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Bildung

24. November 2010

Bildungsschwerpunkt - mitmachen!

Gruene-SchuleGibt es eine wirkliche Bildungsdiskussion in Österreich? Wenn man die Aussagen diverser Politikerinnen in den letzten Wochen anschaut, darf man daran zweifeln. Immerhin wird dem Thema bei uns Grünen höchste Priorität eingeräumt. Mit dem Thema „Grüne Schule“ haben wir uns einen Schwerpunkt gesetzt: Wie soll die Schule der Zukunft ausschauen? Welche Schwerpunkte sollen gesetzt werden?
Wir möchten alle Interessierten einladen, uns ihre Meinung zu sagen. Das soll dann die Grundlage für unsere Bildungspolitik in nächster zeit werden. Daher wollen wir möglichst viele Menschen einbinden.
Meine Bitte auch an die Besucher dieses Blogs: ausfüllen (dauert nur wenige Minuten) und mitmachen: Fragebogen
Die Umfrage erfolgt über ein Onlinebefragungssystem in anonymer Form. Die Datenverarbeitung läuft auf dem Server der Firma Questback, die dieses System entwickelt hat. Im Fall einer anonymen Befragung wie dieser ist das System so ausgestaltet, dass eine Verknüpfung der Daten mit der Mailadresse für die Grünen als Anwender nicht möglich ist. Die Angaben bleiben daher völlig anonym.
22. November 2010

Vorbei mit „Hände falten, Goschn halten“ in der ÖVP?

Lehrer-LaempelEs ist sehr erfreulich, dass sich in der ÖVP nun doch etliche Stimmen der Vernunft zu Wort melden und den Machtgelüsten der Landesfürsten entgegentreten („Busek schlägt Befragung der ÖVP-Mitglieder vor“). Wir Grüne retten die wenigen „bunten Vögel“ gerne - auch bei den Schwarzen. Wir bieten Erhard Busek oder dem ÖVP-Föderalismusexperten Andreas Schnider „bildungspolitisches Asyl“ an.
Abgesehen von den schulpolitischen Kämpfen und Krämpfen in der ÖVP fordere ich die Regierung im Interesse unserer Kinder auf, endlich die Sachdiskussion aufzunehmen: Wie soll das Konzept einer Ganztagsschule ausschauen, wie können wir die Stärken jedes einzelnen Kindes fördern, wie entwickeln wir die modulare Oberstufe weiter, wie soll die Ausbildung der Lehrkräfte organisiert werden etc. Darüber muss diskutiert werden - und nicht über die machtpolitischen Begehrlichkeiten der Herren Pröll, Sausgruber und so weiter.
Wer das auch will, kann es öffentlich kundtun, einfach anklicken und unterschreiben: „Petition gegen Provinzialisierung und Postenchacher im Schulbereich!“
19. November 2010

Petition gegen schulische „Avantgarde des Rückschritts“!

Lehrer-Laempel
Der ÖVP-Bildungsbeton bleibt hart: „ÖVP zementiert ihre Schulpolitik ein: Alle Lehrer zu den Ländern!
Pröll junior und senior bleiben somit die bildungspolitische Avantgarde des Rückschritts. Solange die Betonierer in Sachen Verwaltungsreform den Ton angeben, wird kein Schritt in Richtung einer einfachen und effizienten Verwaltung des Schulbereichs möglich sein. Wo sind die vermeintlichen Reformer in der ÖVP, wo bleibt der Aufschrei von Beatrix Karl, Peter Haubner oder Katharina Cortolezis-Schlager? Oder gilt in der ÖVP auf ewig das Motto „Hände falten, Goschn halten“?
Pröll sollte sich an jenes Papier erinnern, das von der Regierung und somit von ihm selbst im April beschlossen und als Bundesposition fixiert wurde: Das Schulwesen muss in Gesetzgebung und Vollziehung Bundessache sein, außerdem sollen alle Lehrer Bundesbedienstete werden!
Also anklicken und unterschreiben: „Petition gegen Provinzialisierung und Postenchacher im Schulbereich!“
18. November 2010

