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Bildung

9. Oktober 2011

Finanzprokuratur mit grenzwertigem Frauenbild!

„Beschwerden oder gar Aufbegehren dagegen ist nicht vorgesehen und wird prompt geahndet“, heißt es heute im „profil“ über den „Fall Mayer-Ronniger“.
Zur Erinnerung: Dr. Evelyn Mayer ist Direktorin der HLW Biedermannsdorf. Seit Jahren ist sie im Konflikt mit der zuständigen Landesschulinspektorin Ronniger, von der sie schriftlich und mündlich vor anderen Personen als Lügnerin bezeichnet wurde, deren Anwesenheit und Arbeitsleistung sie durch deren Sekretärin (!!) kontrollieren hat lassen etc. Ich habe dazu im Juli eine parlamentarische Anfrage gemacht und auf diesem Blog darüber berichtet.
Es gibt in diesem Fall neue Entwicklungen sowie eine weitere parlamentarische Anfrage („Mobbing an den Schulen“), um auch auf parlamentarischem Weg Druck zu machen und zur Aufklärung beizutragen.
Frau Mayer hat mittlerweile Klage eingebracht und es gibt dazu eine Klagebeantwortung und Streitverkündung der Finanzprokuratur. Die hat es in sich. Die Klage wird bestritten und man unterstellt Frau Mayer, selbst Mobbingtäterin gewesen zu sein. Man versucht auf fragwürdige Weise, einen Keil zwischen Frau und Herrn Mayer (den bekannten Verfassungsrechtler) zu treiben: er der gute, erfolgreiche Verfassungsjurist, sie, die wenig erfolgreiche und daher frustrierte Gattin eines Genies. Originalzitat: „Zudem heißt es allgemein auch, dass es in Beziehungen, in welchen ein Ehegatte besonders beruflich erfolgreich ist, dies den anderen Ehegatten in eine schwierige Lage bringt, da er dann Genie und Genialität des Ehegatten zur Kenntnis nehmen muss und nicht gewisser Maßen gleichziehen kann.“
An der Finanzprokuratur scheinen die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte wenn nicht gar Jahrhunderte vorüber gegangen zu sein. Aus der Argumentation der Finanzprokuratur spricht das patriarchale Frauenbild des 19. Jahrhunderts. Ich empfehle der Finanzministerin dringend, das Frauenbild ihrer BeamtInnen zu reparieren um sie in der Genderthematik auf den Stand des 21. Jahrhunderts zu bringen.
Die Vorkommnisse in Niederösterreich erinnern an Franz Kafka und einen Untertanenstaat, in dem Willkür und Machtmissbrauch gang und gäbe sind und in dem nicht einmal die handelnden Personen die bürokratischen Abläufe durchschauen.
Eines aber wäre klar gewesen: Bei Vorwürfen von systematischem Mobbing bis hin zu Amtsmissbrauch müsste man eine schnelle und ordentliche Untersuchung erwarten. Das Gegenteil ist der Fall: Es wird vertuscht, abgewiegelt, verharmlost. Dem Opfer wird als Schweigegeld sogar eine Beförderung in Aussicht gestellt. Der Fall beweist einmal mehr die Ineffizienz der österreichischen Schulverwaltung: ein aufgeblähter Apparat und niemand, der sich zuständig fühlt.
6. Oktober 2011

