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Bildung

28. Oktober 2011

Schule neu denken!

Nuernberger-TrichterIm Rahmen unserer Studienreise durch das finnische Schulsystem haben wir heute eine gymnasiale Oberstufe in der Stadt Jyväskylä besucht. Und siehe da: Die Schule ähnelt sehr stark dem Modell der modularen Oberstufe, das wir im Rahmen unserer Grünen Schule im Juli präsentiert haben („Modulsystem in der Oberstufe?“ – Ja, aber richtig!).
Hier dauert diese Schule allerdings im Gegensatz zu unserem vierjährigen Modell im Durchschnitt nur drei Jahre. SchülerInnen können sich das aber individuell einteilen und die Matura auch schon nach zweieinhalb oder erst nach vier Jahren ablegen.
Jedes Schuljahr ist wie überall in Finnland eingeteilt in fünf oder sechs Blöcke, die jeweils sechs Wochen und eine Prüfungswoche umfassen (das gilt wie gesagt nur für die gymnasiale Oberstaufe).
Jede SchülerIn erstellt für sich einen individuellen Plan für jedes Schuljahr. Ingesamt benötigt der oder die StudentIn bis zur Matura mindestens 75 Kurse (ein Kurs hat normalerweise 38 Stunden), davon sind 45 Pflichtkurse und der Rest nach freier Wahl. Auch die Matura kann unterschiedlich abgelegt werden - die Palette reicht von vier bis sieben Fächern.
BildungsvolksbegehrenSchule ist bekanntlich ein Spiegel der Gesellschaft: In Finnland gibt es (fast) gleiche Chancen für alle Kinder, gibt es viel Autonomie und Selbstbestimmung - in Österreich spiegelt sich im Schulsystem noch immer die ständestaatliche Ordnung aus längst vergangenen (vergangen geglaubten?) Zeiten, gibt es zumindest obrigkeitsstaatliches Denken und Handeln.
Das müssen wir verändern. Wir müssen unser Bildungssystem neu denken. Für die Schule muss gelten: „Kein Kind zurücklassen!“
27. Oktober 2011

Breite Allianz für das Bildungsvolksbegehren!

BildungsvolksbegehrenBreiter kann die Allianz für mehr Bildung wohl kaum sein. Folgende Organisationen geben in Vorarlberg nächste Woche (4. November 2011, 10.00 Uhr, Industriellenvereinigung Vorarlberg, Lustenau) eine gemeinsame Pressekonferenz zur Unterstützung des Bildungsvolksbegehrens:
• Industriellenvereinigung Vorarlberg
• ÖGB Vorarlberg
• Caritas Vorarlberg
• ARGE Gemeinsame Schule Vorarlberg
• Vorarlberger LehrerInneninitiative (VLI)
• Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG)
• Sozialistischer Lehrerverein (SLV)
• Verein:t mit Kindern wachsen Hard
• Schule jetzt
• Verein Kinderwelt Lustenau
• Verein für Montessoripädagogik Vorarlberg
• Landeselternverband Vorarlberg
• Bodenseeakademie: Forum lebendiges Lernen
• LernART
• PRIM (Plattform reformpädag. Initiativen & mehr)
• Vorarlberger Familienverband
• Christlicher Lehrerverein Vorarlberg
• Integration Vorarlberg
Jedes Kind, jeder Jugendliche in Österreich muss seine Chance bekommen. Im derzeitigen Schulsystem ist das leider nicht der Fall. Für alle hat daher das Motto zu gelten: „Kein Kind zurücklassen!“
24. Oktober 2011