„Stopp dem rot-schwarzen Bildungs-Klau“

BildungsklauUnter diesem Motto haben wir heute eine „Dringliche Anfrage“ an Finanzminister Josef Pröll eingebracht.
Nur einige der Gründe dafür: Österreich hat zu wenige AkademikerInnen, in Finnland über 73%. Das Loipersdorfer Belastungspaket eliminiert zudem die Finanzierung der freien Wissenschaft und Forschung in Österreich. Nicht nur das: Ab 2013 fehlen den Universitäten mindestens 300 Mio. Euro jährlich, um auch nur den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Von neuen Professuren oder Erneuerungsinvestitionen spricht ohnehin niemand mehr. Dem als „Erhöhung“ verkauften Offensivprogramm um je 80 Mio. € für 2011, 2012 und 2013 für Wissenschaft und Forschung steht über vier Jahre ein Kürzungsumfang von insgesamt 382 Millionen gegenüber, das bedeutet letztlich ein Minus von 62,3 Millionen Euro. Hierbei ist die Kürzung der Familienbeihilfe, die insbesondere Studierende trifft, noch nicht mit eingerechnet.
Nach einer Studie von Joanneum Research brauchen wir aber allein für die universitäre Infrastruktur (Labors, ArbeitnehmerInneschutz, etc.…) 600 Mio. Euro, um innerhalb der EU wettbewerbsfähig zu sein.
Derzeit beziehen knapp 130.000 Studierende Familienbeihilfe. Wird ihnen die 13. Familienbeihilfe gestrichen, beträgt das Kürzungsvolumen knapp 20 Mio. Euro. Weiters beziehen rund 36.000 Studierende über 24 Jahre Familienbeihilfe. 27.500 von ihnen würde, nach den Plänen der Bundesregierung, die Familienbeihilfe (12x jährlich) und der Kinderabsetzbetrag (12x jährlich) gestrichen werden, das Kürzungsvolumen beträgt hier 77 Mio. Euro . Für eine(n) Studierende(n) über 24 bzw. deren Eltern summieren sich die Streichungen auf 2.500 bis 3.000 Euro pro Jahr, also ein Vielfaches der seinerzeitigen Studiengebühren.
Laut aktueller Studierenden Sozialerhebung 2009 ist ein Viertel der Studierenden zum Befragungszeitpunkt in finanziellen Schwierigkeiten.
Das sind nur ein paar unserer Gründe. Die ganze Anfrage hier zum Download: Anfrage_Bildungsklau (doc, 56 KB)
16. November 2010

Ganztagsschule mit deutlich besseren Ergebnissen!

Für Bildungsfachleute ist das keine große Überraschung, für die zögerliche heimische Bildungspolitik sollte es ein Weckruf sein: Eine breit angelegte deutsche Studie hat ergeben, dass Ganztagsschulen den Halbtagsschulen deutlich überlegen sind. 5000 SchülerInnen mit und ohne Ganztagsangebote wurden über vier Jahre von der fünften bis zur neunten Schulstufe beobachtet und weitere 50000 SchülerInnen, Eltern, Lehrkräfte und anderes Personal befragt. Das Ergebnis: Während in der deutschen Sekundarstufe 1 jährlich 8,4 Prozent der SchülerInnen sitzenbleiben, sind es in Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht (Grüne Forderung) nur 1,4 Prozent, in Ganztagsschulen mit fachlicher Nachmittagsbetreuung auch nur 2,4 Prozent („Ganztagsschüler bleiben seltener sitzen“). Analog dazu verbessern sich zudem die Noten beim Ganztagsschul-Besuch. Gefordert sind „qualitätvolle Angebote“ bei gleichzeitiger Differenzierung des Unterrichts.
„Kleiner“ pädagogischer Nebeneffekt: Während „problematisches“ Verhalten zwischen elf und 15 Jahren allgemein steigt, nimmt es an den Ganztagsschulen sogar leicht ab. Und auch die Familien profitieren - das ins Stammbuch der „Familienpartei“ : SchülerInnen aus Ganztagsschulen kommen mit ihren Eltern deutlich besser zurecht.
12. November 2010

Was bedeutet Rot-Grün für die Schule?