„Kinder erreichen, stärken, fördern“

KindergartenDas war gestern eine extrem spannende gemeinsame Veranstaltung der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Krems/Wien und der Grünen Bildungswerkstatt. Der Freiburger Hirnforscher, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer hat im überfüllten Stephanisaal am Stephansplatz zum Thema „Kinder erreichen, stärken, fördern“ referiert.
Ein zentraler Begriff war dabei „Spiegelung“. Und der ist speziell für den LehrerInnen-Beruf wichtig. Spiegelungsphänomene sind nämlich von zentraler Bedeutung für die Aufnahme und Weitergabe von Wissen, denn sie bilden die neurobiologische Basis für das „Lernen am Modell“. Da die Spiegelsysteme unseres Gehirns vorzugsweise erfahrungsbasiertes Wissen speichern, ergeben sich daraus wichtige Hinweise für den Unterricht und das Lernen in der Schule.
Wie stärkt und „rüstet“ man Kinder für die Herausforderungen des Lebens? Bauer hat auf Grund seiner Erkenntnisse aus der Hirnforschung die Bedeutung von Zuwendung, Akzeptanz und Anerkennung besonders betont.
Spannend für die Pädagogik sind auch die Erkenntnisse der modernen Neurobiologie zur Entstehung von menschlicher Aggression und Gewalt. Aggression ist laut Bauer ein neurobiologisch verankertes, evolutionär entstandenes Verhaltensprogramm, dessen Zweck in der Abwehr von Schmerz liegt. Das Ziel aggressiver Menschen (Kinder) ist also die Bewahrung der körperlichen Unversehrtheit. Soziale Ausgrenzung wird vom menschlichen Gehirn wie körperlicher Schmerz wahrgenommen. Daher reagiert der Mensch nicht nur auf die Zufügung körperlicher Schmerzen mit erhöhter Aggression, sondern auch auf Ausgrenzung und Demütigung. Und wie gesagt: Das ist keine „Meinung“, sondern wissenschaftlich im Gehirn nachweisbar.
Insgesamt war das gestern ein wirklich mitreißendes Plädoyer für eine „beziehungsreiche“ und motivierende Pädagogik. Und natürlich habe ich mein Motto wieder einmal bestätigt gesehen: „Kein Kind zurücklassen!“
2. Oktober 2011

„Bildungs-Bim“ fährt am Montag durch Wien!

BildungsbimAm Montag um 17.00 Uhr startet der spektakuläre Auftakt des „Bildungsdialogs“: Die „Bildungs-Bim“ fährt durch Wien!
Der „Bildungsdialog“ ist eine Veranstaltungsreihe der Grünen Bildungswerkstatt und ist im Zusammenhang zu sehen mit unserem Grünen Bildungsschwerpunkt, derzeit vor allem zur Unterstützung des Bildungsvolksbegehrens („Bildungsdialog - Bewegung in die Bildung“). Der heutige Auftakt ist die „Bildungs-Bim“, „MitfahrerInnen“ im eigentlichen und im übertragenen Sinn bei unseren Aktivitäten sind Eva Glawischnig mit einigen Nationalratsabgeordneten und anderen Grünen sowie Ute Bock, Angie Rattay, Helga Kromp-Kolb, Josef Reichmayr und weitere ExpertInnen aus der Bildungspraxis. Zum Abschluss gibt's Musik von Clara Luzia.

Zeit: Montag, 3.10, ab 17 Uhr (Abfahrt 1. Modul 18 Uhr, 2. Modul 19.30 Uhr, letzte Runde mit Clara Luzia um 21 Uhr)
Ort: Karlsplatz, Otto Wagner Café

Nicht nur bei der Fahrt mit der „Bildungs-Bim“, sondern vor allem in der Schule gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
30. September 2011

„Ich will meine Chance!“

Abfangjäger. Tunnel. Korruption. Es gibt viele Dinge, die wir nicht brauchen. Bildung brauchen wir. Dafür müssen wir Geld haben. Die Jugend will ihre Chance und wir müssen sie ihr geben. Mein Appell an alle ÖsterreicherInnen: Gehen Sie zwischen dem 3. und dem 10. November auf das Gemeindeamt oder den Magistrat und unterschreiben Sie das Bildungsvolksbegehren.
Wir Grüne haben dazu diesen Film gemacht:



Zum Film passt mein Motto für die Bildungspolitik: „Kein Kind zurücklassen!“
27. September 2011

„Kontrovers“: Ganztagsschule, Gerechtigkeit, ...

