen und unser Leben somit ganz wesentlich beeinflussen. Die „Demokratiewerkstatt“ im Parlament hat in den letzten Jahren einen großen Beitrag dazu geleistet, den Dialog von PolitikerInnen und Jugendlichen zu intensivieren. Das Jugendparlament bietet die Möglichkeit zum Rollenwechsel vom Betroffenen zum politisch Handelnden.
Ich freue mich darauf, mit Jugendlichen aus Vorarlberg einen ganzen Tag darüber zu diskutieren. Eines sollte uns im Sinne von Max Frisch nach diesem Tag jedenfalls klar sein: Wer sich nicht einmischt, wer nicht an demokratischen Wahl auf Bundes-, Landes- oder Gemeindeebene teilnimmt, wird trotzdem regiert.
So ernsthaft wie im Parlament sollten wir uns auch in der Schule mit Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. Als Bildungssprecher der Grünen daher ein Hinweis auf mein Motto für die „Grüne Schule“: „Kein Kind zurücklassen!“
30. April 2013

Niki - der „Umweltminister“?

BienensterbenWas haben Äpfel, Raps, Ahorn oder Erbeeren gemeinsam? Sie sind wie 80 Prozent der Pflanzen auf die Bienenbestäubung angewiesen. Der Schutz der Bienen ist kein Wald- und Wiesenthema, sondern überlebenswichtig. Zu wichtig, um es unserer Regierung zu überlassen.
Nikolaus Berlakovich (ÖVP) nennt sich allen Ernstes „Umweltminister“. Dabei hat der Chemielobbyist gestern mit seinem Nein zu einem EU-Pestizidverbot gegen das Bienensterben auch jene aufgebracht, die sich selbst nicht eben zu den „Ökos“ zählen.
Berlakovich begründete sein Nein damit, dass es keine Studien gäbe, die die Gefährlichkeit der nun trotz des peinlichen österreichischen Widerstands beschlossenen Verbots bestimmter Pestizide beweise. Dem Mann kann geholfen werden: Eva Glawischnig hat heute darauf hingewiesen, dass die EU-Kommission bereits im Februar 2013 einen Entwurf für das Verbot von drei hochgiftigen Insektiziden hat, nämlich den sogenannten Neonicotinoiden (Clothianidin, Imidacloprid und Thiametoxam) in Form eines zweijährigen Moratoriums vorgelegt. Basis dieser Vorlage der EU-Kommission war eine umfassende Studie der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA (siehe: https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/130116.htm), die empfohlen hatte, diese Pestizide aus dem Verkehr zu ziehen.
Nur der Niki hat´s nicht mitbekommen. Der „Umweltminister“!
Johannes Rauch hat heute deshlab einen offenen Brief an alle Vorarlberger Nationalratsabgeordnete, Bundesräte, an Landeshauptmann Wallner und an Landesrat Schwärzler geschickt, um auf die Problematik hinzuweisen: Offener-Brief-Bienen (pdf, 162 KB)
Ob´s was nützt? Im Herbst können die BügerInnen bei den Nationalratswahlen immerhin ihre Meinung dazu sagen.

Am meisten gelesen...

1 30624 05.11.08 Der Traum hat sich erfüllt! harald.walser 2 30050 11.05.11 Will Strache Brenner-Grenze verschieben? harald.walser 3 22265 01.05.08 Harald Walser - Lebenslauf harald.walser 4 19878 01.05.08 Meine Grundsätze harald.walser 5 15617 11.10.08 Jörg Haider ist tot! harald.walser 6 15470 01.05.08 Bilder harald.walser 7 14394 01.05.08 Kontaktdaten harald.walser 8 12532 01.05.08 Wahlplakate harald.walser 9 11417 27.11.08 (Teil-)Zentralmatura - ein Fortschritt? harald.walser 10 11356 03.11.08 Who's Nailin' Paylin? harald.walser 11 11095 11.03.11 Seminar: „Ideologie und Wirklichkeit des Nationalsozialismus“ harald.walser 12 10991 15.01.09 Cyberangriff gegen den Aufruhrversand harald.walser 13 10934 26.03.14 TTIP: No, thanks! harald.walser 14 10891 16.12.11 „Wehrt euch - occupy Austria!“ harald.walser 15 10878 14.01.13 Bundesheer laut General „megasinnlos“ harald.walser 16 10813 21.10.08 Warum Martin Graf nicht wählbar ist! harald.walser 17 10740 19.01.09 Zeichen der Hoffnung! harald.walser 18 10614 01.02.11 Karl Heinz Grasser - zu schön, zu jung, zu intelligent! harald.walser 19 10492 08.05.09 Fernando Torres nach Altach? harald.walser 20 10439 23.09.10 Ludwig XIV. als Vorbild für Josef Pröll? harald.walser 21 10391 16.11.09 Faymann und Strache als religiöse Fundis harald.walser 22 10252 02.04.11 „Ein Denkmal für Deserteure“ harald.walser 23 10195 12.10.08 Jörg Haider - und unser Umgang mit dem Tod harald.walser 24 10063 23.01.10 „Reinrassig & Echt“ - blauer Stumpfsinn! harald.walser 25 9945 22.02.11 Was ist mit der Dissertation von Johannes Hahn? harald.walser

development