Dieses Ergebnis lässt sich wirklich herzeigen. Gratulation an Maria Vassilakou und Danilea Musiol (die das Bildungskapitel verhandelt hat). Rot-Grün bedeutet: Wien wird Bildungshauptstadt!
Wien soll Bildungsmetropole werden, in der jeder alles lernen kann und damit ein Leben voller Chancen vor sich hat: „Der Zugang zu Bildung (vom Kindergarten bis zur Universität) und Ausbildung muss gefördert und darf nicht durch finanzielle und gesellschaftliche Barrieren behindert werden. In Wien muss jedes Kind unabhängig von Einkommen, Herkunft, Sprachkompetenz und Bildung der Eltern die Chancen auf beste Bildung und Ausbildung haben. Keinem Kind werden die Zugänge zu Bildung verschlossen bleiben. Je höher die Bildung, umso geringer das Risiko, arbeitslos zu werden, und umso höher die Chance auf besseres Einkommen.“ Die Stadtregierung möchte daher in der Bildungspolitik das „Modell Wien“ verwirklichen – die Stadt der Bildung und des Wissens.
Hier das gesamte Koalitionsübereinkommen, an dem dessen hoch gesteckten Zielen man sich messen lassen will: Regierungsuebereinkommen-Wien (pdf, 1,759 KB)
Soweit so ehrgeizig, was heißt das konkret?
• Die ganztägigen Schulformen sind die Zukunft in der Bildung und werden flächendeckend angeboten.
• Alle Kinder verfügen bei Schuleintritt über ausreichende Deutsch-Kenntnisse.
• Die flächendeckende Betreuung durch SchulsozialarbeiterInnen wird sichergestellt.
• Das Modell der Mehrstufenklassen wird verstärkt angeboten. Ein Angebot für die Sommerferienbetreuung in Wien wird erarbeitet.
• Die Entwicklung eines Modells, welches sicherstellt, dass junge Menschen nach Ende der Schulpflicht die notwendigen Grundlagen (lesen, schreiben, rechnen) für eine Berufsausbildung haben.
• In Wien soll die gemeinsame Schule für alle 6-15 Jährigen eingeführt werden. Daher sollen alle AHS- und Hauptschulstandorte als „Neue Mittelschule“ geführt werden.
• Jeder junge Mensch hat das Recht auf einen kostenfreien Pflichtschulabschluss.
11. November 2010

Spielforscher: Schulsystem ist schlicht „dumm“!

Lehrer-LaempelNa bitte, das ist doch mal eine klare Ansage: Unser Schulsystem sei
schlicht „dumm“ - das meint der Salzburger Spielforscher Rainer Buland: „Spielforscher kritisiert "dummes" Regelschulwesen“. Seine einfache und ebenso einleuchtende Begründung wird seit Jahrzehnten von der Hirnforschung bestätigt: Weniger Druck mache die Schule wesentlich effizienter! Dem „Trio Betonale“ im Schulwesen - also der Betonfraktion umd die beiden Pröll und Fritz Neugebauer - ist das wohl nicht mehr beizubringen. Daher muss dafür gesorgt werden, dass sie keinen weiteren (oder gar noch größeren) Schaden anrichten können.
Unsere Petition gegen die Verbundesländerung des Schulwesens ist wichtiger denn je. Also anklicken und unterschreiben: „Petition gegen Provinzialisierung und Postenchacher im Schulbereich!“
3. November 2010

Gilt auch für die Schule: Die Zeiten ändern sich!