kontrovers_bildung_coverDie Grünen sind halt doch anders als die anderen Parteien. Während in der öffentlichen Debatte fast nur noch jene gehört werden, die am lautesten sind oder am meisten Geld aus öffentlichen Geldern in die Medien gesteckt haben, arbeiten wir an sachlicher Hintergrundinformation zu den wirklich wesentlichen Zukunftsfragen.
Die Grüne Bildungswerkstatt hat ein Heft zum Thema „Bildung“ herausgegeben, das grundlegende Fragen stellt, aber auch Antworten gibt („Bildungsdialog – Bewegung in die Bildung“): „Kontrovers“. Der Bogen der diskutierten Aspekte spannt sich von der 50-Minuten Stunde und den Bildungsstandards über die „Kinobestuhlung der Klassenzimmer“ bis zur ungleichen Verteilung von Bildungs- und Lebenschancen, die zu frühe Trennung der Kinder und damit die „Vererbung“ beruflicher und gesellschaftlicher Möglichkeiten.
Ich habe in einem Interview zu einigen grundsätzlichen Fragen Stellung bezogen, vor allem zum Thema Chancengerechtigkeit: „Bildungschancen zu vererben ist inakzeptabel“.
Darin gehe ich etwa auf Themen wie die Ganztagsschule ein oder auf die vielen Jugendlichen, die in Österreich nur die Pflichtschule absolvieren. Derzeit müssen Eltern Nachhilfe und Betreuung am Nachmittag nämlich teuer zukaufen. Das führt zu verstärkter sozialer Selektion, weil sich viele das nicht leisten können. Die Ganztagsschule wäre ein Bekenntnis dazu, dass alle SchülerInnen auf ihrem Bildungsweg von der Institution Schule ganzheitlich begleitet werden.
Gerade weil für uns das Motto „Kein Kind zurücklassen!“ gilt, heißt es: Zwischen dem 3.-10. November das Bildungsvolksbegehren unterschreiben!
25. September 2011

„Europäischer Tag der Sprachen“

SprachenvielfaltAm 26. September begeht die EU den „Europäischen Tag der Sprachen“. Vielsprachigkeit ist eine große Chance - wenn man sie erkennt.
In Österreich ist das nur in zarten Ansätzen der Fall. Wir müssen endlich die vorhandene sprachliche Vielfalt an unseren Schulen nutzen. Dazu gehört ein besserer muttersprachlicher Unterricht. 17 Prozent der heimischen SchülerInnen haben eine nicht-deutsche Umgangssprache. Das ist ein Auftrag zur Förderung und Qualifizierung im österreichischen Schulsystem. Mit der Abschiebung in Sonderschulen werden vor allem türkisch-stämmige Kinder zu Bildungsverlierern.
Das Fremdsprachenangebot an österreichischen Schulen ist mager und wird der vielsprachigen Realität unserer Gesellschaft nicht gerecht. So ist etwa die Einführung eines Lehramtsstudiums für Türkisch längst überfällig (siehe auch „Lehramt Türkisch ist überfällig!“). Der Wirtschaftsstandort Österreich braucht gut ausgebildete und vielsprachige junge Menschen. Ein Maturafach „Türkisch als zweite lebende Fremdsprache“ ist ein erster Schritt in Richtung Qualitätsoffensive Sprachen.
Das Erlernen von Sprachen ist heute zu einer Schlüsselqualifikationen geworden, gerade in der EU. Aber auch darüber hinaus, denn die Globalisierung, die intensiven wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen sowie globale Kommunikation erfordern eine fundierte sprachliche Grundbildung und Kompetenzen in mehreren Sprachen.
22. September 2011

Zur FPÖ: „Wer schief spricht, kann nicht gerade denken!“

Chicken_FPOeAus der rechtsrechten Ecke gibt es immer wieder verzweifelte Versuche, die deutsche Sprache zu retten. Was von diesen Versuchen übrig bleibt, ist dann meist nur mehr die Verzweiflung. Vielleicht sollten es die Germanen - siehe Karikatur - mit Englisch versuchen?
Bleiben wir bei den aktuellen Problemen. So jammert der deutschnationale VdPÖ (Verband der Professoren Österreichs) in der gerade heraus gekommenen jüngsten Ausgabe seiner Verbandszeitschrift über den Niedergang der deutschen Sprache und dessen Ursachen: „Aber auch das Internet verbreitet ... Weisheiten, in vielen Fällen in einem katastrophalem (sic) deutsch (sic).“
Die Deutsch- und Rechtschreibschwäche der deutschen Recken ist kein Einzelfall. Die FPÖ hat im Parlament einen Antrag eingebracht für ein „Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz zum Schutz und Erhalt der deutschen Sprache geschaffen wird“. Neben zahlreichen Grammatik,- Rechtschreib- und Satzzeichenfehler war der Antrag auch inhaltlich kaum mehr verständlich (ich verzichte gnädig auf das vielfach notwendige „sic“): „Ein weiterer, sehr bedrohliches Gefahrenmoment ist das zum Teil mäßige Niveau des Deutsch-Unterrichts an unseren Schulen – verursacht vor allem durch den hohen Ausländeranteilen in Schulklassen.“
„Deutsch denken heißt noch nicht Deutsch sprechen“, meinte Karl Kraus einmal angesichts der Sprach- und Grammatikprobleme von damaligen Deutschnationalen und Nazis. In Hinblick auf die österreichischen Blauen passt ein zweites Zitat von ihm: „Wer schief spricht, kann nicht gerade denken.“
16. September 2011

