Lehramt „Türkisch“ ist überfällig!
harald.walser | 13. Sep, 14:44 | 0 Kommentare
Was an den Universitäten Duisburg-Essen oder Hamburg sehr gut funktioniert, muss endlich auch in Österreich möglich werden: Die Einführung eines Lehramtsstudiums für Türkisch ist überfällig.
Wir müssen endlich die vorhandene sprachliche Vielfalt an unseren Schulen nutzen. Immerhin leben in Österreich 263.000 Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Viele aus der zweiten und dritten Generation können zwar noch Türkisch sprechen, aber nicht lesen oder schreiben.
Das Fremdsprachenangebot an österreichischen Schulen ist mager und wird der vielsprachigen Realität unserer Gesellschaft nicht gerecht. Neben den autochtonen Sprachen und den Klassikern Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch wird nur noch Russisch als lebende Fremdsprache angeboten. Für ein Land im Zentrum Europas ist das zu viel wenig. Der Wirtschaftsstandort Österreich braucht gut ausgebildete und vielsprachige junge Menschen.
Insgesamt haben 17 Prozent der heimischen SchülerInnen nicht-deutsche Umgangssprache. Die derzeitige Praxis, wonach viele SchülerInnen aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse in Sonderschulen abgeschoben werden, müsse sofort gestoppt werden. Das ist ein Auftrag zur Förderung und Qualifizierung im österreichischen Schulsystem. Mit der Abschiebung in Sonderschulen werden vor allem türkisch-stämmige Kinder zu Bildungsverlierern.
Kinder profitieren von erfolgreichen Lernvorbildern. Wir brauchen daher dringend auch mehr LehrerInnen mit Migrationshintergrund. Insgesamt müssen unsere Lehrkräfte besser auf die Herausforderung der Vielsprachigkeit vorbereitet werden und Schulen mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden. Das Maturafach Türkisch als zweite lebende Fremdsprache ist ein erster Schritt in Richtung Qualitätsoffensive Sprachen.
Denn für alle SchülerInnen in unseren Schulen hat zu gelten: „Kein Kind zurücklassen!“
Wir müssen endlich die vorhandene sprachliche Vielfalt an unseren Schulen nutzen. Immerhin leben in Österreich 263.000 Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Viele aus der zweiten und dritten Generation können zwar noch Türkisch sprechen, aber nicht lesen oder schreiben.
Das Fremdsprachenangebot an österreichischen Schulen ist mager und wird der vielsprachigen Realität unserer Gesellschaft nicht gerecht. Neben den autochtonen Sprachen und den Klassikern Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch wird nur noch Russisch als lebende Fremdsprache angeboten. Für ein Land im Zentrum Europas ist das zu viel wenig. Der Wirtschaftsstandort Österreich braucht gut ausgebildete und vielsprachige junge Menschen.
Insgesamt haben 17 Prozent der heimischen SchülerInnen nicht-deutsche Umgangssprache. Die derzeitige Praxis, wonach viele SchülerInnen aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse in Sonderschulen abgeschoben werden, müsse sofort gestoppt werden. Das ist ein Auftrag zur Förderung und Qualifizierung im österreichischen Schulsystem. Mit der Abschiebung in Sonderschulen werden vor allem türkisch-stämmige Kinder zu Bildungsverlierern.
Kinder profitieren von erfolgreichen Lernvorbildern. Wir brauchen daher dringend auch mehr LehrerInnen mit Migrationshintergrund. Insgesamt müssen unsere Lehrkräfte besser auf die Herausforderung der Vielsprachigkeit vorbereitet werden und Schulen mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden. Das Maturafach Türkisch als zweite lebende Fremdsprache ist ein erster Schritt in Richtung Qualitätsoffensive Sprachen.
Denn für alle SchülerInnen in unseren Schulen hat zu gelten: „Kein Kind zurücklassen!“
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