Eindrücke vom finnischen Schulsystem

Finnland_LandkarteIch gestehe: Bislang habe ich nichts gewusst über die finnische Stadt Jyväskylä. Hier verbringe ich mit einer Studiengruppe aus Österreich eine Woche, um einen vertieften Einblick in das Bildungssystem des Pisa-Siegers zu erhalten. Jyväskylä liegt in Mittelfinnland rund 270 km nördlich von Helsinki und hat gut 130.000 Einwohnern. Unser Programm ist vielfältig und reicht vom der frühkindlichen Erziehung in der Kita und dem Vorunterricht über die Gemeinschaftsschule bis zur berufsbildenden und gymnasialen Oberstufe.
Heute hat es mit einem Überblick über das skandinavische Bildungssystem im Allgemeinen und das finnische im Besonderen begonnen:
Schlüsselindikatoren für die erfolgreichen Systeme in Skandinavien sind hoher Aufwand in der Sprachförderung (in Schweden haben Kinder ein Recht auf Zusatzunterricht in ihrer Muttersprache), individuelle Betreuung der SchülerInnen und hohe Schulautonomie.
Die Schulen sind regional verankert und Teil des Gemeinschaftslebens. Die Schulsysteme setzen auf frühe Integration und eine Gemeinsame Schule aller SchülerInnen bis zum Abschluss der Pflichtschule, danach erst erfolgt die Selektion anhand der Leistung und den Lernzielen (etwa das „lukio“ im finnischen Schulsystem).
Es gibt nicht nur keine Schul- und Studiengebühren, sondern freie Mahlzeiten für alle. Das finnische Bildungssystem besteht aus sehr gut finanzierten Kita-Programmen für die Kleinsten und dem Kindergarten, es folgt eine neunjährige Gemeinsame Schule und die in Kurssystemen organisierten Gymnasialen Oberstufen. Diese bieten den SchülerInnen große Wahlmöglichkeiten. Die spätere Selektion und der Zugang zu Studienplätzen ist dann aber zum Teil an sehr hohe Anforderungen geknüpft. Näheres demnächst!
Eines ist hier in Finnland jedenfalls allen Verantwortlichen klar: „Kein Kind zurücklassen!“
21. Oktober 2011

Parlament: Diskussion über Lehrlingsproblematik!

Über den dramatischen Appell des früheren Lehrlingsbeauftragten der schwarz-blauen Regierung habe ich bereits einmal berichtet: „"Lehrlingspapst" Egon Blum schlägt Alarm!“. Auch im Parlament habe ich das Thema diese Woche angesprochen:



Tausende von Jugendlichen können wegen mangelnder Ausbildungsfähigkeiten weder in Schulen noch in eine Lehre aufgenommen werden. Die Fördermittel der Regierung werden leider statt in Präventionsprojekte - Ausbildungsfähigkeit bis zum 15-Lebensjahr - in Reparaturaktivitäten investiert.
Insgesamt stehen in Österreich derzeit in etwa 40.000 Lehrbetrieben rund 132.000 Lehrlinge - Tendenz sinkend, sowohl bei den Lehrlingen als auch bei den Lehrbetrieben. Das ist ein Symptom für die krisenhafte Entwicklung des österreichischen Bildungssystems.
Wie schon gehabt wandle ich dem Thema entsprechend mein bildungspolitisches Motto „Kein Kind zurücklassen!“ heute wieder etwas ab: „Keinen Jugendlichen zurücklassen!“
20. Oktober 2011

Die Wahrheit ist ein „Töchterle der Zeit“

Zu Beginn der schwarz-blauen Ära hat der damalige ÖVP-Klubobmann Andreas Khol das Brechen diverser Versprechungen mit der zynischen Bemerkung abgetan: „Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit!“
Unser Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle behauptet seit er in der Regierung ist, er sei „immer schon“ für Studiengebühren eingetreten. Das Archiv ist bekanntlich die Rache Opposition. Bei der Einführung der Studiengebühren argumentierte die Geisteswissenschaftliche Fakultät an der Universitat mit sehr guten Argumenten dagegen: Studiengebühren seien „bildungsfeindlich“ und würden „finanzielle Eliten“ bevorzugen, sie „führen zur Reduktion der ohnehin schon geringen Akademikerquote in Österreich“ und dienen lediglich der Budgetkonsolidierung („Ein Töchterle der Zeit“): „Die Fakultät lehnt daher eine Einführung der Gebühren ab.“ Gezeichnet vom Dekan persönlich: „Prof. Dr. Karlheinz Töchterle“.
Trocken meinte unser Abgeordneter Karl Öllinger daher: „Die Forderung nach Studiengebühren ist ein Töchterle der Zeit!“
Übrigens: Khol hat den römischen Schriftsteller Aulus Gellius falsch zitierte. Der hatte nämlich gemeint: „Am Ende kommt die Wahrheit ans Licht.“
19. Oktober 2011

Intensive Bildungsdebatte im Parlament!

Wir Grüne haben im Parlament den Bundeskanzler soeben gezwungen, zum Kaputtsparen des Bildungsbereichs vom Kindergarten über die Schulen bis hin zur Universität Stellung zu beziehen. Mein Beitrag zum Nachsehen und Nachhören:



Vielleicht gilt ja auch für die rot-schwarze Bundesregierung einmal das, was für uns die Leitschnur im Bildungsbereich zu sein hat: „Kein Kind zurücklassen!“ Ansonsten lösen wir sie gerne ab!
18. Oktober 2011

Neandertaler verunsichert Wien!