Bildungsreform: Vorbild Polen!

Nein, blicken wir für einmal nicht nach Finnland, sondern nach Polen. Für uns Österreicher ist das besonders interessant, denn die Polen waren vor eineinhalb Jahrzehnten bildungspolitisch in einer Situation, die unserer heute vergleichbar ist. Der Unterschied: Die Politik hat damnals in Polen die Probleme erkannt, reagiert und eine grundlegende Schulreform gewagt. Mit Erfolg: Jahr für Jahr holt das Land im internationalen Vergleich auf. Die Grundzüge der Reform gleichen jenen, die wir anstreben: die Pflichtschulzeit wurde um ein Jahr verlängert (indem man die achtjährige Grundschule um zwei Jahre verkürzte und das dreijährige „Gimnazjum“ einführte), die Lehrpläne wurden modernisiert, es gibt landesweite, standardisierte Prüfungen am Ende der Grundschule, am Ende des Gimnazjums und als Zentralmatura. Das Ergebnis: „Jetzt reüssieren sie in Rankings wie Pisa. Belegten sie im Jahr 2000 beim Lesen noch Platz 24, erreichten sie 2009 schon Platz zwölf – somit kletterten sie vom hintersten ins vorderste Drittel. Österreich hingegen rutschte von Platz 19 auf Platz 31 ab. Hierzulande kämpft jeder vierte Schüler damit, den Inhalt eines Textes zu verstehen.“
Nachzulesen ist das alles in einem lesenswerten „Falter“-Artikel, aus dem auch das Zitat stammt: „Nation der Streber
Übrigens: Umgesetzt haben diese Reformen die Konservativen. Es gab heftigen Streit mit den LehrerInnen und die Wahlen wurden verloren. Die Verantwortung für das Land war den polnischen Konservativen aber mehr wert als jene für die Partei. Die ÖVP ist am besten Weg, die Bildungsreform zu verlieren und die kommenden Wahlen.
Für Polen scheint zu gelten, was bei uns erst umgesetzt werden muss: „Kein Kind zurücklassen!“
15. September 2011

Quin schädigt Ansehen der AHS-LehrerInnen!