Eigentlich haben das ja auch schon die alten Römer gewusst: „Tempora mutantur!“ - „Die Zeiten ändern sich!“ Das Zitat geht übrigens noch weiter: „Tempora mutantur, et nos mutamur in illis“ - „... und wir ändern uns in ihnen!“ Nur die ÖVP-BildungspolitikerInnen wissen es noch nicht - und sie ändern sich nicht. Sehenswert ist diese etwas längere Video zum Thema:



Unser öffentliches Bildungssystem hat seine Grundlage im 18. Jahrhundert und entwickelte sich aus den Idealen der Aufklärung. Ökonomisch gesehen war es die Antwort auf die Industrialisierung. Das Video schildert anschaulich, warum unsere Schulen so aufgebaut sind, wie sie es nun einmal sind, und schildert den Zusammenhang zwischen den Erfordernissen der Industrialisierung und dem Schulsystem: Schulen sind organisiert wie die Fabriken im 19. Jahrundert (Schularchitektur, Schulglocke etc.). Ein Aspekt des Videos ist auch ein typisches Phänomen der Moderne: ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit, eine Hyperaktivitätsstörung).
Schlicht: Sehenswert!
29. Oktober 2010

Pröll jun. für „Verbundesländerung“ der Schule!

Lehrer-LaempelAuch das noch! Jetzt mischt sich nach dem Onkel auch noch der Neffe ein: Josef Pröll antwortet im Presse-Interview (), ob alle Lehrer in die Länderkompetenz kommen sollen klar und eindeutig: „Bin absolut dafür!“
Da ist es einfach zu antworten: Ich bin absolut dagegen. Ich rede aber nicht der Zentralisierung das Wort, sondern wehre mich wie viele andere in unserem Lande gegen eine „Verbundesländerung der Schule“. Wir müssen die Verantwortung über Personalentscheidungen und Bildungsschwerpunkte dorthin verlagern, wo sie hingehören: an die Schule. So kann jede Schule pädagogische oder inhaltliche Schwerpunkte setzen, muss aber auch die Verantwortung für gefällte Entscheidungen tragen.
Die Länder beweisen Tag für Tag, dass es ihnen nicht um die Qualität der Schule, sondern um noch mehr Macht über die Lehrkräfte geht. Dass sie jetzt die offizielle Unterstützung des ÖVP-Obmannes bekommen, belegt die große Gefahr eines noch unverblümteren Postenschachers und einer noch stärkeren Provinzialisierung. Unsere Petition gegen die
Verbundesländerung des Schulwesens ist wichtiger denn je. Also anklicken und unterschreiben: „Finger weg von der Schule, Erwin!“
24. Oktober 2010

Bewirkt Lehrer Lämpel bei Erwin Pröll ein Umdenken?

Lehrer-Laempel„Also lautet der Beschluss, dass der Pröll was lernen muss. Dass das mit Verstand geschieht, dafür ihn das Volk beriet!“ Ich weiß, Wilhelm Busch würde das knackiger hinbringen.
Aber wie auch immer. Unter dem sachlichen Titel „Grüne mit Online-Petition gegen "System Pröll"“ muss doch was möglich sein in Österreich! Unter dieser Überschrift berichtete in der Wochenendausgabe „Der Standard“ über die am Freitag von uns gestartete Unterschriftenaktion.
Wer will schon der Provinzialisierung das Wort reden, wer will allen Ernstes den Landesfürsten um Erwin Pröll die Verantwortung über unsere Schulen und somit über unsere Kinder übertragen? Wer will aus Östereich einen Bildungs-Fleckerlteppich machen mit neun unterschiedlichen Schulsystemen? Wer will den Postenschacher weiterhin nicht nur akzeptieren, sondern sogar intensivieren?
Wehren wir uns gegen die Provinzialisierung der Schulen durch die Landesfürsten. Unterschreiben wir die Petition: „Finger weg von der Schule, Erwin!“

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