Kindergerechte Schule - ja, es geht!
harald.walser | 24. Mär, 13:31 | 0 Kommentare
Ab Montag präsentiert die „Grüne Bildungswerkstatt“ den Gegenentwurf zur „Neuen Mittelschule“ - die wir am Donnerstag im Parlament beschließen und der wir Grüne zwar einige wenige Giftzähne ziehen konnten, die insgesamt aber in die falsche Richtung geht („Neue Mittelschule - retten, was zu retten ist!“).Wolfgang Vogelsaenger ist Direktor der „besten Schule Deutschlands“, der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule/IGS in Göttingen. Mit ihren integrativen und teamorientierten Lehrkonzepten, die auf Lernen in heterogenen Tischgruppen sowie Prävention durch Inspiration, Ermutigung und Kooperation setzen, gewann die Schule den mit Euro 100.000,- dotierten Deutschen Schulpreis 2011.
Ein wichtiger Grundsatz lautet: Kein Kind ist allein, es ist immer Mitglied eines Teams.
Auf Einladung der Grünen Bildungswerkstatt sind Wolfgang Vogelsaenger und seine Frau Stefanie – ebenfalls Lehrerin an der IGS Göttingen – zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Wien. Sie werden von ihren Erfahrungen und Ansätzen, den Methoden und Konzepten ihrer preisgekrönten integrativen Gesamtschule berichten und dabei auch Fragen und einer spannenden Diskussion ausreichend Platz bieten.
Termine:
26.3: WIEN: Pädagogische Hochschule Wien, Grenzackerstraße 18, 1100 Wien, Beginn: 18 Uhr
27.3. GRAZ: Pädagogische Hochschule Steiermark, Hasnerplatz 12, 8010 Graz, Beginn: 19 Uhr
28.3.: LINZ: Wissensturm/VHS Linz (15.OG), Kärtnerstraße 26. 4020 Linz, Beginn: 19 Uhr
29.3.: INNSBRUCK: Begegnungsbogen, Ing. Etzelstraße, Bogen 37, 6020 Innsbruck, Beginn: 19 Uhr
Eintritt frei!
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
Derzeit werden an den Pädagogischen Hochschulen die Rektorate neu besetzt. Das sind Richtungsentscheidungen: Schaffen wir es, unsere Pädagogischen Hochschulen an die internationalen Standards anzugleichen oder nicht. Notwendig ist eine Tertiärisierung der gesamten PädagogInnenausbildung – von den Kindergärten bis zur Sekundarstufe II. Das bedeutet eine Entwicklung in Richtung mehr Wissenschaftlichkeit, zudem fordern wir die Vereinheitlichung der PädagogInnenausbildung, eine Professionalisierung des Berufs und den Ausbau von Forschung und Lehre an den Pädagogischen Hochschulen. Meine Position habe ich ja kürzlich ausführlich dargestellt (
In den kommenden Wochen kommt viel Arbeit auf mich zu. Der völlig missglückte Schultyp „Neue Mittelschule“ verschlechtert nämlich de facto die Möglichkeit von SchülerInnen, weil die Lehrpläne von AHS und NMS nicht mehr - wie jetzt - wortident sein werden. Von einer „Gemeinsamen Schule“ entfernen wir uns immer mehr, von unserem Ziel der modernen und leistungsfähigen „Grünen Schule“ ganz zu schweigen. Über kleine Erfolge in diesem Kampf konnte ich bereits berichten:
Die Liste „GEMEINSAM - Grüne und Unabhängige“ in der Arbeiterkammer und die Grünen Bildungswerkstatt Vorarlberg organisieren eine hoffentlich spannende Veranstaltung zum Thema „Migration und Bildung“, bei der ich ein Einführungsreferat halten werde:
In der heutigen Ausgabe der „Presse“ ist heute ein spannender Artikel zu den Irrungen und Wirrungen der österreichischen Schulverwaltung zu lesen: „
Staatssekretär Sebastian Kurz betreibt jetzt Kindesweglegung. Zuerst behauptet er ohne Faktenbasis, es gebe bei migrantischen Familien deutlich mehr Schulpflichtverletzungen als bei anderen, jetzt ist ihm das peinlich und er rudert er in einem Interview mit Conny Bischofberger in der „Krone“ plötzlich zurück: „
Reden, Anträge und Ausschussarbeit