Eckehard Quin ist Gewerkschafter und sollte eigentlich die Interessen der AHS-LehrerInnen vertreten. In Wirklichkeit betreibt er ÖVP-Parteipolitik auf tiefstem Niveau und scheut auch vor persönlichen Verunglimpfungen nicht zurück. Soweit das meine Person betroffen hat, habe ich dazu weitgehend geschwiegen. Nun aber ist das Maß des Erträglichen erreicht.
Das letzte Woche präsentierte hervorragende Bildungsprogramm der Caritas (Caritas fordert Gemeinsame Schule!) nutzt Quin auf seinem Blog zu einer untergriffigen persönlichen Attacke auf Caritas-Präsident Franz Küberl („Zum Kübe(r)ln“): „... Lüge oder Dummheit? Wie dem auch immer sei, das Bildungskonzept der Caritas ist jedenfalls zum Kübe(r)ln.“ Schaut so das Niveau aus, auf dem ein AHS-Vertreter sich öffentlich äußert?
Die Caritas und viele AHS-LehrerInnen haben die Herausforderungen für unser Bildungssystem längst erkannt. Eckehard Quin leider nicht. Die Gemeinsame Schule bis zum Ende der Schulpflicht und der verpflichtende und gebührenfreie Kindergarten in den letzten beiden Jahren vor der Schule sind richtige Reformschritte. Auch ein flächendeckendes Angebot an ganztägigen Schulen mit verschränktem Unterricht ist ein wichtiger Beitrag, um Chancengerechtigkeit herzustellen und soziale Unterschiede auszugleichen. Das aber ist nichts für einen Stillstandsfetischisten wie Quin. Ihn als „obersten AHS-Lehrervertreter“ zu bezeichnen, grenzt jedenfalls an eine Rufschädigung für den Berufsstand.
So mutig Herr Quin übrigens in seinem Blog auftritt, so wenig traut er sich sonst zu. So fehlt ihm der Mut, seine bildungspolitischen Vorstellungen in einem Streitgespräch mit mir zu verteidigen. Trauen Sie sich doch, Herr Quin. Wenn Ihre Ideen tatsächlich so gut sind, wie Sie schreiben, dann haben Sie nichts zu befürchten. Es gibt genügend Medien, die unser Gespräch gerne berichten würden. Wie ich weiß, sind Sie diesbezüglich auch schon kontaktiert worden, haben aber abgelehnt.
Wie auch immer, für uns gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
14. September 2011

Sind die Lehrer schuld?

Karikatur_LehrerFür viele PolitikerInnen und die Boulevard-Presse ist klar, wer die schuld am miesen Abschneiden Österreichs bei allen internationalen Bildungsstudien trägt: die LehrerInnen. Heute wurde das wieder offenkundig, weil die OECD gestern Österreichs Schulsystem ein schlechtes Zeugnis ausgestellt hat. Doch daran ist nichts neu. Wir weisen seit Jahren darauf hin, fordern eine umfassende Reform des Schulsystems und legen konkrete Konzepte vor (siehe etwa „Modulsystem in der Oberstufe? – Ja, aber richtig!“ oder „Aufsteigen mit einem Fünfer!“).
Wie jedes Jahr werden auch diesmal wieder Schuldige gesucht. Nicht etwa bei der Regierung oder der Blockade-Brigade um Pröll den Älteren oder Fritz „ich beweg mich nicht“ Neugebauer („Rücktritt statt Rückschritt!“ sollte deren Motto lauten), nein: Die LehrerInnen sind schuld. Nun ist dieser Schluss angesichts des sogenannten „obersten LehrerInnenvertreters“ Neugebauer oder des AHS-Gewerkschafters Ekkehard Quin nachvollziehbar. Denn die geben der LehrerInnenschaft tatsächlich ein denkbar schlechtes Image. Aber die vielen engagierten LehrerInnen, die es glücklicherweise trotz aller Widrigkeiten gibt, belegen: die Blockierer sind eine aussterbende Art. Das wird auch das Bildungsvolksbegehren zeigen.
Die die vorwärtsblickende LehrerInneninitiative COOL („COOL“: das braucht die Schule!) kann ein Lied davon singen, mit welchen Schwierigkeiten reformorientierte Kräfte in unserem Schulsystem zu kämpfen haben. Am Willen und Engagement scheitert es nicht. Viel zu oft sind aver die Beharrungskräfte zu groß.
Die richtigen Schlüsse aus dem schlechten Zeugnis der OECD sind für Österreich daher schnell zu ziehen. Sie müssen aber in die Richtung Reform statt Lehrerbashing gehen. Konkret benötigen wir
- Autonomie für die einzelnen Schulstandorte inklusive Personalhoheit
- Bundeskompetenz für alle Schulen, um sie vom Einfluss der LandesfürstInnen und der Regionalkaiser zu befreien
- höhere Einstiegsgehälter für JunglehrerInnen, um die besten Köpfe für den Beruf zu motivieren
- offene Schultore den ganzen Tag und Betreuung - statt FreizeitpädagogInnen
Das Bildungsvolksbegehren wird ein kräftiges Zeichen für Veränderung setzen. Die Unterrichtsministerin tut nicht gut daran, darauf zu warten. Sie muss jetzt handeln!
Für uns gilt: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

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