Bildungs-NeandertalerWas ist denn in Wien los? Seit einigen Tagen durchstreift ein Neandertaler unsere Hauptstadt. Er hat zerzauste lange Haare, einen Fell-Umhang und einen Ast als Gehstock. Woher kommt er? Wohin geht er? Inzwischen wird er von einer immer breiter werdenden Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt. Seine Sichtungen sind schon auf einer eigenen facebook-Seite nachzuverfolgen.
Gesehen wurde er unter anderem am Karmelitermarkt, in Währing, aber auch in Straßenbahnen etc. Eines hat sich mittlerweile herausgestellt: Bevorzugte Ziele des seltsamen Herren sind Bildungsveranstaltungen.
Wer auch immer der Mann aus der Vergangenheit sein mag, für uns gilt im Bildungsbereich: „Kein Kind zurücklassen!“
17. Oktober 2011

Grünes Bildungsvideo begeistert!

Mit unserem Bildungsvideo wurde gestern der zweite Tag unseres Bundeskongresses in Innsbruck eingeleitet. Es war ein voller Erfolg. Das Video war in aller Munde. Hier nochmals zum Nachsehen:



Die Jugend will ihre Chance und wir müssen sie ihr geben. Mein Appell an alle ÖsterreicherInnen: Gehen Sie zwischen dem 3. und dem 10. November auf das Gemeindeamt oder den Magistrat und unterschreiben Sie das Bildungsvolksbegehren.
Zum Film passt mein Motto für die Bildungspolitik: „Kein Kind zurücklassen!“
12. Oktober 2011

„Gute Kinderbetreuung kann ich mir leisten“

Bildungsvolksbegehren_SchulklasseGestern habe ich unsere „30 Grünen Gründe für das Bildungsvolksbegehren!“ präsentiert. Im „Volksgarten“ haben sich spontan Jugendliche als Unterstützer der Förderungen eingestellt (Bild).
Das heutige Thema: „Gute Kinderbetreuung kann ich mir leisten“
Hochwertige Betreuungs- und Bildungsangebote dürfen nicht das Privileg ausgewählter Eliten sein. Familiäre Herkunft darf nicht über die Chancen im Leben unserer Kinder entscheiden. Kostenlose Kinderbetreuung ab dem 1. Geburtstag ermöglicht allen Kindern einen guten Start in den weiteren Bildungsweg.
Nicht alle Kinder haben in Österreich die gleichen Bildungsmöglichkeiten. Je nachdem, in welchem Bundesland sie leben, finden sie unterschiedliche Startbedingungen vor. Ab welchem Alter ein Kind einen Kindergarten oder eine Krippe besuchen darf, wie viel die Betreuung kostet, wie viele Kinder in einer Gruppe betreut werden, welche Qualifikationen das Personal zu erfüllen hat und wie viel Platz ein Kind zum Spielen hat, wird vom Burgenland bis Vorarlberg anders geregelt.
Maßnahmen für den elementaren Bildungsbereich scheitern bzw. verzögern sich durch Kompetenz-Streitigkeiten zwischen Bund und Ländern. Die ungleiche Behandlung von Kindern in Österreich beruht nicht auf ihren unterschiedlichen Bedürfnissen bei außerhäuslicher Betreuung, sondern ist Ergebnis der Länderkompetenz und ihrer unterschiedlichen Ausgestaltung.
Wir müssen runter von der Bildungsbremse! Volksbegehren Bildungsinitiative unterstützen – jetzt!
Für uns gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
11. Oktober 2011

„30 Grüne Gründe für das Bildungsvolksbegehren!“

BildungsvolksbegehrenHeute präsentieren wir Grüne bis zum Ende der Eintragungswoche des Bildungsvolksbegehrens (das Ende ist am 10. November) jeden Tag einen „guten Grund“, das Volksbegehren zu unterschreiben. Insgesamt nennen wir die Aktion „30 Grüne Gründe für das Bildungsvolksbegehren“.
Der Start steht im Zeichen eines übergreifenden Aspekts. Wir beginnen mit einem „guten Grund“ aus allen drei Bereichen (elementarpädagogischer, Schul- und Hochschulbereich): Vom Kindergarten bis zur Uni stehen die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen im Mittelpunkt. Im Kindergarten wird jedes Kind in kleinen Gruppen individuell gefördert. Die Gemeinsame Schule bietet Angebote für alle Begabungen und keine Selektion. Statt Knock-Out-Prüfungen in Massenfächern können Studierende ein eigenes Curriculum über die Pflichtfächer hinaus erstellen.
Daher: Runter von der Bildungsbremse! Volksbegehren Bildungsinitiative unterstützen – jetzt!
Für uns gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

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